Montag, 20. März 2017

DIE "RICHTIGE" UND DIE "FALSCHE" GEBURT - GEDANKENSPIELE IM MÄRZ

Hallo ihr Lieben,

heute gibt´s mal wieder Gedankenspiele. Kürzlich habe ich bei gofeminin einen Artikel gelesen, über den ich mich wirklich ein wenig aufgeregt habe. Seither geht mir die Frage nicht mehr aus dem Kopf, warum Frauen manchmal mit Frauen so übel umgehen, anstatt solidarisch zu sein.

Rainer Sturm  / pixelio.de



DER KONKRETE FALL

Eine junge Frau suchte eine/n Geburtsfotografen/in, um den magischen Moment der Geburt festhalten zu lassen, auch wenn es sich bei ihr nicht um eine sogenannte "natürliche Geburt" handelte, sondern um einen Kaiserschnitt. Die angefragte Fotografin lehnte den Auftrag ab, was selbstverständlich ihr gutes Recht ist. Die Begründung dafür allerdings war eine himmelschreiende Unverschämtheit:

„Mein Schätzchen, ein Kaiserschnitt ist keine richtige Geburt.
Du entbindest nicht richtig. Du wirst eine Operation erhalten, bei der dein Kind aus deinem Unterleib geschnitten wird. Und egal, wie schön du dir das redest: Das ist keine Geburt.
Und ich möchte nicht dabei sein und davon Fotos machen.
Wenn du dich allerdings anders entscheiden solltest, und auf dem richtigen Weg ins Muttersein starten möchtest, kannst du dich gerne nochmal bei mir melden und wir machen einen Termin aus.“

Als ich das gelesen hatte, verschlug es mir zunächst einmal die Sprache. Wie kommt diese Frau dazu, über eine andere Frau dermaßen abwertend zu urteilen? Mit welchen Recht definiert sie einen Kaiserschnitt als "keine Geburt" und eine vaginale Geburt (ich vermeide bewußt das Wort "natürlich") als den "richtigen Weg ins Muttersein"? Woher will sie wissen, aus welchen Gründen die werdende Mutter einen Kaiserschnitt erhält?


Geburt - auf welche Art auch immer - ist ein Wunder! (www.JenaFoto24.de  / pixelio.de)



Nun könnte man sagen: "Was soll´s, das ist eben die eine dumme Kuh, auf die man nicht zu hören braucht."

Doch leider gibt es nicht nur diese eine Frau mit dieser Ansicht. Frauen, die per Kaiserschnitt entbinden, müssen sich durchaus anhören, dass sie zu bequem für eine vaginale Geburt sind. Dass sie sich vor den Schmerzen gedrückt haben, nichts geleistet haben. Dass sie Rabenmütter seien, weil sie nur an das eigene Wohl anstatt an das des Kindes gedacht haben, da Kaiserschnitt-Kinder nicht die gleiche Bindung zur Mutter aufbauen könnten, durch die "plötzliche" Geburt ein Trauma erlitten hätten (als ob es so angenehm wäre, stundenlang durch einen engen Geburtskanal gedrückt zu werden).

Was für ein Schwachsinn, sorry!

DIE DEFINITION VON "GEBURT"

lautet bei google "der Vorgang, dass beim Menschen und bei Säugetieren das Kind/das Jungtier aus dem Körper der Mutter kommt" - steht da irgendwas von "durch die Vagina"? Laut Wikipedia ist die Geburt "der Prozess am Ende einer Schwangerschaft", die endet, wenn "der Fötus die Gebärmutter der Mutter verlässt". Auch hier wird nicht gesagt, dass das zwingend durch die Vagina geschehen muss. Auch die Herkunft des Wortes "gebären" sagt nichts über die Art und Weise aus: mittelhochdeutsch bern, althochdeutsch beran = tragen; bringen; hervorbringen.


Rein vom Wortgebrauch her kann man also keinswegs davon sprechen, dass ein Kaiserschnitt keine Geburt sei.

DIE GEBURTEN MEINER KINDER

waren völlig unterschiedlich. Bei meinen Zwillingen war eigentlich eine vaginale Geburt zu erwarten, als ich 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin am HELLP-Syndrom erkrankte. Ich hatte riesiges Glück, in der richtigen Klinik gelandet zu sein, denn zu dieser Zeit war diese Erkrankung erst sei 2 oder 3 Jahren bekannt und "meine" Oberärztin hatte durch eine Fortbildung das Wissen darüber. Um das Leben meiner Kinder und auch meines zu retten, musste ein Notkaiserschnitt vorgenommen werden. Danach lag ich zwei Tage auf der Intensivstation und konnte meine Kleinen - von meinem Mann im Rollstuhl dorthin geschoben - erst am dritten Tag auf der Frühchenstation sehen.

Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, versagt zu haben, weil ich nicht "normal" entbunden hatte. ich hatte kein Problem, eine Bindung zu meinen Jungs auszubauen, im Gegenteil: die erste Berührung und sie waren "meine" Babys, die ich von Herzen liebte. Ich wusste, dass sie gesund waren, vom ersten Moment an selbstständig geatmet hatten - das war das einzig Wichtige. Wir lebten, alle drei! Wer fragt da noch danach, wie die Babys auf die Welt gekommen waren? Zumal ungefähr zur selben Zeit eine Frau aus unserer Gegend an diesem Syndrom verstarb, weil es an der Klinik, in der sie war, nicht erkannt wurde.

www.helenesouza.com  / pixelio.de


Bei meinem Jüngsten ging es zwei Tage nach dem Geburtstermin um Mitternacht los, nach ca. einer Stunde hatte ich auf dem Weg ins Krankenhaus bereits alle drei Minuten heftigste Wehen, trotzdem ließ sich das Kerlchen noch bis 6 Uhr morgens Zeit. Ich war platt, musste aber noch eine Stunde lang aushalten, genäht zu werden, was schlimmer als die eigentliche Geburt war. Während der Zeit wollte ich meinen Kleinen noch gar nicht halten, ich war einfach zu erschöpft und hatte Angst, ihn fallen zu lassen. Etwas später am Tag war dann aber alles gut und ich fühlte mich großartig, als hätte ich den Mount Everest bezwungen und stünde auf dem Gipfel des Berges. Ein tolles Gefühl!

Ich durfte also beide Erfahrungen machen und würde jederzeit eine vaginale Geburt einem Kaiserschnitt vorziehen. Allerdings nicht, weil ich die Geburt meiner Großen als "minderwertig" empfunden hätte, weil etwa die Bindung zu meinem Jüngsten besser wäre (das ist sie nicht) oder weil er im Vergleich zu seinen Brüdern physisch und psychisch gesünder wäre (auch das ist nicht der Fall). Sondern einfach, schlicht und ergreifend, weil man nach einem Kaiserschnitt viel länger Schmerzen und Probleme hat, während der Schmerz nach einer vaginalen Geburt (abgesehen von den kleinen Sitzproblemchen durch das Nähen, die aber nicht halb so lange andauern wie die Probleme mit der Kaiserschnittnarbe) sofort vorbei ist. Die "Qual" ist beim Kaiserschnitt viel langanhaltender, zumindest bei einem Notkaiserschnitt wie dem meinen hat man mindestens 8 Wochen lang seine Freude daran.

ICH FINDE ES SCHADE

dass Frauen meinen, über andere Frauen urteilen zu müssen, ohne in deren Schuhen zu stecken. Die meisten Kaiserschnitte, auch die geplanten, geschehen aus rein medizinischen Notwendigkeiten. Bei meiner Tante wurde zum Beispiel der Kaiserschnitt beim zweiten Kind geplant, nachdem das erste bei der Geburt verstarb, weil es nicht durch das Becken passte und die Ärzte nicht rechtzeitig den notwendigen Kaiserschnitt vornahmen.

Bernd Kasper  / pixelio.de


Meist geht es um Leib und Leben und da ist es mehr als unfair, dass sich Frauen, die sowieso schon unter dieser psychischen Belastung leiden, sich auch noch Vorwürfe anhören und sich klein reden lassen müssen - von anderen Frauen wohlgemerkt! Denn ich denke, Männern ist das total schnuppe, wie das Baby auf die Welt kam, Hauptsache Mutter und Kind sind wohlauf. Nicht jede Frau hat das Selbstbewusstsein, die Dinge als gegeben hinzunehmen, manche lassen sich als Versagerin abstempeln und machen sich selber Vorwürfe, sind traumatisiert, weil sie irgendwelche Erwartungen nicht erfüllt haben.

Selbst Frauen, die einen Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation wählen, sind nicht zwangsläufig faul und egoistisch. Bis ich Anfang 20 war, wollte ich gar keine Kinder, weil ich panische Angst vor der Geburt hatte. Das legte sich zum Glück, aber wenn eine Frau psychisch nicht in der Lage ist, eine solche Angst zu unterdrücken, ist es in meinen Augen durchaus legitim, einen geplanten Kaiserschnitt zu wählen.

Leider ist es so, dass gerade Frauen oft die größten Feinde ihres Geschlechts sind. Es gäbe dafür noch viele Beispiele, aber das würde vom eigentlichen Thema wegführen und den Rahmen sprengen. Zusammengefasst ist zu sagen, dass etwas mehr Akzeptanz, Toleranz und vielleicht auch ein klein wenig Zurückhaltung in der Be- bzw. Verurteilung anderer wünschenswert wäre.

Wie seht ihr das? Habt ihr Kinder? Wie sind eure Erfahrungen?
Liebe Grüße
Eure Kerstin

Freitag, 17. März 2017

ANGRILLEN MIT DEM PARTYGRILL VON CAMPINGAZ

Hallo ihr Lieben,

zwei Tage Frühling, es zieht mich nach draußen. Damit der Garten für den Sommer vorbereitet ist, gibt es noch viel zu tun, wichtiger war aber vor ein paar Tagen das Angrillen.
Ja, okay, normalerweise grillen wir nicht bereits im März an, ich bekam jedoch vom Club der Produkttester einen kleinen Gasgrill zur Verfügung gestellt, der natürlich schnellstens ausprobiert werden musste. Bei dem Kleinen, der aber was drauf hat (wie ihr gleich lesen werdet), handelt es sich um den

CAMPINGAZ PARTY GRILL 400CV



Diesen Campingaz Gasgrill als Partygrill empfinde ich schon als etwas zu hoch gegriffen, es sei denn, man macht nur Partys mit nicht mehr als vier Leuten. Dass auf so einen kleinen Grill aber keine Würstchen und Steaks für 20 Personen passen, dürfte jedem Kaufwilligen, der die Artikelbeschreibung liest, klar sein. Ansonsten steht der Zwerg größeren Gasgrill kaum in etwas nach und er hat einen großen Vorteil: wo immer man auch grillen möchte, man kann ihn problemlos dorthin mitnehmen. 



DIE MONTAGE
 
Als der Grill bei mir ankam, war ich sehr gespannt, was in diesem kompakten Karton stecken würde. Zusammenbauen muss man nicht viel, der Grill besteht aus einer Wasserschale, die bereits auf das Unterteil mit dem Piezozünder montiert war. Die drei Beine muss man anschrauben, was sehr schnell und einfach geht, anschließend montierte ich die Griffe am Deckel. Auch das machte keine Mühe, ich benötigte auch kein Werkzeug, um die Schrauben so anzuziehen, dass die Griffe festsitzen. Da wackelt nichts. Als der Grill fertig zusammengebaut war, musste ich über die Größe schmunzeln, er ist wirklich niedlich und sieht hübsch aus mit der blauen Farbe – ist mal was Anderes.



An Zubehör gibt es einiges: da wäre zunächst ein Rost, den man als erstes in den Grill einlegen muss. Darauf legt man den sogenannten Wärmeverteiler, eine etwas geschlossenere Platte, die dafür sorgt, dass die Hitze nicht nur innen am Gasbrenner wirkt, sondern auch nach außen zum Rand hin transportiert wird. Darauf legt man nun wahlweise den Gitterrost oder die Grillplatte und schon kann es losgehen… beziehungsweise könnte es losgehen, denn ich hatte übersehen, dass die benötigte Gaskartusche nicht im Lieferumfang enthalten ist. Diese musste ich noch nachbestellen und ein paar Tage später konnten wir das Angrillen starten.



GRILLEN
 
Zum Grillen füllt man Wasser in die Schale bis zur Max-Markierung. Wir sind 5 Personen, da reicht die Grillfläche von effektiven 29cm Durchmesser bei Rost und Platte nicht aus, um alle in einem Aufwasch satt zu bekommen. Wie die Maßangaben von 36X42cm des Herstellers zustande kommen, verstehe ich nicht so ganz. Wahrscheinlich sind damit die Außenmaße des Grills gemeint, aber selbst da zeigt mein Meterstab nur 32X36cm an. 



Zum Entzünden dreht man den Regelknopf gegen den Uhrzeigersinn in Richtung des hohen Flammensymbols und drückt dann darauf, zumindest laut der Bedienungsanleitung. Tatsächlich muss man den Knopf aber erst eindrücken, damit er sich drehen lässt – den Bogen hatten wir trotzdem schnell heraus. Das Gas hört man dann auch strömen, mit einem weiteren Druck auf den Regelknopf zündet die Piezozündung auch sofort. 


Als erstes wählten wir den Rost zum Grillen von Würstchen. 8 lange Merguez, zwei grobe Bratwürste und zwei Rote passten darauf, wenn auch etwas enger gelegt. Erstaunlich, wieviel man doch auf so einer kleinen Grillfläche unterbringen kann. Der Kleine hat ganz schön Power, bei höchster Flamme muss man aufpassen, dass das Grillgut nicht schwarz wird. Mit häufigem Wenden waren die Würstchen dann auch schnell perfekt gegrillt. Nun ja, nicht ganz perfekt, wie man auf dem Bild sieht. Das liegt aber daran, dass es bereits dunkel war, als mein Mann endlich anfing und nicht mehr so wirklich sehen konnte, wo die Würstchen schon schwarz wurden *lach*.


Anschließend kam die Grillplatte an die Reihe, die von der Oberfläche her den Platten eines Kontaktgrills ähnelt und antihaftbeschichtet ist. Auf dieser grillten wir 10 kleine marinierte Hähnchenbrustfilets (entspricht ca. 5 ganzen Hähnchenbrüsten) – es hätte auch mehr Platz gehabt. Wie die Würstchen gelangen diese ebenfalls ganz hervorragend, durch die Beschichtung klebt nichts an. 





Den Deckel kann man auch als Wok verwenden oder alternativ einen Topf auf die Halterung setzen. Hier ist zu beachten, dass der Wärmeverteiler nicht eingesetzt wird. So hat der Grill quasi die Funktion eines ganz normalen Gaskochers. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, werde ich aber noch machen - ich denke nicht, dass es nicht klappt, warum auch. 



DIE REINIGUNG

Die Reinigung des Grills am anderen Tag hat mich begeistert. Der Gitterrost, der Platte oder Rost hält, lässt sich genauso wie der Rost bequem in der Spülmaschine reinigen. Die Grillplatte habe ich lediglich mit heißem Wasser und etwas Spülmittel abgewaschen, ratzfatz war sie wieder sauber. Die Wasserwanne lässt sich mit einem Dreh gegen den Uhrzeigersinn entfernen, es geht zwar etwas schwer, aber nachdem mein Sohn das Unterteil des Grills festgehalten und ich gedreht hatte, was sie schnell abgenommen. Und genauso schnell gereinigt, das Fett sammelt sich ja im Wasser und kann einfach entleert werden, die Wanne wischt man anschließend kurz aus und sauber ist sie. 



ALLES ALSO PEFEKT?
 
Ich finde den Zwerg ganz toll, habe aber dennoch einen Punkt zu erwähnen, den ich nicht gut finde. Den Deckel fixiert man mit Schnallen/Klammern am Unterteil des Grills, bei denen man einen Bügel oben einhängt und die Klappe nach unten drückt. Das ging am Anfang recht schwer und bei einem der Bügel sprang der Draht sofort aus der Schnalle. Seither ist er etwas verbogen und hält zwar noch, rutscht aber immer wieder heraus. Das Ganze schließt nun leicht, aber eben nicht mehr ganz so fest wie es wünschenswert wäre. Die Verschlüsse könnten gerne etwas stabiler sein, zumal der Rest vom Grill wirklich gut verarbeitet ist. Da das Verschließen schon wichtig ist, wenn man den Grill irgendwohin mitnehmen will (eine praktische Transporttasche gehört zum Lieferumfang) muss ich hier einen halben Stern abziehen. 



FOLGEKOSTEN

Ein weiterer halber Stern geht für die Folgekosten drauf: der Betrieb dieses Gasgrills ist im Vergleich zu größeren ziemlich teuer. Wir haben einen Weber-Gasgrill, der im Sommer natürlich viel genutzt wird. Die dazu benötigte Gasflasche kostet uns 20 Euro (ohne Pfand), normalerweise reicht uns eine Flasche über die Saison, obwohl wir auch immer mal wieder für Gäste (Geburtstage etc.) grillen und der Grill lange und oft im Einsatz ist. Die Gaskartusche für diesen Grill kostet 11,27 Euro und reicht laut Bedienungsanleitung zwischen 3 Stunden 15 Minuten (im Betrieb als Kocher) und 3 Stunden 45 Minuten (im Betrieb als Grill) aus. Nehme ich beim Grillen für mehrere Personen eine Grillzeit von einer halben Stunde an, kann ich mit diesem Gerät sieben Mal grillen, bevor ich eine neue Kartusche brauche, bei 14 Mal bin ich bei den Kosten von unserem Weber und die Saison ist noch lange nicht vorbei. Auch den Kaufpreis von 110 Euro finde ich etwas zu hoch, bedenkt man, dass es große Gasgrills vom gleichen Hersteller bereits ab ca. 140 Euro gibt.

Man kann wohl mit einem passenden Adapter den Grill auf den Betrieb mit einer Gasflasche umrüsten, dieser scheint aber sehr teuer zu sein - ich habe bei Real online einen gefunden, der 86 Euro kostet, mehr als Dreiviertel des Preises des ganzen Grills. Das lohnt sich wirklich nicht, dafür kann man einige Kartuschen kaufen.



FAZIT

Ich freue mich trotz der höheren Betriebskosten über meinen Kleinen, den ich gerne bei Bedarf als Zusatzgrill zu unserem Weber verwenden werde oder dann, wenn nur mein Mann und ich oder wir mit einem befreundeten Paar grillen möchten. Ich kann mir auch gut vorstellen, ihn als Kocher zum Beispiel für Ratatouille zu verwenden, während auf dem großen Grill die Steaks bruzzeln.

Nützlich ist er sicher auch für Campingfreunde zum Mitnehmen in den Urlaub oder für Leute, die gerne man Ausflüge in die freie Natur (zum Beispiel mit dem Fahrrad) machen und am Ziel picknicken und grillen wollen. Durch das geringe Gewicht von ca. 5 kg schleppt man sich nicht zu Tode. Meine Empfehlung für diese Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen kann ich mit gutem Gewissen geben.

Grillt ihr auch so gerne wie wir? Gas, Elektro oder gehört ihr zu denjenigen, bei denen nichts über Holzkohle geht? Wann findet bei euch normalerweise das Angrillen statt? Lasst es mich in der Kommentarspalte wissen.

Liebe Grüße
Eure Kerstin

Mittwoch, 8. März 2017

REZEPTE FÜR TM, PREP & COOK UND CO - LANDIDEE MEIN MIX KOCHBUCH

Hallo ihr Lieben,

manchmal ist es gar nicht so einfach, die Motivation zum Bloggen zu finden. Welcher Blogger kennt nicht Phasen, in denen man nicht weiß, über was man überhaupt schreiben soll, in denen sich Worte nur mühsam über die Finger auf die Tastatur quälen lassen und in denen man sich fragt, ob das Ganze überhaupt einen Nutzen hat und sinnvoll ist... und dann kommt unerwartet ein kleines Highlight um die Ecke und schon geht es wieder aufwärts :-)

So geschehen, als meine liebe Bloggerkollegin Antje von "Wie finden wir es?" mich darauf aufmerksam machte, dass im Sonderheft "Mein Mix Kochbuch" der Zeitschrift LandIdee mein Blog lobend erwähnt wurde - danke Antje!



Zu sehen, dass der eigene Blog Aufmerksamkeit erregt und dann auch noch in einer offziell im Handel erscheinenden Zeitschrift lobend erwähnt wird, macht natürlich stolz und gibt Auftrieb. Selbstverständlich musste ich mir dieses Heft sofort kaufen und da es außer der Blogerwähnung auch noch interessante Rezepte enthält, möchte ich es euch heute vorstellen.



VON DER SUPPE BIS ZUM DESSERT

ist alles enthalten, was den Gaumen verwöhnt. Allerdings handelt es sich um Rezepte, die speziell für die kochenden Multifunktionsküchenmaschinen gedacht sind (wobei findige Köche/innen das sicher auch für den normalen Topf umsetzen können).

Um euch ein wenig den Mund wässrig zu machen und ein paar Rezeptbeispiele zu geben, liste ich mal schnell ein wenig auf:

> Wärmende Suppen: (Indische Currysuppe mit Hühnchen, Meerettichschaumsuppe mit Saibling,
                                     Karottencremesuppe...)

> 7 Tage - 7 Teller: (Marinierte Hähnchenbrust, Sauerbraten mit Preiselbeersauce, Milchreis mit                                           roter Grütze...)

> Die besten Salate und -soßen der Saison (Fruchtiger Feldsalat, 1000 Island Dressing...)

> Das Beste aus Hackfleisch (Hackfleisch mit Speck im Wirsingblatt, Wildhacksteak...)

> Geliebte Kuchen (Hefe-Schmand-Kuchen, Nusskuchen mit Schokoglasur...)

Und so viel mehr wie verschiedene Braten, Vorspeisen, Risotto, Crumbles...



Alle 75 Rezepte wurden von einem Expertenteam rund um den Koch Thorsten Brand, der in der Sterneküche der Traube Tonbach sein Metier gelernt hat, ausgiebig getestet. 33 Rezepte haben weniger als 500 Kalorien und sind im Inhaltsverzeichnis mit einem kleinen Vögelchen gekennzeichnet. 

Schade finde ich ein wenig, dass auch hier wie in so vielen anderen Zeitschriften und Kochbüchern zum Thema "Multifunktionsküchenmaschine" alles rein auf den Thermomix ausgelegt ist. Dass dieser das Non Plus Ultra war, ist ja bereits eine Weile her und mittlerweile gibt es so viele andere Modelle wie zum Beispiel die Prep & Cook von Krups, die ich besitze (und die für die Blogberichte verantwortlich ist, die in der Zeitschrift erwähnt werden). Mit etwas Erfahrung kann man die Rezepte aber umrechnen und für alle, die sich da unsicher sind, gibt es HIER eine Umrechnungstabelle.

SELBST AUSPROBIERT

habe ich bisher noch nicht gar so viel. Ich bin eher eine "Freischnauze-Köchin", als dass ich Rezepte nachkoche und hole mir aus meinem Zeitschriftenabo "meine familie & ich" und dem Internet Inspirationen, die ich nach unserem Gusto abwandle. 


Dennoch konnte mir "Mein Mix Kochbuch" bereits weiterhelfen, ich interessierte mich schon eine Weile dafür, wie man Braten im Dampfgarer macht und konnte im Netz dazu irgendwie keine Anleitungen finden, die mich zufrieden gestellt hätte. In diesem Heft bekam ich nun das Richtige geboten und machte mich gleich mal ans Werk mit einem Kalbsrahmbraten.




Was soll ich sagen, das ging so einfach und das Ergebnis war so lecker, zarter geht es nicht.
Dadurch beflügelt packte ich wenige Tage darauf auch eine Rinderhüfte in den Dampfgarer meiner Preppie.




Mit dem gleichen Erfolg :-). Noch ein wenig Gemüse dazu - perfekt!



Kritiker könnten jetzt meinen, dass zu einem Braten doch aber Röstaromen und eine Kruste außen gehören würden. Der Trick bei der Sache ist das sogenannte Rückwärtsbraten. Dabei wird das Fleisch erst gegart, dann in einer Pfanne rundum scharf angebraten. 

Nächste Frage: Dann hat man doch wieder mehr Kochgeschirr zu spülen, warum also nicht gleich im Ofen mit einem Bräter? Ganz einfach, weil es bei bestimmten zarten Fleischsorten gar nicht so einfach ist, diese als Braten zuzubereiten, ohne dass sie hart und/oder trocken werden. Mit der Dampfgarmethode ist es dagegen überhaupt kein Problem, saftige und schmackhafte Braten zuzubereiten, man kann da wirklich nichts falsch machen. Und unter dem Dampfgaraufsatz blubbert gleichzeitig eine dazu passende leckere Sauce vor sich hin.

Bei der Rinderhüfte habe ich die benutzte Pfanne während der Ruhephase des Fleisches im Ofen auch gleich noch dazu genutzt, das Gemüse anzubraten.



FAZIT

"Mein Mix Kochbuch" hat mich nicht nur gelobt, sondern mir auch weitergeholfen. Die beiden Braten werden zudem nicht die letzten Rezepte sein, die ich daraus ausprobieren werde. Der Inhalt ist wirklich ansprechend und gut aufbereitet, zudem sehr schön illustriert. Das alles für gerade mal 4,80, das Heft ist überall im Handel erhältlich. Ich kann euch euch somit das Sonderheft mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Im Heft gibt es übrigens auch ein Gewinnspiel bis zum 31.3.2017, bei dem man einen Thermomix gewinnen kann (Notiz an mich selber: ich muss noch die Postkarte abschicken).

Habt ihr eine Multifunktionsküchenmaschine? Wenn ja, für was nutzt ihr diese? Ist so ein Heft mit Rezepten für euch interessant? Lasst es mich in der Kommentarspalte wissen.

Liebe Grüße
Eure Kerstin






Mittwoch, 1. März 2017

EIN DRINGEND NÖTIGES UPDATE: KRUPS EA8808 KAFFEEVOLLAUTOMAT

Hallo ihr Lieben,

manchmal verändert die Zeit so Einiges. Manchmal auch die Einschätzung eines Produkts, das man getestet und vorgestellt hat. Und manchmal ist es dann leider dringend nötig, ein Update zu schreiben und mit den alten Blogberichten zu verlinken. Denn die können ja immer noch von Interessierten gelesen werden, die dann ein damals richtiges, heute falsches Bild vom Produkt erhalten. Das will ich aber absolut vermeiden und daher kommt heute ein Update zu meinen Erfahrungen mit dem

KRUPS EA8808 KAFFEEVOLLAUTOMAT

Im November 2015 durfte ich diesen testen und war begeistert. Die entsprechenden Blogposts findet ihr HIER und HIER, den bericht mit meinem Fazit HIER.


Damals...

Doch nach gut einem Jahr nun wendete sich das Blatt.


Der Vollautomat fing an zu "sabbern", das heißt, es lief Wasser innen im Gerät durch und unter der Maschine bildeten sich Pfützen. Außerdem war der Kaffeeschieber, der sich über dem Kaffeesatzbehälter zur Reinigung der Maschine befindet, immer nass, was nicht sein darf. Ich rief also den Kundendienst an und schickte das Gerät wie gewünscht zur Überprüfung ein - mit meinem Garantiebeleg natürlich, denn nach einem Jahr dürfte mich die Reparatur ja nichts kosten.

Denkste! 

Ich bekam eine Email mit einem Kostenvoranschlag über 157 Euro. Kaputt war wohl eine Dichtung, eine Schelle, ein Durchflussmesser, ein Widerstand und ein Zylinder, was immer das bedeutet. Und die Garantie ist erloschen. Warum?


"der Garantieanspruch für dieses Gerät beträgt zwei Jahre, ist jedoch eingeschränkt auf maximal 6.000 Brühvorgänge, 3.000 pro Jahr. Bei diesem Automaten ist diese Bezugsmenge überschritten"


Nein, wir haben hier kein Großraumbüro. Wir sind eine ganz normale 5-köpfige Familie, bei der ein Sohn ca. 3 Tassen am Tag, der zweite eine, ich 1-2 Tassen, der dritte Sohn gar keinen Kaffee und mein Mann nur am Wochenende je eine Tasse Kaffee trinken. Macht wohl im Jahr 4600 Tassen Kaffee (ab und zu bekommt auch Besuch eine Tasse) und damit ist das zuviel für dieses Gerät. Und ich darf zahlen. Nach einem Jahr! geht in meinen Augen gar nicht und ist nicht wirklich akzeptabel.

Ich ließ das Gerät reparieren, da ich es letztendlich am Ende eines Produkttests in einem Wettbewerb gewonnen hatte und bisher dafür somit noch kein Geld dafür ausgegeben habe. Ein neuer Vollautomat wäre teurer. Und nach der Reparatur würde sicher alles wieder funktionieren...

Denkste!

Die Maschine kam zurück, nach 14 Tagen ein neuer Fehlercode. Nach Reklamation beim Krups-Facebookteam durfte ich die Maschine zur kostenfreien Reparatur erneut einschicken. Nach 4 Wochen kam sie zurück. Auspacken, aufbauen, vier Tassen Kaffee machen über den Tag... nichts geht mehr, er wurde ein neuer Fehlercode gemeldet (nach Nr. 13 und 8 nun Nr. 5). Ich schickte das Gerät nun zum dritten Mal ein...

Kein Latte-Teddy mehr mit dem Krups :-(




Nach der dritten Reparatur ging das Gerät gerade mal ein paar Tage, dann kam die nächste Fehlermeldung. Endlich wurde es von Krups ausgetauscht, ich bekam auch der Geld für die erste Reparatur zurück. Und nun? Alles gut?


ES REICHT!

Ihr werdet es nicht glauben:
Ca. 2 Wochen ging es jetzt gut, heute wieder "Fehlermeldung 13" und nichts geht mehr. Entweder das ist gar kein neues Gerät und sie haben nur die zerkratzte Abdeckung der Auffangschale ersetzt, damit es neu aussieht. Oder der Krups EA8808 ist einfach Schrott und sein Geld nicht wert.




Soll man lachen oder heulen?

Ab in den Müll damit, ich werde mich nach einem anderen Vollautomaten umsehen, aber sicher nicht nach einem Krups.

Von meiner damaligen Begeisterung ist natürlich nichts übrig geblieben und meine damalige Empfehlung ziehe ich zurück.

Habt ihr auch schon mal solche oder ähnliche Erfahrungen mit einem Gerät machen müssen?

Liebe Grüße
Eure Kerstin