SOUS VIDE - SANFT GEGART MIT DEM DEEPDIVE VON KLARSTEIN

Hallo ihr Lieben,

Sous Vide ist in den letzten Jahren immer bekannter geworden und in aller Munde. Bisher hatte ich mich noch nicht so richtig ran getraut, weil ich mir das sehr kompliziert vorgestellt hatte. Nun habe ich seit einer Weile den Sous Vide Garer "Deepdive" von Klarstein und bin dieser Garmethode näher gekommen - es ist überhaupt nicht kompliziert und begeistert mich.

Der Deepdive mit allem Zubehör


Beim Sous-Vide-Garen verschweißt man zartes Fleisch oder auch Gemüse (oder beides zusammen) unter Vakuum und gart dieses bei niedriger Temperatur über eine längere Zeit. Aromen bleiben intensiver und Nährstoffe erhalten, da ja nichts "nach Außen" abgegeben wird. Fleisch bleibt zart und trocknet nicht aus, Gemüse bleibt knackig, selbst wenn man mal nicht aufpasst und die Garzeit überschreitet. 

Garen im Vakuum


Natürlich funktioniert diese Garmethode theoretisch auch im Topf, mit dem Deepdive ist es aber sehr viel leichter, weil der Garer die Temperatur gleichmäßig hält und man nicht aufpassen muss. 

OPTIK

Der Deepdive ist quasi ein silberner Kasten aus Edelstahl mit schwarzen Kunststoffelementen, der zwar nicht gerade das schönste Dekoelement in meiner Küche darstellt, aber doch edel und hochwertig aussieht. 



Mit seinen Gerätemaßen von 45 X 26,5 X 29,5 cm braucht er nicht allzu viel Platz, bietet aber dennoch ein sehr großes Fassungsvermögen. Ca. 4 Kg wiegt er und kann daher auch schnell ohne Kraftaufwand in meinen Küchenschrank weggeräumt werden, wenn ich mehr Platz auf meiner Arbeitsfläche brauche.

Das Display an der Vorderseite bietet nur wenige Tasten, mehr braucht man aber auch nicht und der Deepdive ist nahezu intuitiv zu bedienen. Doch wie denn nun genau?

SOUS VIDE

Wie gesagt muss man vor dem Sous-Vide-Garen das Gargut in geeignete Tüten vakuumverpacken. Dann füllt man Wasser in den Garer und zwar so viel, dass das Gargut bedeckt sein wird, aber die Max-Markierung nicht überschritten wird. Nun schaltet man den Deepdive mit der Powertaste ein (vorher muss natürlich das Kabel in die Steckdose), wählt mit der Temp/Timetaste und den beiden Pfeiltasten zunächst die Zeit (1-24 Stunden) und dann die gewünschte Temperatur an und startet mit der Start/Cancel-Taste. 

Moderne Kunst? Nein, Wasserdampf am Deckel ;-) 


Der Deepdive beginnt, das Wasser aufzuheizen, den Fortschritt sieht man wunderbar am Display. Ist die gewählte Temperatur erreicht, piept es, die Tüte kann baden gehen und der Timer im Display beginnt, rückwärts zu laufen. Nach Ablauf der Zeit piept es erneut - fertig!


Sieht da noch nicht so schön aus, wird aber :-) 

BEISPIELE

Für meinen ersten Versuch wählte ich ein Rezept aus der Bedienungsanleitung und machte gefüllte, mit Speck umwickelte Hähnchenbrustfilets. Diese garen ca. eine Stunde, wobei ich bei Hähnchen etwas vorsichtig bin, was den Garpunkt betrifft - ich hatte zwei Pakete, das erste prüfte ich nach einer Stunde. Es war zwar durch, das zweite ließ ich aber noch 20 Minuten länger drin, hier gefiel mir der Garpunkt dann doch etwas besser.



Um auch beim Sous-Vide-Garen Röstaromen und eine schöne Fleischfarbe zu erhalten, brät man das fertige Fleisch in einer Pfanne noch rundum an. Die Hähnchenbrüste sahen danach ausgesprochen appetitlich aus, das Fleisch innen war so zart, wie es mir beim normalen Braten nie gelungen war.



Dadurch stiegt die Motivation natürlich nochmal um ein Vielfaches und ich wagte mich an eine Kalbsnuss. Diese hatte ich mit Kräutern und Pfeffer vakuumiert, nach dem Garen und anschließenden Anbraten bereitete ich mit dem Bratensatz, Gemüse und Fleischbrühe eine Sauce zu, dazu gab es Minikartoffelknödel - was für ein Genuß. 



Einen Teil des superzarten Kalbfleischs schnitt ich mir in dünnen Scheiben ab, um damit am Tag danach Vitello Tonnato zum ersten Mal selber zuzubereiten. Wenn ich darauf jetzt auch noch im Detail eingehe, komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus...



AUS EINS MACH ZWEI

Was mir am Deepdive ebenfalls sehr gut gefällt, ist die 2-in1-Funktion, die ihn noch vielseitiger als einen reinen Sous-Vide-Garer macht: man kann ihn nämlich ebenso gut als Schongarer bzw. Slow Cooker für Schmorgerichte verwenden. Dazu drückt man nach dem Einschalten auf Menü und wechselt damit auf die Anzeige Slow Cook.



Die Zutaten gibt man in den mitgelieferten Gareinsatz, füllt Wasser bis zur entsprechenden Markierung ein, legt den ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Gitterrost in das Gerät und stellt den Gareinsatz darauf. Nun wird noch die Zeit eingestellt (4-16 Stunden), der Deckel draufgelegt und Start gedrückt, schon kochen leckere Eintöpfe ohne Anbrennen ganz alleine vor sich hin. 



Ausprobiert habe ich das Ganze zum Einen mit einem Gulaschtopf mit viel Gemüse und Rindfleisch, zum Anderen mit unserem heißgeliebten Jambalaya, bei dem Hähnchen, Brühe, Gemüse gegart werden und später sogar der Reis direkt mit im Eintopf gekocht wird. Beide Gerichte überzeugten nicht nur mich, sondern auch meinen Mann und die Söhne. 



Solltet ihr Interesse an Rezepten haben: bitte in die Kommentare schreiben, dann mache ich dazu einen eigenen Blogpost - hier wird´s leider sonst zu lang.

DIE REINIGUNG

ist sowas von superleicht. Den Innenraum leert man aus und wischt ihn trocken, war ja nur Wasser drin. Gareinsatz und Deckel darf man in die Spülmaschine geben. Durch die Antihaftbeschichtung und die Tatsache, dass nichts einbrennen kann, wird da auch alles blitzesauber :-) 

ALLES ROSAROT?

Auch wenn ich wirklich begeistert bin, komme ich nicht umhin, eine kleine Macke zu erwähnen. Laut Bedienungsanleitung kann man im Modus Schongaren drei Stufen einstellen, nämlich high, low und Automatik. Das funktioniert definitiv nicht, zumindest nicht bei meinem Gerät und auch nicht bei dem Ersatzgerät, das ich vom übrigens sehr netten und schnellen Support erhalten habe. Meine Schmortöpfe mache ich daher auf der hohen Stufe bei ca. 80-90 Grad. Da ich bei dieser Temperatur nur 2 Stunden Kochzeit benötige, ist es auch nicht so ganz praktisch, dass die niedrigste einstellbare Zeit im Schongarmodus 4 Stunden beträgt. Ich muss also schon ein wenig auf die Uhr schauen, aber wenn so ein Schmortopf mal ein paar Minuten länger köchelt, ist es ja auch kein Drama.

Jambalaya


Mich persönlich stört das nicht sonderlich, liegt mein Hauptaugenmerk bei diesem Gerät ja auf dem Sous Vide und für Schmortöpfe würde ich sowieso zu 99 % die höhere Temperatur wählen. Doch was angepriesen wird, sollte natürlich auch funktionieren - Klarstein ist dran an der Sache, prüft den Fehler an weiteren Geräten und lässt mich wissen, wenn ein Ergebnis zu vermelden ist. Und ich lasse es euch dann wissen...

Wer den Deepdive gerne in Aktion sehen möchte, der kann sich mein Youtube-Video dazu ansehen: KLICK!

FAZIT

Sous-Vide-Garen ist eine feine Sache und der Deepdive hat es mir wirklich angetan. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, also meine Frage an euch: Kocht ihr Sous Vide? Würde euch das reizen? Und welche Rezepte könnt ihr euch vorstellen?

Liebe Grüße
Eure Kerstin