Dienstag, 21. Juli 2015

LADESTATION FÜR DIE GANZE FAMILIE - INATECK UC4003B

Hallo ihr Lieben,

die Firma Inateck / F&M TECHNOLOGY GmbH hat mir wieder einmal eines ihrer Produkte zum Testen und Bewerten überlassen, das ich euch jetzt gerne vorstellen möchte. Für alle die, die noch nie etwas von Inateck gehört haben: die Firma stellt kleines aber feines Technikzubehör im Bereich PC und Multimedia her wie zum Beispiel Bluetooth-Lautsprecher, USB-Hubs oder Tastaturen.

Bereits in der Vergangenheit hatte ich das Vergnügen einen Lautsprecher, einen USB-Hub und eine Bluetooth-Tastatur auszuprobieren - "Vergnügen" deswegen, weil ich jedes Mal positiv überrascht war. Natürlich war ich gespannt, ob es auch diesmal nichts zu meckern geben würde, wenn ich das nächste Produkt unter die Lupe nehmen würde, die

INATECK 36W VIERFACH USB-LADESTATION




Was war ich auf der Suche nach einer Handy-Ladestation. Auf der das Gerät gut aufgehoben ist und schnell geladen wird. Irgendwann habe ich mir dann eine Docking-Station zugelegt, für viel Geld. Hat so seine Vorteile (Lautsprecher), aber eigentlich hätte mir dieses kleine Gerät von Inateck völlig ausgereicht.

Nun ja, ich bin ja nicht die Einzige im Haushalt und so findet es trotzdem seine Verwendung - nicht umsonst nennt die Firma es auch "Family-Sized". Mit 4 USB-Anschlüssen hat es in der Tat "Familiengröße", dabei sind diese Anschlüsse so weit voneinander untergebracht, dass sich kein Stecker in die Quere kommt: an dem quadratischen, flachen und leichten Kästchen (95x95x18mm) befinden sich drei davon vorne, einer nach hinten raus neben der Buchse für das mitgelieferte Netzkabel.




Dieses wird mit der Ladenstation einerseits und einer beliebigen Steckdose andererseits verbunden, eine weiße Kontroll-Lampe leuchtet auf der Rückseite und schon kann man anschließen, was das Herz begehrt. Ob Smartphone, Tablet, Kamera, E-Reader... alles, was ein Ladekabel mit USB-Stecker hat, kann dran.

KEIN HEXENWERK


ist das Ganze, weswegen die beiliegende Bedienungunsanleitung weder sehr lang, noch nötig ist. Etwas mehr wollte ich euch natürlich schon zu erzählen haben und so habe ich diverse Geräte damit aufgeladen und mir das mal genauer angesehen.




Zunächst kam mein Smartphone dran, das bei 14% Akku eine Warnung auspricht und von da ab bei direkter Verbindung mit einer Steckdose oder auf der Dockingstation ca. 2 Stunden benötigt, um wieder volle Power zu haben. Auch an der UC4003B (so die Artikelnummer) braucht es nicht länger, wenn es als einziges Gerät geladen wird. Doch wie ist das, wenn man andere ebenfalls und zur gleichen Zeit aufladen will?

Auch diese Frage wollte ich natürlich beantworten können und hängte meinen Kindle und meine Kamera beim nächsten "Der Akku ist fast leer" meines Handys mit dran. Auch hier konnte ich nicht feststellen, dass sich die Leistung irgendwie verteilt und es deswegen langsamer geht: nach 2 Stunden war der Handyakku wieder voll.

So rein als Ladestation tut die UC4003B ihre Dienste also zur vollsten Zufriedenheit, doch sie hat auch noch eine

BESONDERHEIT

Ich sprach ja vorhin davon, dass ich nach einer Lösung suchte das Handy aufzuladen, ohne dass es dabei irgendwo lose in der Gegend herum liegen würde. Natürlich kann man so ein Gerät auch einfach mit einem entspechenden Stecker und dem USB-Kabel mit einer Steckdose verbinden und es auf Tisch, Regal, Sideboard oder Schreibtisch legen. Zu nah an der Kante, eine unbedachte Bewegung, man nimmt irgendetwas daneben Liegendes auf und schon ist das Smartphone vom Tisch gewischt, auf den Boden geknallt und mit etwas Pech reparaturbedürftig. Die diversen Handyhalter, die wir im Laufe der Jahre hatten kann ich schon nicht mehr zählen: irgendwie waren die zwar immer schick oder witzig, aber nie so wirklich funktional. 

Das Gerät hat an der Oberseite einen Einschub (15 mm Dicke) und eine separate Standhalterung mit 7mm Dicke, die man dort einschieben kann. Das gewährt ein sicheres Abladen von Mobilgeräten. 




Ohne Standhalterung kann ich mein Smartphone locker in diesen Einschub stellen, es liegt dann leicht schräg nach hinten, aber sehr sicher drin. In dieser Stellung kann ich es auch gut ablesen, wenn es sich unterhalb Augenhöhe befindet. Mit der Halterung steckt es richtig fest drin, also noch sicherer, aber extrem senkrecht - zum Draufgucken ist das nicht ganz so ideal. 

Für einen weiteren Versuch lieh ich mir das Tablet meines Sohnes aus, das in den Einschub ohne Halterung perfekt passt. Natürlich lässt sich ein aufgestelltes Tablet nicht so gut bedienen, aber wenn man sich zum Beispiel einen Film anschauen und dabei das Tablet laden möchte, ist das eine sehr bequeme und praktische Möglichkeit. Eine weitere Idee die mir kam war die, das Tablet aufgestellt zu laden und gleichzeitig mit einer Bluetooth-Tastatur zu nutzen. Deren Akku war zu diesem Moment auch gerade leer, so dass ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte - zwei Geräte laden und gleichzeitig zu bedienen. Es klappte ganz hervorragend.




EINFACH ABER OHO

ist dieses kleine Kästchen von Inateck - manchmal sind es ja gerade die einfachen Dinge, die einem großen Nutzen bringen oder das Leben leichter machen. Platzsparend und stabil bietet diese Ladestation einen aufgeräumten Ort, um diverse Geräte mit 36W schnell zu laden. Und durch die geringe Größe und das niedrige Gewicht ist sie zudem problemlos mobil anzuwenden (zum Beispiel mit in den Urlaub zu nehmen). Selbst meinen Kindle könnte ich gut darin aufstellen, wenn er nicht in einer festen Hülle wäre und dadurch leider zu dick ist für die Einschubleiste. Aber nicht jeder hat seinen E-Reader in einer solchen Hülle - ob und für was man die Ladestation verwenden könnte, muss jeder für sich selber entscheiden. 



Wer "Ja, das ist was für mich" entscheidet, findet dieses Produkt (wie alle Inateck-Produkte, die ausschließlich dort vertrieben werden) bei Amazon für den kleinen Preis von 17,99 Euro. Ich finde wieder einmal nichts zu meckern (und ihr wisst, ich suche gerne *g*) und empfehle euch die UC4003B gerne mit 5 Sternen weiter - wieder einmal hat mich Inateck positiv überrascht.

Liebe Grüße
Eure Kerstin  




Sonntag, 19. Juli 2015

TRAUMHOTEL AUF KOS - ASTIR ODYSSEUS TEIL 2


Hallo ihr Lieben,

wer A sagt, muss auch B sagen. Ich weiß nicht so wirklich, ob euch der erste Teil über unser Traumhotel auf Kos gefallen hat, weil es leider keine Kommentare dazu gibt. Da ich den doch sehr langen Bericht aber gesplittet hatte, will ich diejenigen unter euch, die auch den Rest erfahren wollen nicht im Regen stehen lassen. Wer Teil 1 noch nicht kennt und alles wissen darüber wissen möchte, wie wunderbar wir auf Kos untergebracht waren, findet diesen HIER.

Cocktailstunde


Nachdem ich dort am Ende den Service und die Sauberkeit gelobt hatte, komme ich nun zum


==ANIMATIONSTEAM==


Ich brauche ja nicht unbedingt Animation im Urlaub, aber uninteressant sind solche Angebote nicht, wenn sie einem nicht aufgezwungen und aufdringlich vermittelt werden. Freundlichkeit war bei diesem Team gegeben, Aufdringlichkeit dagegen überhaupt nicht. Im Angebot waren Bogenschießen, Yoga, Zumba, Tischtennis, Aquadance, Aquagym, Darts und wenn ich mich recht erinnere Shuffleboard. Alle Angeboten mit den Terminen, wann sie stattfinden würden fand man auf Informationstafeln an der Sirens-Bar und beim Miniclub, genau wie das Abendprogramm, zu dem ich später noch komme. Wenn überhaupt, dann lief der zuständige Animateur kurz einmal in der Gegend herum, wünschte freundlich lächelnd einen schönen Tag, fragte ob es gut gehe und ob man Lust auf „…“ habe. Hatte man nicht – auch gut, da wurde nicht gebettelt oder der Versuch gemacht, Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ich konnte mich ja so gut wie nicht aufraffen, schaffte es aber am vorletzten Tag, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und mich zur Poollandschaft zu begeben, wo Aquadance angesagt war. Hab ich mich vielleicht geärgert: es hat sooo viel Spaß gemacht und ich hätte ruhig öfter den Hintern hoch bekommen sollen. Die 30 Minuten Tanzen im Wasser leitete ein junger Mann an, der definitiv eine Tanzausbildung hatte und das Ganze mit so viel Schwung und Freude präsentierte, dass man da wirklich nicht widerstehen konnte. Beim ersten Teil tanzte er am Beckenrand in einer Banana-Verkleidung vor – mich hätte der Hitzschlag getroffen. Dann entledigte er sich des Schaumstoff-Ganzkörperkostüms, machte noch eine Weile am Rand weiter und sprang dann zu unserer reinen Frauentruppe ins Wasser. Einer etwas älteren Britin neben mir, die bei jedem Hüftschwung von ihm jodelte als wäre sie bei einem Chippendales-Event hätte ich gerne gesagt, dass bei diesem jungen Mann alle Liebesmühe verloren war… ihr versteht, was ich meine? ;-) Auf das abschließende Ringelpietz mit Anfassen hätte ich zwar verzichten können, aber Alles in Allem war es eine tolle Sache.

Aquadance


Auch das jeweilige Abendprogramm, das die Animateure auf die Beine stellten war nicht von schlechten Eltern, soweit ich es sehen konnte. Und genau da lag das Problem, kaum jemand konnte es nämlich wirklich sehen.

Hier kann man den Tag gut ausklingen lassen



In Ermangelung einer Arena fand das Programm (mal ein Latin-Abend, an dem die Animateure eine tolle Choreographie in sehenswerten Kostümen zeigten, mal ein spannendes Musikquiz und vieles mehr) in der Sirens-Bar statt. Da dort für eine Tanzfläche Platz frei gemacht wurde, gab es drinnen relativ wenig Sitzplätze, von draußen auf der Terrasse bekam man aber kaum was mit, da bis auf die äußerste Flügeltür alle geschlossen blieben. Ich fand das etwas schade, nicht weil ich zwingend auf ein Unterhaltungsprogramm angewiesen gewesen wäre, sondern weil so die Bemühungen des Teams auch nicht entsprechend und nur von einem kleinen Urlauberkreis gewürdigt werden konnten. 

BBQ Night in der Argos-Taverne


Zweimal im Monat gibt es eine ganz besondere Veranstaltung und wir hatten Glück, dass dies gerade in die Woche unseres Aufenthalts fiel. Wir überlegten eine Weile, ob wir an der „Mediterranean BBQ Night“ in der Argo-Taverne teilnehmen sollten, da sie 20 Euro pro Person kostete und wir als AI-Gäste das Abendessen im Restaurant ja gratis hätten. Da neben dem Büffet aber auch griechische Live-Musik und Folkloretanz geboten war, was ich sehr mag, entschieden wir uns dafür und haben es nicht bereut. Empfangen wurde jeder Gast von den sehr netten Tänzer(innen – einem jungen Mann und zwei hübschen Mädels) mit einem Ouzo, bevor der Restaurantchef an den jeweiligen Tisch führte. Das Büffet war traumhaft schön aufgebaut und bot leckere Grillspeisen, Salate, Obst, Brot… unwiderstehlich. Unser Tisch war leider ziemlich außen mit schlechter Sicht auf die Tanzfläche, aber die Musik war natürlich trotzdem zu vernehmen. Was mich ein wenig ärgerte war, dass viele mit einem Platz direkt an der Tanzfläche und der Musik sofort nach dem Essen wieder gingen, während wir bei ein oder zwei Gläsern Wein den ganzen Abend dort verbrachten. Das kann der Veranstalter ja aber vorher nicht wissen und wir wurden trotzdem mit ins Geschehen gezogen. Ich liebe es, Sirtaki zu tanzen…;-)

Sirtaki - Hoppa!


Zurück zum Problem mit dem Abendprogramm und der fehlenden Arena: das wird sich wohl in Zukunft wohl ändern: bei einem Spaziergang rund um das Hotel sahen wir, dass sich neue Gebäude für weitere Zimmer und eine große Arena relativ fortgeschritten im Bau befinden. Und im Gegensatz zu anderen Hotels mit Baustellen sah man auch Arbeiter, die dort herum werkelten. 

Sieht das nicht lecker aus? :-)


Apropos Spaziergang – ein solcher führt bekanntlich in die

==UMGEBUNG DES HOTELS==


die in direkter Nähe nicht viel bietet. Die Straße rauf und runter ist nichts Spannendes zu sehen, der Blick geradeaus führt auf eine zugegebenermaßen schöne Berglandschaft in der Ferne. Was auffällt sind die vielen Radfahrer: man kann sich problemlos Fahrräder mieten, was etliche Touristen in Anspruch nehmen, um die Gegend zu erkunden. Mein Mann überlegte sich das auch, aber der Plan wurde von Tag zu Tag verschoben bis er sich am Ende des Urlaubs erledigt hatte. So kann ich euch noch nicht einmal vom Hörensagen berichtet, ob es sich lohnt. Ich denke aber schon, genauso wie das Anmieten eines Autos für weiter weg liegende Ausflugsziele, von denen die drittgrößte Insel des Dodekanes doch einige zu bieten hat. Die von Tingaki aus am nächsten gelegenen möchte ich nennen: der Asklepion – die mit Abstand bedeutendste antike Stätte der Insel – liegt lediglich 5km entfernt, der Alykes-Salzsee mit seiner Flamingo-Population ebenfalls ca. 5km und die gleiche Strecke muss man überwinden, um die wirklich schöne Hauptstadt der Insel zu besichtigen. Kos-Stadt ließen wir uns nicht entgehen und dieser Ausflug ist in der Tat einen separaten Bericht wert, da müsst ihr euch gedulden.




Ebenfalls zur Umgebung gehört natürlich der Strand, wobei der von Tingaki der schönste der Insel sein soll. Diese angebliche Schönheit ist mir leider etwas entgangen. Der Strandabschnitt, der zum Hotel gehört ist sauber, das Wasser glasklar – mich wunderte ein wenig, dass nicht ein einziger Gast im Meer badete.


Der Strand des Hotels

Ich selber hab eine Macke und schwimme nie im Meer, weil ich da Panik bekomme – mein Mann und ich lieben aber Strandspaziergänge und brachen einmal zu einem auf. Zum ersten und letzten in diesem Urlaub, denn wo am hoteleigenen Strand Sauberkeit herrscht, sind die Abschnitte, die nicht in der Verantwortung eines Hotels liegen leider alles andere als sehenswert. Im Wasser zu waten macht keinen Spaß, wenn man durch Unmengen abgestorbener und angeschwemmter Pflanzenteile stapfen muss. Neben Plastikverpackungen, Getränkedosen und einem Paar kaputter Flip Flops stießen wir sogar auf eine Kleinkinderjeans. Den Rest gab mir dann ein toter, halb zerfressener großer Vogel… Fakt ist, dass ich das zwar nicht dem Hotel ankreiden und dafür auch keinen Abzug geben kann, aber wer sich lange Spaziergänge am Strand, wie wir sie von der italienischen Adria oder auch Kreta her kennen wünscht, ist hier fehl am Platz. Wir ließen uns dadurch nicht den Urlaub verderben, sondern genossen den Aufenthalt 

Kühe liegen auf Kos überall herum


==BIS ZUM LETZTEN TAG==


Den wir am Pool verbrachten, da unser Transferbus zum Flughafen uns erst gegen 17:30 Uhr abholte. Ein letztes leckeres Mittagessen, ein letzter Drink an der Sirens-Bar, während unsere Koffer gut verstaut im dafür vorgesehenen Raum neben der Rezeption warteten. Zum Duschen konnten wir nach unten in den Spa-Bereich, wo es neben dem Gym große, nach Männlein und Weiblein getrennte Duschräume mit dafür vorbereiteten Badetüchern gibt. Unserem Zimmermädchen, an der Bar und in das bereitstehende Sparschwein vor dem Restaurant gaben wir ordentlich Trinkgeld, denn das hatte sich jeder dort mehr als verdient. 


Poollandschaft



Bevor ich zu meinem Fazit komme, möchte ich auf einen Punkt kommen, der manchen wichtig ist, den ich aber nicht mit eigener Erfahrung einschätzen kann: die Behindertenfreundlichkeit. Sehr viel ist ebenerdig, dort wo es Treppen gibt, gibt es auch Rampen. In die höheren Stockwerke führen auch Aufzüge, allerdings wäre es mit einem Rollstuhl kaum möglich, sich in einem Zimmer wie dem unseren zu bewegen - ob es auch spezielle bzw. viel größere Zimmer gibt, weiß ich nicht. Von daher wähle ich beim Punkt "Behindertenfreundlichkeit" einen mittleren Wert.

==FAZIT==


Das Astor Odysseus ist nichts für Familien mit Kindern mittleren Alters, die viel Action (z.B. mit Rutschen am Pool oder einem riesigen Sportprogramm) brauchen und nichts für Leute, bei denen „Urlaub“ gleichzusetzen mit breiten, weißen Sandstränden und  „Meer, mehr Meer und noch mehr Meer“ ist.
Allen anderen kann ich dieses Hotel und auch diese Insel von ganzem Herzen empfehlen, wir haben uns dermaßen wohl gefühlt und konnten uns so gut entspannen, dass Wiederholungsgefahr besteht. 

 
Das gesamte Personal scheint nicht einfach nur einen Beruf auszuüben, sondern einer Berufung nachzugehen. Ich fände es wirklich schade, wenn durch die gegenwärtigen politischen Umstände die Gäste ausbleiben würden und es den Menschen dort nicht mehr möglich wäre, ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft unter Beweis zu stellen.

Good By Kos


Wäre das auch ein Urlaubsziel für euch? Würde euch ein Bericht über unseren Ausflug nach Kos Stadt interessieren? 


Liebe Grüße
Eure Kerstin

Donnerstag, 16. Juli 2015

TRAUMURLAUB AUF KOS ISLAND

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mit auf die griechische Insel Kos nehmen, auf der wir in den Pfingstferien wahrlich einen Traumurlaub verbracht haben. Sorry, wenn es etwas mehr Text wird - es gibt halt so viel zu erzählen. Wer nicht lesen mag, der schaut sich einfach die Bilder an ;-)


„Ihr urlaubt auf Kos? Traut ihr euch das noch, die Griechen mögen die Deutschen doch nicht mehr?“ - das hörten wir vor unserer Abreise öfter. Dazu kann ich nur sagen: Quatsch! Von der Krise war für uns nichts zu bemerken, wir wurden wunderbar ver- und umsorgt und so kann ich es gleich vorweg nehmen: wir hatten eine traumhafte Zeit im


==ASTIR ODYSSEUS RESORT & SPA==


Das 5-Sterne-Hotel Astir Odysseus liegt in Tingaki, einem kleinen Ort an der Nordküste der Insel, ca. 22km vom Flughafen entfernt, der aus Hotels, Bars und Tavernen besteht und im Winter so gut wie nicht von den Einheimischen bewohnt ist. Ein reiner Touristenort also, den wir auch nicht besucht haben (das Hotel liegt etwas außerhalb).

Eingang des Hotels


Das Astir Odysseus hat 267 Zimmer verschiedenster Ausführungen. Wir hatten ein sogenanntes Familienzimmer mit einem Schlafzimmer und einem dritten Bett in einem separaten Teil für meinen Mann, unseren Sohn und mich gebucht. Inklusive Flug kostete uns der Spaß mit All-Inclusive-Verpflegung (man kann auch Halbpension buchen) knapp 3000 Euro. An dieser Stelle möchte ich Frau Eberhardt von unserem Stammreisebüro einen ganz herzlichen Dank aussprechen, die sich wieder einmal sehr dafür eingesetzt hat, genau das Richtige für unsere Bedürfnisse zu einem extrem günstigen Preis zu finden.

Der Transfer vom Flughafen zum Hotel dauert trotz der wenigen Kilometer, die dazwischen liegen doch ca. 1 Stunde. Es braucht halt seine Zeit, bis alle Hotels abgeklappert sind, die von einzelnen Reisenden gebucht wurden. Und wir hatten auch nicht das Gefühl, dass es da irgendwie einen direkten Weg gibt, an dem die Hotels allesamt liegen. Langweilig ist es aber nicht, denn die Landschaft ist sehr interessant, vieles ist grün und alles wieder ganz anders als auf Rhodos oder Kreta. Jedenfalls kamen wir ganz schön in der Pampa herum, bis wir am Ziel waren. Dort wurden wir für unsere „Geduld“ gleich einmal belohnt und


==AN DER REZEPTION==


mit einem herzlichen „Willkommen bei uns im Astir Odysseus“ empfangen, der Mann strahlte, als wären wir nicht irgendwelche Gäste, sondern langersehnte Freunde. Die ganze Eingangshalle – denn Foyer kann man da schon nicht mehr sagen – macht einen einladenden, hellen und eleganten Eindruck. Bequeme Loungemöbel laden zum Sitzen ein, Kunstwerke hängen an den Wänden oder stehen mitten im Saal: keine Ahnung, ob die riesige Metallstatue einen bestimmten griechischen Helden darstellt, aber sie ist auf alle Fälle imposant. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen es handelt sich um Odysseus, passend zum Hotel.


Zurück zu dem netten Menschen, der uns an der großzügigen und gut besetzten Theke in Empfang nahm. Er war der einzige Mitarbeiter, der Deutsch mit uns sprach. Man muss nämlich wissen, dass auf Kos im Gegensatz zu Rhodos oder Kreta kaum jemand Deutsch kann, da die Insel hauptsächlich das Ziel britischer Urlauber ist. Für einen Urlaub auf Kos sollte man also entweder Griechisch können oder zumindest halbwegs des Englischen mächtig sein, was für uns kein Problem darstellt (das Englisch, mit Griechisch sieht´s dann doch etwas mau aus *g*).

Wir füllten das Anmeldeformular aus, bekamen die wichtigsten Infos zum Beispiel darüber, wo die Strandhandtücher abzuholen seien und wurden ausdrücklich darum gebeten uns nicht zu scheuen, jederzeit zu kommen und nachzufragen, wenn uns etwas nicht klar sei oder es ein Problem gäbe.

Und schon stand ein Servicemensch da, der unsere Koffer in Empfang nahm, um diese und uns aufs

==ZIMMER==




zu bringen. Dorthin kommt man nicht durch Flure innerhalb des Hotels, sondern außen herum, das heißt die Gänge befinden sich an der Rückseite der Zimmer überdacht im Freien.
Beim Eintreten machte unser Zimmer zunächst einen sehr kleinen Eindruck, da man erst in eine Art Vorraum kommt. In diesem stand links das dritte Bett mit einem Tischchen davor, rechts ein Schrank mit der Minibar und eine lange Bank, die als Kofferbock verwendet werden kann. Ein paar Schritte weiter verengte sich der kleine Raum noch, da es links ins Bad ging und rechts ein großer Kleiderschrank mit Schiebetüren befindet. Doch als wir dann das eigentliche Zimmer betraten, war ich begeistert: ein großer, heller Raum, elegant in Naturtönen gestaltet und mit ausreichend Sitzmöbeln, einem Schreibtisch mit Schubladen, Nachtkästen und einem bequemen Doppelbett ausgestatten hieß uns willkommen. Mein Sohn tat mir mit seiner „Bettnische“ zunächst etwas leid, aber er meinte, ihm würde das ausreichen und würde er sich tagsüber im Zimmer aufhalten, müsse er sich ja nicht auf den Vorraum beschränken. Auch zum Fernsehen würde er es sich zwangsläufig auf unserem Bett bequem machen. Hauptsache er müsse nicht die Nacht im gleichen Raum wie die „Alten“ verbringen, was durch die Zwischentür ja zu verhindern war. Da hat er auch wieder Recht und ich finde es toll, dass er keine übertriebenen Luxusansprüche hat.

Rechts ins Bad, Blick zum Vorraum


Die Wand zum Balkon hin bestand komplett aus einer großen Glasfront mit breiter Schiebetür, dadurch wurde das Zimmer wunderbar mit Licht durchflutet. Leicht vorzuziehende Verdunkelungsvorhängen ließen aber auch darauf hoffen, morgens nicht allzu früh von der Sonne geweckt zu werden. Der Balkon selber gefiel uns ebenfalls sehr gut: er war mit bequemen Loungesesseln und einer Sitzbank aus Polyrattan mit dicken, weichen Polstern ausgestattet. Ein interessanter Tisch, bestehend aus einer Glasplatte auf einem Polyrattansockel komplettierte das edle Bild. Der Platz reichte für drei Personen locker aus, überdacht war der Balkon ungefähr etwas mehr als bis zur Hälfte. Witzig fanden wir, dass darum gebeten wird keine Handtücher zum Trocknen über das Geländer zu hängen – aus ästhetischen Gründen? Die Gäste, die sich zunächst nicht daran hielten wurden schnell zum Umdenken gezwungen und zwar durch die Möwen und Tauben, die sich gerne auf den Dächern aufhielten. Einmal Vogelkacke auf dem Handtuch und schon trocknet man die selbigen gerne woanders.



Das Bad war nicht allzu groß, aber man konnte sich – so man wollte – durchaus auch zu zweit darin aufhalten. Die obligatorische Badewanne mit Duschvorhang ist mir zwar nicht so lieb, wie es eine Duschkabine wäre, aber mein Mann freut sich dafür immer umso mehr, wenn es eine Wanne gibt. Die Halterung für den Duschkopf war gut und stabil angebracht, der Wasserdruck passend und es gab auch keine Überschwemmungen beim Duschen. Das breite Waschbecken bot absolut ausreichend Platz für sämtliche Utensilien, die man bzw. frau so braucht, auf einer Schale waren Shampoo-, Duschgel- und Conditionerfläschchen sowie eine kleine Seife platziert, Schminkspiegel, Föhn, drei Waschlappen und eine Wandbox mit Kosmetiktüchern ergänzte das Ensemble. In der linken Ecke befand sich die Toilette, gegenüber davon ein großer Handtuchhalter mit je drei Hand- und Duschtüchern. Die Lüftung war nicht allzu laut, wenn es etwas zu bemängeln gäbe, dann wäre es höchstens die Beleuchtung. Das Bad war etwas dunkel, mir reichte das Licht aber aus, auch zum Schminken abends.



Unser Kofferträger stellte übrigens nicht nur das Gepäck in diesem Wohlfühlambiente ab, sondern zeigte uns sofort, wo die Minibar war, erklärte uns, wie die Klimaanlage (zwei getrennt geschaltete für Vor- und Hauptraum) funktioniert und wie man die Schrank- und Badezimmertüren öffnet. Das war nämlich etwas tricky, da gibt es keinen Griff, sondern eine eingelegte Klappe, die man unten herausheben musste, damit man die Türen aufdrücken bzw. zur Seite schieben kann.
So viel Einsatz und Service habe ich von einem Kofferträger noch nie erlebt, da hatte er sich natürlich ein dickes Trinkgeld verdient.

Unser Zimmer direkt am Hauptpool ist natürlich nur eine Art von Unterkünften, die über die ganze Anlage verteilt sind. Um euch ein genaueres Bild aller Möglichkeiten vermitteln zu können, möchte ich auf mehr eingehen, nämlich auf

==DIE GESAMTE HOTELANLAGE==


die sehr großflächig ist, wodurch sich die Gäste selbst bei ausgebuchtem Hotel nicht auf die Zehen treten, sondern bestens verteilen. Trotzdem gibt es erstaunlicherweise keine weiten Wege, egal wo man untergebracht wird.


Ein kleines Modell der Anlage steht in der Lobby

Durchquert man die Lobby, geht es rechts nach unten in den Spa- und Gym-Bereich, links kommt man nahezu nahtlos in die „Sirens“-Bar, die Hauptbar mit Loungemöbeln und einer langen Theke, an der man sich mit diversen Cocktails, Wein, Bier oder antialkoholischen Getränken von 10:00 – 1:00 Uhr eindecken kann. Ab dem frühen Abend wird man auch an den zahlreichen Tischen auf der großen Terrasse vor der Bar bedient. 




An der von der Terrasse abgewandten Seite des Innenraums befinden sich ein Juwelier (die scheint es in jedem Hotel auf griechischen Inseln zu geben) und ein kleiner Shop, der neben den üblichen Souvenirs auch Dinge für den täglichen Gebrauch wie Sonnencreme, Zigaretten und Feuerzeug, Postkarten und Briefmarken etc. bereithält.

Von der Terrasse aus hat man den Blick genau auf den großen Hauptpool, um den zahlreiche und vor allem ausreichend viele superbequeme Liegen mit dicken Polstern und diverse Sonnenschirme gruppiert sind. Links und am hinteren Ende des Pools liegen im dreistöckigen Gebäude Zimmer, so auch unseres. Rechts führt ein überdachter Gang am Pool vorbei in die weiter hinten liegenden Regionen der Anlagen. 





Folgt man diesem, kommt man an einem kleinen Platz vorbei, der für Animationsangebote wie Yoga, Zumba oder Tischtennis genutzt wird, an sanitären Anlagen, am Miniclub-Gebäude (wo man auch seine Strandtücher abholen und wechseln lassen kann) bis zu weiteren Gebäuden mit Gästezimmern, die über einen Privatpool (gemeinschaftlich für ca. 3 Zimmer) verfügen. Den Abschluss bilden die „Dawn“-Beachbar (wo nachmittags auch Kaffee und Kuchen serviert wird) und die Taverne „Argo“, nebst einem weiteren großen Gebäudekomplex parallel zum Meer mit einer wirklich riesigen Poolandschaft. Zwischen Poollandschaft und dem Meer hat man noch die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme am grobsandigen schmalen Strand in Beschlag zu nehmen.

Im roten Kreis: unser Zimmer


Überall verschönern Beete das Bild, entweder mit Blumen oder mit mediterranen, in der Sonne wunderbar duftenden Kräutern bepflanzt. An den Säulen des überdachten Gangs rankt Duftjasmin empor, am Boden mit Basilikum umsäumt – neben den dort angebrachten Lautsprechern mit dezenter griechischer Musik der Grund, warum wir uns unseren Poolplatz stets auf dieser Seite suchten.

Alles in allem herrscht viel Platz für das gesamte

==PUBLIKUM==


das sich als ausgesprochen gemischt herausstellte. Neben Familien mit kleinen Kindern waren ältere und alte Paare (zu zweit oder in Gruppen), aber auch sehr junge Pärchen anwesend. Lediglich in der Konstellation „Ehepaar mit (fast) erwachsenem Kind“ waren wir neben einer weiteren deutschen Familie mit zwei gerade erwachsenen Töchtern scheinbar die Einzigen. Für Halbwüchsige ist die Anlage auch nicht unbedingt geeignet, da es keinen Pool mit Rutschen gibt und auch die Sportmöglichkeiten für dieses Alter etwas begrenzt sind. Neben einem Tennisplatz und Bogenschießen wurde da leider nichts angeboten, obwohl im Katalog „Beachvolleyball“ angeboten war – der Platz war vorhanden, aber man hätte selber eine Mannschaft bilden müssen, was für einen Teenie nicht ganz so einfach ist.

Auch die Nationalitäten waren gemischt, neben der geringfügigen britischen Übermacht hörte man Deutsche, Holländer, Franzosen und (ich schätze) Polen sich an den Nebentischen unterhalten. Apropos Briten: man kennt ja die Vorurteile über britische Touristen: laut, freizügig, allzeit besoffen, ordinär und proletisch. Diese Sorte geht dann aber wohl doch eher auf Malle, auf Kos gab es die nicht.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass es extrem viel Pools, Liegen und Sonnenschirme gibt. Demensprechend fand man jederzeit problemlos einen Liegeplatz am Wasser, auch mehrere nebeneinander und es gab keine Liegenbesetzer. Oder besser gesagt, es gab die ersten Tage keine – am drittletzten Tag fiel mir auf, dass Neuankömmlinge bereits gegen 7 Uhr morgens eine Vorhut mit Handtuch bewaffnet zum Reservieren schickte. Das waren gegen alle Vermutungen aber keine Deutschen, sondern… Holländer *g*.

Da die Sprache gerade auf die Nebentischgespräche kam, möchte ich mich als nächstes dem Ort widmen, den ich bisher noch nicht erwähnt habe:

==DAS HAUPTRESTAURANT „ACHILLES“==

Ein großzügiger Innenraum lockt an das reichhaltige Büffet, uns weniger an die Tische und bequemen Stühle dort. Wir setzten uns lieber auf die ebenso bequemen Stühle auf der ebenso weitläufigen Terrasse davor, die reichlich Schattenplätze bot und auf der immer etwas frei war, egal wann man sich zum Essen begab. Die Frühstücks- und Essenszeiträume waren ebenso großzügig bemessen, so dass sich auch alles entzerrte und man selber nicht zu hektiken brauchte, um noch etwas zu bekommen.



Vor dem Restaurant wurde man mittags wie abends von einer jungen Dame empfangen, die mittags nach der Zimmernummer fragte und in ein Buch eintrug, abends einen leckeren Likör nach Wahl (Kirsche, Minze, Banane, Aprikose) anbot. Warum auch an den Tischen stets nach der Zimmernummer gefragt wurde, wenn die Getränkebestellung aufgenommen wurde ist mir bis heute schleierhaft, da wir mit unseren AI-Armbändchen ja klar zu erkennen gewesen waren. Hat wohl irgendwelche logistischen / statistischen Gründe und störte ja auch nicht.

Kaffee zum Frühstück, sowie Wein, Wasser und Cola/Fanta wurden an den Tisch serviert, Tee, Cappuccino und Saft (Orange, Ananas, Grapefruit, Apfel) musste man sich an einer Getränketheke selber holen. 



Wo fange ich an, wo höre ich auf? Die gesamte Vielfalt aufzuzählen wäre ein Ding der Unmöglichkeit, es gab alles, was das Herz begehren könnte und wer an diesem Büffet nichts für sich zu Essen fand, dem war nicht mehr zu helfen.

Ob Herzhaftes wie Speck, Würstchen, Bohnen, Pilze, frisch gebratenes Omelett, Spiegel- oder Rührei, kleine Quiches, überbackene Tomaten, mancherlei Käse- und Wurstsorten… dazu zahlreiche verschiedene Brot- und Brötchensorten… oder Süßes wie diverse Marmeladen, Müslis und sonstige Cerealien, Fruchtjoghurts, frisches Obst, griechischen Joghurt mit frischen Erdbeeren, Pancakes und Waffeln… da fiel die Auswahl ebenso schwer wie mittags und abends, bei Salaten, kalten Platten, Pasta, Schafskäse und Tsatsiki, Fisch, mehrerlei Fleischspeisen von Rind über Kaninchen, Lamm und Schwein bis Geflügel, Kroketten, Reis, Pommes, Kartoffeln, Frisches aus der Grillstation, Gemüse… und zum Nachtisch natürlich leckere Puddings, kleine Kuchen, Obst und Eis.



Alles in höchster Qualität, frisch zubereitet und ausgesprochen schmackhaft – und da ich mich hauptsächlich an die griechischen Speisen mit viel Gemüse, Fleisch und Fisch und wenig Beilagen gehalten hatte, nahm ich trotz Nachtisch (dem ich nicht widerstehen konnte) und täglicher Schlemmerorgien gerade mal 600 Gramm zu. Faszinierend, nicht wahr? :-)


Vorspeise, wie ich sie meistens zusammenstellte

Mein Frühstück

Sohns Frühstück


Neben dem guten Essen muss unbedingt die Freundlichkeit des Servicepersonals gelobt werden. Lange Wartezeiten auf Getränke oder darauf, dass das Geschirr von Vorgänger abgeräumt wurde gab es nicht. Dabei hatten alle Zeit für ein paar nette Worte, ein freundliches „How are you?“ und nach ein paar Tagen sogar für kurze, persönliche Gespräche. So unterhielt ich mich zum Beispiel mit Irena darüber, ob ich berufstätig sei („Are you working?“) und nach meiner Auskunft, das sei ich nicht, ich wäre für Haus, Garten, Mann und drei Söhne zuständig, meinte sie lachend: „You ARE working!“ Oder ich denke da an Costas, den ich fragte, ob ich meinem leider in den letzten Tagen kränklichen Sohn einen Teller mit Melonenscheiben aufs Zimmer bringen dürfe. Der wollte mir sofort ein Mahl für Sohnemann richten und zum Transport mit Folie abdecken, nachdem mein Junge bei der übernächsten Mahlzeit wieder am Tisch saß fragte er sofort, ob es wieder gut ginge. Nette Gespräche mit den Kellnerinnen der Bar am Abend ergänzten den tollen Eindruck von der Herzlichkeit der Menschen – das ist mehr als

==SERVICE==


zu dem für mich auch die Sauberkeit gehört.

Ich habe noch nie in meinem Leben so eifrige und große, dabei diskrete und nicht störende Putzkolonnen in einem Hotel erlebt. Da ich immer als erste von uns Dreien wach war, setzte ich mich oft schon morgens zwischen 7:00 und 7:30 Uhr auf den Balkon, um die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Von dort aus konnte ich zahlreiche Putzfrauen beobachten, die Fliesen schrubbten und Liegen abwischten, männliche Angestellte, die Steinbodenflächen mit dem Schlauch abspritzten, die als Aschenbecher mit Sand gefüllten Tonamphoren säuberten und den Pool reinigten. Dieser wurde auch mehrmals täglich auf seinen PH-Wert überprüft.



Unser Zimmermädchen war nicht weniger gründlich, sowohl das Zimmer als auch das Bad war jederzeit bis in den letzten Winkel blitzsauber. Dass sie natürlich nicht mehrmals täglich jedem Vogelschiß auf dem Balkon hinterher rennen konnte ist klar, aber am nächsten Tag war wieder alles paletti.

Apropos Vogelschiß: eines Abends gab es ziemlich spät einen solchen auf der Bar-Terrasse (nicht alles Gute kommt von oben). Wie aus dem Nichts stand sofort eine Dame mit Wischmopp da und entfernte diesen. Genauso im Restaurant: ein Fleck? Schon weg. Ich hab mich manchmal gefragt, ob die das riechen oder irgendeinen Schmutzsensor eingebaut haben, so schnell wurde das „Problem“ erkannt und gebannt...


... ich glaube, an dieser Stelle mache ich für heute Feierabend. Ich will euch bei der gerade herrschenden Hitze (bei uns hatte es heute wieder über 30 Grad) nicht überfordern und erzähle den Rest in den nächsten Tagen. Ist das okay für euch? 

Ich wünsche allen einen schönen Abend, vielleicht mit einem schönen Glas Wein draußen - so werde ich es jetzt zumindest machen ;-)

 Liebe Grüße

 Eure Kerstin