Montag, 27. Juni 2016

RIVELLA RHABARBER - ERFRISCHUNG AUS DER SCHWEIZ

Hallo ihr Lieben,

meinen letzten Blogpost in diesem Monat widme ich einem Produkttest auf einer meiner Lieblingsplattformen: endlich bot kjero mal wieder einen für mich spannenden Test an, auf den ich mich gerne bewarb und auch Glück hatte. Kurz nach der Zusage schneite dann auch schon ein großes Paket ein, die darin enthaltenen 6 Flaschen Rivella Rhabarber und 8 Dosen Rivella Original nahmen einem altbekannten Spruch seinen Schrecken:

"DURST IST SCHLIMMER ALS HEIMWEH"



Heimweh hatte ich selten in meinem Leben, von daher kann ich das nicht so ganz beurteilen, aber Durst ist für mich wirklich etwas Schlimmes. Ich kann zur Not auf´s Essen verzichten, trinke aber unheimlich viel und ständig. Vormittags ist ein Liter grüner Tee Standard, es folgen zwei Tassen Kaffee und eine Tasse Schwarztee. Irgendwann hängt einem der Tee aber zum Hals heraus, Wasser pur mag ich nicht, Saftschorle nur bedingt und man kann ja nicht schon am hellen Nachmittag mit Wein anfangen ;-)
Von daher bin ich immer auf der Suche nach interessanten und schmackhaften alkoholfreien Getränken und war sehr gespannt, ob dies hier etwas für mich wäre.
Doch was ist eigentlich

RIVELLA?

Diese Limonade ist eines der beliebtesten Erfrischungsgetränke in der Schweiz, wo die Marke bereits seit den 50ger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Begriff ist. Sie basiert auf einer Geheimrezeptur, die bereits 1952 vom Schweizer Pionier Dr. Robert Barth entwickelt wurde und wird soweit wie möglich mit Rohstoffen aus der Schweiz und in Schweizer Handwerkskunst produziert.



Es werden keine Farb- und Konservierungsstoffe und nur natürliche Aromen verwendet...  nun ja, was immer auch "natürlich" in dem Fall heißen mag, denn Rhabarberaroma muss ja zum Beispiel nicht wirklich aus Rhabarber extrahiert worden sein. Ich zitiere hier mal die Definition aus Wikipedia:

"Bei als „natürlich“ ausgewiesenen Aromen ohne Angabe ihrer Herkunft ist dagegen davon auszugehen, dass sie biotechnologisch aus anderen Ausgangsstoffen erzeugt wurden, d. h. unter Verwendung von Bakterien, Pilzen oder Enzymen. So können etwa aus Schimmelpilz-Kulturen Aromen hergestellt werden..."

Denken wir lieber nicht weiter darüber nach ;-)

Rivella Rhabarber enthält kein Salz, keine Fette, aber leider doch relativ viel Zucker (wenn man nicht auf die Light-Variante mit Süßstoffen zurückgreift), nämlich 8,4g auf 100ml. Das ist für mich persönlich schon leider wieder ein kleines K.O.-Kriterium, für meinen Mann (Diabetiker) kommt Rivella schon gar nicht in Frage.  Im Rivella Original ist neben 13mg Natrium sogar 9g Zucker enthalten.

Aber wer hat gesagt, dass Limo gesund sein muss? Moment, eine Besonderheit hat die Schweizer Limonade aufzuweisen, die der Gesundheit zuträglich ist:

LACTOSERUM

Hört sich das nicht wirklich gesund und wissenschaftlich an? Dabei handelt es sich um nichts Anderes als die im Englischen oder Französischen gebräuchliche Bezeichnung für Molke, ein sehr viel behäbigeres und langweiligeres Wort. es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass Molke gut für den Körper ist: das wässrige Nebenprodukt der Käseherstellung enthält extrem wenig Fett und Kalorien, dafür umso mehr von den wertvollen Nährstoffen aus der Milch. Es ist eine gute Quelle für die Mineralstoffe Kalzium und Kalium, die Vitamine B1, B2 und B6 und sogar für Jod.

Rivella besteht zu 35% aus Molke und enthält damit im Gegensatz zu anderen Limonaden essentielle Nährstoffe. Lediglich Personen mit Laktoseintoleranz sollten vielleicht mit etwas Vorsicht an das Getränk ran gehen, ich denke aber, da müsste man schon eine Menge davon trinken, damit es eine negative Auswirkung hat. Für Veganer ist Rivella aber natürlich gar nichts.



DAS DESIGN DER FLASCHE

wird vom Hersteller hochgelobt und in den Vordergrund gestellt. Auf der Homepage von Rivella heißt es:
"Das neue Logo basiert auf dem ikonischen Rivella-Rot. Dynamisch und optimistisch in die Zukunft gerichtet ist der nach wie vor schräg gestellte Schriftzug. Das Etikett mit dem Zusammenspiel zwischen rot und weiss ist eine mutige Neuinterpretation des Schweizer Kreuzes. Auf kreative Art im Hintergrund platziert, steht es für die Herkunft von Rivella. Die Textur der Flasche mit ihren Linien symbolisieren die Berge der Schweiz und geben der Flasche zugleich einen optimalen Griff."

Gut finde ich, dass es sich um eine Pfandflasche handelt und ich kann bestätigen, dass sie gut in der Hand liegt. Was das Logo symbolisieren soll, ist mir ehrlich gesagt so breit wie quadratisch, wenn ich es mal so flapsig ausdrücken darf. Mich spricht optisch viel mehr die schöne goldgelbe Farbe der Limo an, der Rest ist okay, haut mich jetzt aber auch nicht extrem aus dem Sessel.

Nun wisst ihr also, was drin ist und wie es aussieht, viel wichtiger ist doch aber eine ganz andere Frage, hab ich Recht?

WIE SCHMECKT`S?

 In den letzten Wochen habe ich einige Leute probieren lassen und natürlich auch selber ein paar Gläser von beiden Sorten verkostet. Und wie zu erwarten war: die Geschmäcker sind verschieden.

Zunächst ein paar Worte zu Rivella Original: ich hatte Angst, dass die Kräuterlimonade mit dem allseits bekannten "Almdudler" verglichen werden kann, dem ich jeden Hustensaft vorziehen würde. Zum Glück ist das nicht der Fall, man schmeckt zwar die Würze der Kräuter, es hat aber nicht diesen bitteren Nachgeschmack.



Des Testers Hauptaugenmerk liegt ja aber auf der Rhabarber-Variante und da bin ich doch extrem erstaunt, wie viele Tester/innen sagen, diese Rivella sei nicht süß. Ich weiß ja nicht, ob die normalerweise Zuckerwasser trinken, aber in meinem Umfeld waren sich alle einig, dass die Limo sehr süß sei. Ich persönlich trinke ja überhaupt keine süßen Limos und kann von Rivella Rhabarber höchstens ein Glas trinken, das eiskalt sein muss. Der Hersteller selber empfiehlt übrigens, Rivella vor dem Verzehr sehr gut zu kühlen.

Mal zum Vergleich: für mich sind Bionade, Schweppes Bitter Lemon oder auch Granini Die Limo wenig bis gar nicht süß, Fanta, Cola & Co. dagegen sehr süß. Einer meine Söhne meinte zu Rivella: "Die ist auf Fanta-Niveau, vielleicht sogar noch ein bisschen süßer". O-Ton meiner Freundin: "Viel zu süß". Überhaupt schmeckte kaum jemandem meiner Generation (40 - 50) Rivella besonders gut deswegen, wohingegen die Jugend (um die 20) der Limo mehr abgewinnen konnte.  

Mich persönlich hat als Rhabarber-Fan auch enttäuscht, dass ich Rhabarber nur sehr leicht und mit viel gutem Willen herausschmecken kann. Vielleicht liegt es aber auch an der Süße, dass ich den Rhabarber nicht wirklich entdecke. Was ich sagen kann ist, dass die Rhabarbervariante einen fruchtigeren Touch wie die Original-Version hat.

EMPFEHLENSWERT?

Das ist bei solchen Produkten ja immer so eine Sache: kann ich etwas empfehlen, das mir persönlich nicht so ganz schmeckt? Oder soll ich abraten, obwohl meine Leser meinen individuellen Getränkegeschmack sicher nicht alle teilen? Probieren muss eben jeder für sich, wenn er nach meinen Worten den Eindruck hat, Rivella sei interessant.



Von den Kalorien her darf man sich nicht beschweren: bei den Softdrinks hält sich Rivella im Mittelfeld, wenn man einer Kalorientabelle bei Eatsmarter Glauben schenken darf. Mit 87 kcal pro 250ml liegt Rivella unter Fanta (98), Coca Cola (105) und Schweppes Bitter Lemon (125), aber über Lift Apfelschorle (58) und Bionade (53).

Wer den Preis nicht scheut (mit ca. 1,40€ für den Liter liegt die Schweizer Limo doch eher im oberen Preissegment) und ein Süßschnabel ist, der kann durchaus mal einen Schluck wagen - gehört ihr dazu?

Liebe Grüße
Eure Kerstin


 

Donnerstag, 16. Juni 2016

AVÉNE TOLÈRANCE EXTRÊME EMULSION - FEUCHTIGKEIT FÜR´S GESICHT

Hallo ihr Lieben,

während ich in den letzten Wochen mit vitaminreichen Smoothies von innen etwas für meinen Körper getan habe, habe ich auch von außen für die Schönheit gesorgt.
Eigentlich bewerbe ich mich ja nicht mehr für Produkttests für Gesichtscremes. Ich habe ein paar Marken und Produkte, die ich mag und von denen ich weiß, dass sie mir gut tun und meinen Bedürfnissen entsprechen - warum soll ich mir dann dauernd anderes Zeug ins Gesicht schmieren. Doch dann kam von Trnd die Einladung zu einem Test, der mich doch neugierig machte, da ich mit dieser Marke früher nur gute Erfahrungen gemacht hatte:

AVÉNE




Avéne ist eine Apothekenmarke, die besonders für empfindliche Haut und Hautprobleme bestens geeignete Produkte bietet. Mein Sohn hatte in der Pubertät ziemliche Probleme mit Pickeln, die er aber mit den entsprechenden Produkten dieser Marke in den Griff bekam. Auch Sonnenschutz von Avéne habe ich in den vergangenen Jahren gekauft und war damit sehr zufrieden. Von daher bewarb ich mich entgegen meiner Vorsätze und bekam erfreulicherweise auch eine Zusage.

THERMALWASSER

bildet die Basis für die Pflegelinie für empfindliche Haut. Die Zusammensetzung aus Mineralstoffen, Spurenelementen und Kieselerde verleiht dem Thermalwasser von Avène hautberuhigende, reizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.

Neben dem Thermalwasser enthält die Tolèrance Extrême Emulsion nur 5 weitere Inhaltsstoffe, ausgesprochen wenig für eine Gesichtscreme:

Glycerin garantiert eine maximale Feuchtigkeitsversorgung 
Caprylic/Capric Triglyceride sorgt für geschmeidige Haut
Squalan spendet der Haut Feuchtigkeit 
Behenyl Alkohol wirkt geschmeidig machend, trocknet die Haut im Gegensatz zu klassischem Alkohol nicht aus und bietet kein Irritationspotential 
Sodium Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylatecrosspolymer sorgt für die angenehme Textur.

Codecheck bemängelt hier nur, dass in Caprylic Triglyceriden Palmöl enthalten sein kann (KANN, nicht MUSS) und dass Acrylates/C10-30 Acrylate Crosspolymer ein für Naturkosmetik nicht geeigneter Weichmacher und nur eingeschränkt empfehlenswert ist.



KEIMFREI

bleibt die Creme auch ohne jegliche Konservierungsstoffe durch einen ganz neuen, patentierten Verschluß.
Nur die Menge an Emulsion kommt aus der Tube, die durch den Druck an die Tubenöffnung befördert wird. Eine gesonderte Membran hält die restliche Emulsion unter Luftverschluss zurück. So wird verhindert, dass Produktreste zwischen Öffnung und Tube „steckenbleiben“ und verkeimen.



Bei der ersten Anwendung musste ich da etwas fester drücken, damit überhaupt etwas heraus kam, dann kam aber dafür gleich ein ganzer Batzen - wie bei der neu geöffneten Ketchupflasche ;-)
Nachdem sich der Verschluss aber "warmgelaufen" hatte, ging es besser, auch wenn man recht vorsichtig drücken muss, um nicht zu viel von der sehr ergiebigen Creme zu erwischen.

Etwas zwiegespalten bin ich beim

HAUTGEFÜHL

Die Emulsion hat eine sehr leichte Konsistenz, aber sie ist nicht zu flüssig. Beim Auftragen wirkt das Ganze zuerst durchaus cremig, verstreiche ich die Emulsion aber weiter, habe ich irgendwie ein "wässriges" Gefühl. Da ich eher feste Konsistenzen bevorzuge, ist das für mich schon gewöhnungsbedürftig, an heißen Sommertagen (wenn sie denn mal endlich kämen), stelle ich mir aber diese gewisse Frische, die die Creme dadurch mitbringt angenehm vor.




Ist das Ganze erst einmal eingezogen, was relativ schnell geht, fühlt sich meine Haut schön gepflegt und weich an. Einen Duft hat die Creme absolut nicht, für mich fehlt da ein wenig von dem, was ich für ein Wellnessgefühl brauche, aber besser kein Duft als ein schlechter. Und Parfümfreiheit ist für empfindliche Haut ja das Beste.

WIRKUNG

Ganz klar sei gesagt: es handelt sich hier um eine Feuchtigkeitspflege. Avéne verspricht weder, dass Falten verschwinden, noch dass man nach einer Woche 10 Jahre jünger aussieht. Darauf würde ich aber auch nicht viel geben, denn das haben schon viele Hersteller versprochen und keiner konnte es wirklich halten. Wir werden eben alle älter, was machen da ein paar Fältchen.

Dass mein Gesicht mit der Emulsion tatsächlich Feuchtigkeit erhält, konnte ich im Griechenlandurlaub feststellen, wo nach den heißen Sonnentagen meine Haut danach wirklich gelechzt hat. Schade ist nur ein wenig, dass die Creme keinen Lichtschutzfaktor enthält, aber dafür habe ich dann einfach Sonnencreme verwendet.

Ich habe nun keine sehr empfindliche Haut, aber eine Freundin, die kaum eine Creme verträgt, zeigte sich nach der Verwendung der Probe, die ich ihr gegeben hatte begeistert.



FAZIT

Ich bin nicht im 7. Himmel und habe das Non-Plus-Ultra entdeckt, was aber sicher auch daran liegt, dass meine Bedürfnisse an eine Creme etwas anders gelagert sind, was Konsistenz und Duft betreffen. Ich kann die Avéne Tolèrance Emulsion aber guten Gewissens weiterempfehlen - wäre das was für euch?

Liebe Grüße
Eure Kerstin

Dienstag, 14. Juni 2016

RUSSELL HOBBS PERFORMANCE PRO STANDMIXER - SMOOTHIES & MEHR

So, ihr Lieben,

auch beim Hochleistungsstandmixer von Russell Hobbs geht das Projekt bei den Leckerscouts und die heiße Endphase. Bisher hatte ich euch diesen ja nur vorgestellt und ein wenig über meine ersten Erfahrungen und die Pürierfunktion berichtet (wer das nachlesen möchte, der klicke bitte HIER).

"Cranberry-Tonka-Smoothie": Rezept HIER


Natürlich habe ich in den letzten Wochen noch eine ganze Menge mehr damit zubereitet und es wird höchste Zeit, euch auch mit den anderen Funktionen vertraut zu machen. Kommen wir also zunächst zum Thema

GRÜNE SMOOTHIES

Wie bei jedem der Automatik-Programme gilt: nach dem Bedienen der Powertaste ERST die Auto-Taste und dann die Programm-Taste drücken. In diesem speziellen Fall die mit der Nummer 2, auf der ein Glas mit grünem Inhalt abgebildet ist (der einzige kleine Farbklecks im schwarz-silbernen Outfit).

Wildkräuter-Smoothie: Rezept HIER




Ich werde nie ein großer Fan der grünen Smoothies werden, aber tut man nicht alles für einen Test. Der Grüne mit Wildkräutern, Trauben, Apfelsaft und Blattspinat war dann aber gar nicht mal so schlecht (wenn man von dem "Gerade von Rasenmäher ausgekratzt"-Nachgeschmack absieht, den für mich alle Green Smoothies haben).
Was mich positiv erstaunt hat: ich hatte so meine Zweifel, dass die Schale von den Trauben wirklich fein püriert würde. Ich habe schon Smoothies mit Trauben gehabt, wo die Schale wirklich unangenehm zu bemerken war und zwischen den Zähnen hängen blieb. Das war hier absolut nicht der Fall. 

Smoothie "Don Broccoli": Rezept HIER


Auch bei einem Smoothie mit grünem Spargel und Apfel blieben keine Fasern zurück, mit dem „Green-Smoothie-Programm“ schafft es der Russel Hobbs bestens, aus solchen Zutaten einen cremigen und homogenen Smoothie zu zaubern. Speziell bei grünen Smoothies sind mindestens 25000 Umdrehungen nötig, um die Zellstruktur von Blattgemüse, Salaten und Kräutern aufzubrechen und das Chlorophyll freizusetzen, damit der Körper es aufnehmen kann. Der Performance Pro erreicht 27600 Umdrehungen und erfüllt diese Voraussetzung somit.


OBST-SMOOTHIES

Ich finde es ja erstaunlich, wie man auch sich selber bei solchen Produkttests manchmal weiterentwickelt. Ich bin keine große Obstesserin und mit Smoothies hatte ich bisher gar nichts am Hut - mittlerweile liebe ich diese fruchtig-cremigen Getränke, ich habe in den letzten Wochen vermutlich mehr Vitamine zu mir genommen als in all den Jahren zuvor ;-)

"MelonBerry": Rezept HIER


Erd-, Heidel-, Him- und Brombeeren, Papaya, Mango, Nektarinen, Maracuja, Apfel, Birne, Nashi und mehr kamen in unterschiedlichen Kombinationen mit Kokosmilch, Orangensaft, Wasser, Buttermilch, Joghurt, Sirup und/oder Agavendicksaft in den Mixer. Auch vor Drachenfrucht, Cranberry und Goji-Beeren machte ich nicht Halt. Zuletzt traute ich mich sogar an die von mir bisher etwas belächelten Chia-Samen (kann man haben, muss man nicht, aber sie tun auch nicht weh).

Drachenfrucht für den Mixer ;-)


Das Smoothieprogramm auf Taste 5 püriert die Zutaten in Intervallen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und wird sogar mit einem großen Anteil von gefrorenen Fruchtstücken fertig.

"Dragons & Stars": Rezept HIER

 

Egal, was ich kombiniere, das Ergebnis ist jedesmal ein geschmacklich intensiver, cremiger und leckerer Smoothie. Und wem das nun zu ausschließlich gesund ist: in meinen "Blue Moon" kommt Blue Curacao, beim "Strawberry Sprizz" werden 100g Erdbeeren mit 4cl Martini Rosé püriert, in größere Weingläser gegossen und mit kaltem Rosé-Secco aufgefüllt.

"Blue Moon": Rezept HIER
"Strawberry Sprizz": Rezept HIER


SUPPEN

Bisher erschloss sich mir der Sinn vom Pürieren von Cremesuppen im Mixer nie so ganz. Wozu soll man "im Topf kochen, umfüllen, zurückfüllen"? Aber wer ein genauer Tester sein will, muss auch da durch. Ich habe also alles, was der Kühlschrank an Gemüse hergab in einen Topf geschnibbelt (Karotten, Paprika, Tomaten, Stangensellerie), Brühe dazu gegeben, das ganze 30 Minuten lang gekocht und in den Mixer umgefüllt. Nicht ohne zuvor das Ganze etwas abkühlen zu lassen, da man in den Behälter nichts mit mehr als 40 Grad Celsius einfüllen soll.


Das gekochte Gemüse mit Brühe im Mixer...

Ich hatte keine Zweifel, dass die Zutaten mit dem Suppenprogramm (Taste1) perfekt gemixt würden, dennoch hatte ich immer im Hinterkopf, dass ich mit dem Stabmixer direkt im Topf eine ebenso gute Konsistenz ohne das Umfüllen hinbekommen würde.
Das Ergebnis hat mich extrem überrascht und mich meine Meinung ändern lassen. So eine cremige und schmackhafte Suppe habe ich mit dem Stabmixer im Topf noch nie hinbekommen. Ab sofort werde ich also umfüllen, es lohnt sich :-)

...püriert zurück in den Topf, Fleischbällchen rein und erwärmen - lecker :-)


TROCKENE ZUTATEN

kann man natürlich auch mit dem Russell Hobbs Performance Pro mahlen, nämlich mit dem automatischen Programm auf der Taste 4. Hierzu möchte ich mich nicht ausschweifend auslassen, Bergkäse wurde perfekt "geraspelt", Nüsse fein gemahlen und alte Brötchen zu Semmelbröseln zerschreddert. Laut Mittesterinnen kann man mit diesem Programm sogar Erdnussbutter herstellen und Getreide zu Mehl / Zucker zu Puderzucker verarbeiten.

Kääääse :-)


Soviel zu den Programmen, wer diese nicht immer nutzen mag, der kann den Performance Pro auch ganz "normal" einsetzen:

MANUELLES MIXEN & IMPULSTASTE

Drückt man vor der Anwahl einer Taste nicht auf "Auto", verwendet man damit ganz einfach die jeweilige Geschwindigkeitsstufe von 1 bis 5. Während der Mixer läuft, kann man auch frei zwischen den verschiedenen Stufen hin und her schalten.
Ehrlich gesagt habe ich nur einmal eine leckere Salatsoße manuell gemixt, wozu auch manuell mixen, wenn die Automatikprogramme alles abdecken und so hervorragende Ergebnisse liefern?

Die Impuls-Taste liegt links oben am Display und eignet sich bestens für Crushed Ice (wobei es meiner Ansicht nach nie wirklich Crushed Ice, sondern groben Schneematsch ergibt, egal mit welchem Mixer ich das schon gemacht habe) und zum Zerkleinern von Kräutern.

DIE REINIGUNG

Im Normalfall spüle ich Behälter und Deckel sofort nach Gebrauch unter heißem Wasser ab, so wird er schnell blitzsauber. Bei hartnäckigeren Resten und festeren Zutaten als bei Smoothies kommt die bewährte "Wasser & Spüli mixen"-Methode zum Einsatz. Theoretisch könnte man den Behälter auch in die Spülmaschine geben, Russell Hobbs schreibt, dass die Teile außer dem Motorblock spülmaschinenfest sind.

Da wird´s eng!




Allerdings lässt sich das Messer nicht entnehmen, so dass die Gefahr besteht, dass es in der Spülmaschine stumpf wird. Außerdem ist der Behälter zu hoch, dass er nur mit Müh und Not in den unteren Korb passt und das auch nur dann, wenn ich den oberen hochstelle. Dementsprechend passt viel weniger Geschirr in die Maschine, was mir aus Gründen der Umweltfreundlichkeit nicht sehr behagt. 
Bei einem solchen Spülmschinendurchgang ist mir auch aufgefallen, dass unterhalb des hohlen Griffs ein kleines Loch ist: durch dieses lief Schmutzwasser in den Griff, das nach dem Trocknen Flecken von Speiseresten zurück ließ. Sieht nicht so ganz schön aus ;-)  Empfohlen ist also Handwäsche, die aber unproblematisch ist, auch weil sich unter dem Messer nichts verklemmt oder kleben bleibt.

Dreck im Griff nach Spülmaschinengang


Zu guter letzt:

MÄNGEL & SICHERHEIT

Im Großen und Ganzen bin ich vom Russell Hobbs Performance Pro begeistert, allerdings habe ich deswegen keine rosarote Brille auf und sehe durchaus auch Nachteile.

Zum einen ist der Mixer ziemlich laut. Mich persönlich stört das nicht, man hat ihn ja nicht stundenlang in Betrieb und nachts, wenn alles schläft, mixe ich normalerweise nichts. Lärmempfindliche Menschen dürften damit vielleicht ein Problem haben, das dann aber bei fast allen Mixern besteht.

Mein erstes Testgerät zeigte nach kurzer Zeit leider den Macken, dass die Dichtung im Boden des Behälters nicht das war, was der Name besagt, nämlich dicht. Nach jedem Smoothie hatte ich etwas Gesabber unter dem Behälterboden und auf dem Motorblock wegzuwischen. Zwar nicht viel, aber das darf trotzdem nicht sein. Zum Glück reagierte der Support schnell und schickte mir ein Ersatzgerät, bei dem dieses Problem bisher nicht aufgetreten ist.  

Dichtung undicht, Gesabber am Behälterboden


und Gesabber auf dem Motorblock beim ersten Gerät


Mit der Sicherheit des Geräts bin ich zufrieden. Es hat einen festen Stand, so dass ich es im Betrieb nicht festhalten muss. Lediglich beim Mixen von gefrorenen Früchten mit Joghurt zu Eis fing der Performance Pro an zu wandern und wäre mir fast in das Spülbecken gehüpft. Hier muss so viel Power aufgebracht werden, dass man das Gerät doch besser festhält. 

Mixer hüpfte, aber das Eis war lecker

Sitzt der Behälter nicht auf dem Motorblock, geht der Mixer auch nicht anzuschalten. Der Deckel muss dagegen nicht aufgesetzt sein, damit gemixt werden kann. Ich denke aber nicht, dass jemand in diesen hohen Behälter von oben bei laufendem Messer hineingreift, kleine Kinder kommen da sowieso nicht ran (und sollten auch nicht alleine mit Geräten dieser Art gelassen werden).

FAZIT

Der Russell Hobbs Performance Pro hat seinen Platz in meiner Küche gefunden und mich überzeugt. Ob ich den hohen Preis von 199,99 Euro UVP (169,99 Euro im Netz) für gerechtfertigt halte? Es ist schon viel Geld, aber wenn ich mir ansehe, was andere Hochleistungsmixer kosten (ab 300 Euro aufwärts), mit denen der Russell Hobbs durchaus mithalten kann, dann ja. 

Erdbeer-Rhabarber-Smoothie


Wer auf eine hohe Leistung bei einem Standmixer Wert legt, diesen auch wirklich viel nutzt und sich mit Automatikprogrammen den Weg zum perfekten Ergebnis einfacher machen möchte, dem kann ich den RH Perfomance Pro empfehlen in der Hoffnung, dass er kein Montagsgerät wie mein erstes erwischt.

Liebe Grüße
Eure Kerstin