Montag, 25. April 2016

LANDROID WG790E.1 VON WORX - TUT ER, WAS ICH VON IHM WILL?

Hallo ihr Lieben,

das Wetter ist derzeit ja wirklich kontraproduktiv, was einen Mähroboter-Test betrifft. Allerdings konnte ich zum Glück ja bereits das Eine oder Andere ausprobieren und erzähle euch heute wie versprochen, was man tun muss, damit das E-Schaf brav befolgt, was man sich von ihm wünscht.

Nachdem die ganzen Vorarbeiten und der Testlauf erledigt sind (HIER könnt ihr darüber lesen, falls ihr es noch nicht getan habt), braucht der arbeitsame Gartenhelfer eine

PROGAMMIERUNG

Dafür öffnet man die Klappe über dem gut ablesbaren Display und drückt möglichst gezielt auf den diversen Tasten herum, die schnell auf leichten Druck reagieren. Rechts im Display sieht man die Symbole für "Einstellungen", "Uhrzeit" und die "Verschlüsselung", mit der OK-Taste und den Pfeiltasten wählt man diese an. Dabei muss man fix sein, denn drückt man OK (das Einstellungssymbol ist dann schwarz hinterlegt) und wartet einen Tick zu lange, springt das Ganze wieder zurück.

Display Startseite






In den Grundeinstellungen wählt man die Sprache, das Zeitformat (24h / 12h), das Datumsformat und stellt die genaue Uhrzeit und das Datum ein. Die Programmieranleitung ist zwar ausführlich und exakt, ich empfand sie allerdings als etwas unübersichtlich. Da eine intuitive Vorgehensweise im Grunde genommen aber kein Problem darstellt, musste ich mich da nicht unbedingt Wort für Wort durchwurschteln.

Grundeinstellungen

Wählt man auf der Startseite im Display das Uhrensymbol an, kann man weitere Einstellungen vornehmen. Zunächst hat man die Möglichkeit, die automatische Mähzeit zu wählen. In dieser wählt man die Rasengröße in Quadratmeter an, wobei 100 Quadratmeter das Minimum und 1000 Quadratmeter das Maximum sind (wobei diese Variante des Landroid für 800qm Maximum ausgelegt ist, warum dann 1000 möglich ist... keine Ahnung). 
Für die gewählte Rasengröße sind automatisch Mähzeiten programmiert, die man aber auch manuell verändern kann. Je nach Quadratmeterzahl beträgt die Gesamtmähzeit 3 - 27 Stunden, die auf 2 - 5 Wochentage aufgeteilt sind. 

Mähzeiten wählen und/oder einstellen


Da ich für den Anfang den Landroid nur manuell starten wollte, habe ich alle Mähzeiten auf null gesetzt. Die benötigten Gesamtstunden fährt der Mähroboter nach dem Start dann am Stück ab (soweit der Akku reicht). Beim Unterpunkt "individuelle Mähzeit" geht es nicht um die Rasengröße, sondern man kann ganz individuell einstellen, an welchen Tagen der Landroid wann und wie lange mähen soll. Bei meinem kleinen Rasenstück ist es nicht nötig, aber hat man einen großen Rasen mit mehreren Bereichen ist es sinnvoll, diesen für den Landroid in verschiedene Bereiche einzuteilen. Bis zu vier Bereiche kann man einstellen, indem man verschiedene Startpunkte programmiert. Diese Einstellungen verhindern, dass der Landroid die weiter entfernten Bereiche seltener mäht als die näher an der Ladestation liegenden. 



Unter dem letzten Symbol kann man nun noch den PIN-Code verändern und die für die Lautstärke des Alarms eine von zwei Stufen wählen. Dieser Alarm meldet sich, wenn der Landroid ein Problem hat oder sich aus dem Mähbereich entfernt, was auch als Diebstahlsicherung dienen soll - dazu ein andermal mehr.

PIN-Code ändern


Soweit die Einstellungen nun abgeschlossen sind, kann der Mähroboter seine Arbeit unverdrossen aufnehmen. 

LOSGEMÄHT

Zunächst ließ ich den Roboter wie bereits berichtet auf höchster Schnittstufe (6cm) seine Runden drehen, ist das Gras bereits hochgewachsen, soll man sich der gewünschten Endhöhe stufenweise annähern. Er fährt im Zickzack über die Wiese, was erst einmal ziemlich unkoordiniert erscheint, letztendlich aber zu einem ansehnlichen und gleichmäßigen Ergebnis führt.


Zwei Tage später stellte ich drei Zentimeter ein, was über ein Rad oben unter der Abdeckung sehr einfach zu präzise zu bewerkstelligen ist, am nächsten Tag ließ ich in erneut mit der niedrigsten Stufe 2 laufen.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und der Landi hat sich auf unserer Buckelpiste gut angestellt. Besonders beeindruckt bin ich darüber, wie gut er mit Löwenzahn fertig wird. Davon haben wir hier in der Pampa Unmengen, oberhalb unseres Gartens ist eine große Wiese, die der Bauer erst mäht, wenn der Löwenzahn bereits fliegt, so dass wir ihn nie ganz weg bekommen werden. Natürlich ist der Mähroboter nicht in der Lage, selbigen auszustechen. Aber bisher hat es noch kein Rasenmäher geschafft, die Blätter dermaßen abzuschreddern wie der Landroid - Löwenzahn legt sich bekanntlich flach, wenn man mit dem Mäher darüber geht und steht hinterher wieder auf, aber so flach, wie der Mähroboter mäht, kann sich nicht mal der Löwenzahn hinlegen :-)

Löwenzahn geschreddert :-)



Hat schon was, wenn man gemütlich auf der Terrasse lesen kann, während andere die Arbeit für einen übernehmen ;-) Vor allem da er wirklich extrem leise läuft (63db, vergleichbar mit einer Nähmaschine) und dadurch überhaupt nicht unangenehm auffällt oder stört ist es kein Problem, ihn öfter laufen zu lassen, denn man braucht etwas

GEDULD

In einem Kommentar zum vorigen Blogpost kam die Frage auf, ob es nicht viel schneller geht, wenn man mit einem ganz normalen Mäher mäht. Ja sicher, das tut es, man muss aber selber Hand anlegen und macht das auch nicht mehrfach die Woche, sondern erst dann wieder, wenn das Gras wieder hoch nachgewachsen ist. Die Systeme eines Rasenmähers und eines Mähroboters sind völlig unterschiedlich, da muss man etwas umdenken:

Der Mähroboter hält das Gras kontinuierlich auf einer bestimmten Höhe und lässt es gar nicht erst richtig hoch werden. Deswegen ist es auch nicht nötig, den Grasschnitt aufzufangen oder zusammen zu rechen und zu entsorgen, man kann ihn getrost einfach liegen lassen und dadurch den Rasen gleichzeitig mulchen und düngen. 

Grasschnitt - klein genug zum Liegenlassen und Mulchen


Bei sehr großen Gärten teilt man die Fläche in der Programmierung in bis zu vier verschiedene Mähbereiche, die dann zu unterschiedlichen Zeiten abgearbeitet werden. So wird verhindert, dass der Landroid nahe der Ladestation öfter und intensiver mäht als an weiter weg gelegenen Stellen.

Der Stromverbrauch kann vernachlässigt werden: auch wenn im Begrenzungsdraht kontinuierlich minimal Strom läuft, die Ladestation stets an der Steckdose hängen muss und der Akku regelmäßig aufgeladen wird, betragen die Kosten je nach Rasengröße und Beschaffenheit des Geländes nur 10 - 30 Euro im Jahr. Ein Elektro- oder Akkumäher braucht ja ebenfalls Strom, ein Benzinmäher Benzin und dieser ist dazu noch weniger umweltfreundlich durch die Emissionen. 

In diesem Zusammenhang noch schnell etwas zur

AKKULEISTUNG

Laut Herstellerangaben hat der Akku (28V Max / 2.0 Ah Li-Ion) eine Kapazität von 1 Stunde Betriebsdauer und muss danach 1,5 Stunden lang aufgeladen werden. 
Nachdem der Landroid in meinem Garten allerdings 3 Stunden lang seine Bahnen gezogen hatte, zeigte die Ladeanzeige immer noch 40% an. Bei einer Mittesterin war der Ladestand nach 1,5 Stunden auf 40% gesunken, auch hier war der Akku nach einer Stunde noch nicht leer. 
Worx erklärte uns dazu, dass der Verbrauch variieren würde, je nachdem wie schwer der Landroid zu arbeiten hätte: mäht er eine Ebene mit nicht allzu hohem Gras, verbraucht er weniger, muss er viele Steigungen bewältigen und sich durch hohes Gras kämpfen, geht im der Saft schneller aus.

Für mich stellt sich das so dar, dass es sich bei der angegebenen Stunde um die minimale Dauer bei höchsten Ansprüchen beim Mähen handelt - da kann man nicht meckern.
Der Akku hat übrigens keinen Memoryeffekt und soll unter normalen Bedingungen 1-3 Jahre halten. 
Nehmen wir einmal an, dass er bei durchschnittlicher Beanspruchung 2 Jahre hält, dann finde ich das schon etwas kurz - um mich über die Folgekosten zu informieren, habe ich im Netz nach einem ersatzakku gesucht und leider keinen gefunden. Zumindest nicht für den Landroid, den ich teste, aber für eine andere Version entdeckte ich einen bei OBI und der kostet knapp 100 Euro - ein Hammerpreis.

Momentan bin ich sowieso etwas skeptisch, wie lange der Akku meines Geräts überhaupt hält.
Nachdem der Landroid nach dreimaligem Gebrauch in 14 Tagen über Nacht in der Ladestation stand, zeigte die Akkuanzeige 97% an. Wieso wird er nicht bis 100% aufgeladen? Ich nahm in dann für eine halbe Stunde aus der Ladestation heraus, danach war der Akkustand auf 94% gesunken. entlädt er sich tatsächlich so schnell, auch wenn er gar nicht aktiv genutzt wird? 
Zwei Tage später in der Ladestation zeigte das Display 96% an. 100 scheint er nicht zu erreichen und zumindest nicht halten zu können. das Licht leuchtet auch nur manchmal grün (voll) und dann schnell wieder rot (lädt). 
Ich habe das im Forum gepostet und bekam vom Support-Team die Antwort, dass Worx dieses Problem gerade prüft. Wenn ich mehr dazu weiß, gebe ich es natürlich an euch weiter. 

 
Katze skeptisch, aber nicht ängstlich - der Landroid macht kaum Krach


Soviel für heute, nächste Woche erzähle ich weiter (ich will euch ja nicht überstrapazieren). Wenn ihr Fragen habt, stellt sie mir bitte, ich werde gerne versuchen, alles zu beantworten.

Liebe Grüße
Eure Kerstin