SAFT FRISCH GEPRESST MIT DEM SLOW JUICER VON NUTRILOVERS

Hallo ihr Lieben,

zunächst ein Wort an meine Stammleser: nicht erschrecken, ihr habt euch nicht verlaufen und seid schon in der Kerryworld gelandet. Nach vier Jahren war einfach mal Zeit für ein neues Design, ich hoffe, es gefällt euch ;-)

Doch nun zum Thema des aktuellen Artikels: mögt ihr frisch gepresste Säfte?
Ich finde die sehr lecker, bei gekauften Säften achte ich sehr darauf, dass es sich um Direktsaft handelt, kein Zucker zugesetzt wird... aber frisch gepresst ist geschmacklich einfach unschlagbar.
Vor Jahren hatte ich mir daher einen Entsafter gekauft. Der war riesig und total umständlich zu reinigen und auch wenn er tolle frische Säfte lieferte... ihr könnt es euch denken, was nur schwer zu reinigen ist, wird kaum genutzt, landet irgendwann im Keller und schließlich auf dem Müll.

Der Gedanke ließ mich aber nie so ganz los und so schaute ich mich vor ein paar Wochen nach einem neuen Entsafter um. Der sollte nicht zu viel Platz brauchen, so dass ich ihn draußen auf der Arbeitsfläche oder der Küchentheke stehen lassen kann, nicht immens teuer sein (aber auch kein Billigschrott) und vor allem leicht zu reinigen sein.



Letztendlich entschied ich mich für den

SLOW JUICER DER FIRMA NUTRILOVERS

der all diese Vorgaben zu vereinen schien. Ja, okay, auch die geniale rote Farbe (live allerdings ein wenig ins Pinke gehend, macht aber gar nichts, sieht trotzdem toll aus) reizte mich, man ist halt doch manchmal "ein Mädchen" ;-) ...

Der Slow Juicer ist relativ hoch (40cm), dafür hat er aber einen kleinen Durchmesser von nur knapp 19 Zentimeter - Vorgabe 1 (wenig Stellplatzbedarf) ist also gegeben. Mit 3,8 kg in Kombination mit sehr effektiven Saugnapffüsschen steht er absolut fest und sicher auf der glatten Arbeitsfläche, so dass er auch beim Entsaften härterer Produkte (Karotten etc.) nicht zu wandern beginnt.



Er besteht aus 4 Teilen: da wäre zunächst der Motorblock, auf den man mit einem leichten Dreh den Entsaftungsaufsatz setzt. Dort kommt die Pressschnecke hinein, abgedeckt wird das Ganze mit dem Einfüllaufsatz. Zusätzlich gibt es noch einen Stössel, mit dem man mal nachhelfen kann, wenn ein Fruchtstück nicht automatisch zur Pressschnecke runterrutschen will (Achtung: nicht mit Gewalt drücken, sondern einfach nur ein wenig schieben!), eine hilfreiche Reinigungsbürste, einen Tresterbehälter, eine Bedienungsanleitung und ein tolle Fläschchen mit Neoprenhülle. Letzteres ist sehr praktisch, wenn man Saft mal im Kühlschrank aufbewahren oder "Saft to go" haben möchte.



SAFT SLOW PRESSEN

Warum slow? Ganz einfach: der Juicer entsaftet mit "nur" 60 Umdrehungen pro Minute (350 Watt). Dadurch wird das Gerät bzw. die Metallfläche der Schnecke nicht heiß, auf diese Weise werden Nährstoffe und Vitamine nicht zerstört. Nun muss man aber keine Angst haben, dass man beim Entsaften nebenher einschläft, es geht trotzdem recht fix ;-)



Entsaftet werden kann im Prinzip alles, was sich Gemüse oder Obst nennt, sogar Blattgemüse, Salat oder Kräuter kann man mit dem Juicer entsaften, wenn man möchte (ich möchte nicht, ehrlich gesagt). Man stellt den Tresterbehälter hinten an den Tresterauslass, ein Glas unter den Saftauslass, drückt den Schalter nach links auf "on" und los geht´s:

mein erster Versuch galt zwei Äpfeln, einer Kiwi und zwei Orangen. Der Einfüllaufsatz hat zwei Öffnungen, so dass man abwechselnd links und rechts Obststücke rein schmeißen kann. Hängt es links, mache ich rechts weiter, währen ich links den Stössel verwende... so geht es wirklich schnell.
Das Obst wird gewaschen und in Teile geschnitten, die in die Öffnung passen. Orangen schäle ich. Müsste man zwar bei Bio und ungewachst nicht machen, aber ich habe das einmal ausprobiert und es hat mir nicht geschmeckt, der Saft wird dann extrem bitter.



Ruck zuck hatte ich ein ganze Glas mit wirklich aromatischem, natursüßen und superleckerem Obstsaft. Genauso schnell ging es mit einer großen Karotte (nicht schälen, nur waschen und stückeln), zwei Tomaten, einer Stange Staudensellerie und einem Apfel. Okay, ich werde nie ein Fan von Gemüsesäften werden, aber trinkbar war der auch. Wer Gemüsesäfte liebt, wird begeistert sein.

Nach dem Entsaften kann man den Auslass einfach nach oben stellen, so sabbert nichts nach, wenn man das Glas weggenommen hat.




Um auch den letzten Rest noch auszupressen, kann man vor allem bei harten Zutaten den Schalter noch kurz nach rechts drücken, dann läuft die Schnecke entgegengesetzt. Allerdings war bisher alles immer so gut ausgepresst, dass da nicht mehr wirklich was kam. Der Trester ist auch so richtig fest und relativ trocken, das hat mich schon erstaunt.

SAUBER MACHEN

Selbsteinigend ist natürlich auch der nicht. Ach was gäbe ich für die selbstreinigende Küche... kochen, essen und danach wird alles von selber sauber... *träum*... ups, ja okay, ich bin ja schon wieder im Hier und Jetzt ;-)



Aber es ist wirklich einfach, da habe ich doch tatsächlich das erhalten, was ich gehofft hatte.
Zunächst einmal: hat man zum Beispiel einen Gemüsesaft gepresst und möchte gleich anschließen einen Obstsaft machen, muss man nicht erst großartig auseinanderbauen und putzen. Man lässt den Juicer einfach kurz laufen und schütten oben ein Glas Wasser zum spülen rein. Schon ist die Schnecke soweit grob gereinigt, dass kein Gemüsegeschmack mehr in den Obstsaft gerät.

Ansonsten: der Juicer ist wirklich leicht auseinander bzw. zusammenzubauen. der Motorblock wird an und für sich nicht schmutzig, wenn doch, wische ich ihn einfach mit einem Küchenpapier kurz ab. Im Entsaftungsaufsatz sind kleinere Reste der Früchte, im Tresterauslass geht auch nicht alles ganz raus während des Entsaftens. Mit dem Stiel der Bürste kann man diese Reste entfernen, auch aus dem Aufsatz nehme ich mit Küchenpapier das Gröbste heraus. Zwei Silikondichtungen kann man abnehmen bzw, aus einem Schlitz herausziehen, anschließend spült man das Ganze genau wie die Schnecke und den Trichteraufsatz einfach unter fließend heißem Wasser kurz ab. Das geht wirklich fix.



Tresterbehälter, Schnecke, Trichteraufsatz, Stössel und die Flasche dürfen auch in die Spülmaschine, falls man mal eine intensivere Reinigung durchführen möchte.

ALLES ROSAROT?

Ihr kennt mich, selbst wenn ich sehr begeistert bin, habe ich keine rosarote Brille auf. So gibt es auch hier ein klitzekleines Manko:

Der Motorblock ist leicht konisch. Der Tresterbehälter hat zwar eine entgegengesetzte Einbuchtung, so dass man ihn ziemlich nahe an den Motorblock stellen kann, aber macht man das nicht ganz akribisch mittig unter den Auslass, kann es passieren, dass Trester daneben fällt. So what?

Ja, es ist nicht ganz perfekt, aber ich persönlich habe kein Problem damit. Ich betreibe den Entsafter auf meiner Küchenarbeitsfläche und nicht auf einem empfindlichen Holztisch oder so. Von daher: fällt mal was daneben, sammle ich das nach dem Entsaften mit einem Küchenpapier schnell auf und entsorge es. Für mich kein großes Problem.



FAZIT

Ich bin ausgesprochen zufrieden mit meinem neuen Entsafter. Ich trinke nun nahezu jeden Tag ein Glas frischen Obstsaft, der sehr aromatisch und natursüß schmeckt, die Ausbeute aus dem Obst ist wirklich erstaunlich gut und die Reinigung ist überhaupt kein Problem - was will man mehr?

Wenn ich euch noch detaillierter über den Slow Juicer (meine Version kostet im Onlineshop von Nutrilovers übrigens 94,50 Euro, es gibt auch einen weiteren, der teurer ist) oder die Firma Nutrilovers informieren wollt, schaut euch doch HIER auf der Homepage um. Dort findet ihr übrigens auch gratis Rezepte für leckere Säfte und Smoothies.

Den Slow Juicer in Aktion seht ihr auf meinem Youtube-Video HIER

Habt ihr einen Entsafter oder eine Zitruspresse und nutzt diese auch viel? Was ist/wäre eure liebste Frucht- oder auch Gemüsekombi?

Liebe Grüße
Eure Kerstin