Sonntag, 26. April 2015

AUS EINS MACH VIER - INATECK 4-PORT DESIGN HUB




Hallo ihr Lieben,

in meinem letzten Blogpost für diesen Monat geht es um Technik...

...vor ein paar Wochen trat die Firma Inateck mal wieder an mich heran, ob ich nicht Lust hätte eines ihrer Produkte zu testen. Natürlich hatte ich und suchte mir aus der Liste der zur Verfügung stehenden Produkte etwas heraus – es soll ja etwas sein, mit dem ich etwas anfangen kann, sowohl von der Nutzung her als auch vom Verständnis dafür. Meine Wahl fiel auf einen USB-Hub mit der Bezeichnung „HBU3VL-4P“, den sowohl mein Sohn als auch ich seither genau unter die Lupe genommen haben. 



Was ein USB-Hub ist, muss ich wohl niemandem erklären. Ich nenne so ein Teil gerne ganz simpel „Mehrfachstecker für PCs“ und habe mir bis dato eigentlich nie groß Gedanken darüber gemacht, zumal ich schon lange keinen mehr in Gebrauch hatte. Was so ein Hub aber alles kann, vor allem dieser hier hat mich dann doch positiv überrascht.

DESIGN

Ein USB-Hub muss praktisch sein und funktionieren. Ich erinnere mich an einen Hub, den ich vor vielen vielen Jahren am damaligen Desktop-PC verwendet hatte. Das war ein unscheinbares graues Kästchen mit vier USB-Steckplätzen, nicht schön, aber nützlich.
Spricht aber was dagegen, wenn ein USB-Hub nicht nur nützlich, sondern auch schick ist? Ich denke nicht und kann sagen, dass der HBU3VL-4P eine Zierde auf jedem Schreibtisch ist und seinen Namen UFO Design Hub zu Recht trägt.



Mit einem Ufo kann man die 1,5cm hohe, flache Scheibe nämlich durchaus vergleichen. Mattschwarz mit einem glänzend schwarzen Mittelpunkt sieht sie richtig elegant aus.
Die vier Ports sind in gleichmäßigen Abständen von „3 Uhr“ bis „9 Uhr“ seitlich untergebracht. Diese Anordnung hat im Gegensatz zu einer direkt nebeneinander den Vorteil, dass sich nie Stecker in die Quere kommen und man tatsächlich ganz einfach und problemlos bis zu vier Geräte per USB damit verbinden lassen.

Genau auf „12 Uhr“ befinden sich die Anschlüsse für das mitgelieferte USB-Kabel und Netzteil. Dass es USB-Hubs mit externer Stromversorgung gibt, war mir bis dato neu, wie praktisch so etwas ist, konnte ich nun feststellen – dazu später mehr. Beide Kabel haben eine angenehme Länge von ca. 120cm (USB) bzw. ca. 155cm (Netzteil) und machen die Handhabung dadurch sehr bequem.

Schließt man den HBU3VL-4P an einen PC an oder verbindet ihn mit einer Steckdose, leuchtet oben an dem mittigen Kreis ein rotes Licht auf. Beim Verbinden von Geräten mit den Ports leuchtet am jeweiligen genutzten Port ein grünes Licht. So hat man jederzeit den Überblick, welche Ports in Nutzung sind und ob Strom fließt.

An der Unterseite des Hubs sind vier kleine Gummifüßchen angebracht, so dass er nicht auf dem Schreibtisch herumrutscht und auch nichts zerkratzt. 



TESTGERÄT 1: AM PC

Kaum war das Päckchen angekommen, riss es sich auch schon mein Sohn unter den Nagel. Da an seinem Desktop mittlerweile alle USB-Ports bis auf einen den Geist aufgegeben haben, kam ihm das Ufo gerade gelegen.
Für mich war es dann allerdings etwas schwierig, seine Erkenntnisse aus der Nutzung aus ihm heraus zu bekommen: „Was soll ich dazu sagen, funktioniert halt!“ – so seine Aussage.
Worauf ich ihn mit Fragen bombardierte: Wurde der Hub sofort vom PC erkannt? Was hast du angeschlossen? Ist das Kabel für deine Zwecke lang genug? Hast du das Gefühl, die Geschwindigkeit bleibt gleich beim Übertragen von Daten?

Die Antworten wurden dadurch aber nicht sehr viel detaillierter: „Ja, passt schon, USB-Stick und Handy“.
Ziehe ich also hieraus ein erstes Fazit: Der HBU3VL-4P wird problemlos von einem HP-Desktop-PC erkannt und funktioniert bestens. Doch nun musste ich wirklich selber ran…



TESTGERÄTE 2 & 3: AM LAPTOP & CONVERTIBLE PC

Mein ziemlich neuer Acer Laptop hat zwar genug USB-Ports für meinen Bedarf, nämlich rechts zwei Zwonuller und links zwei 3.0-USB-Ports, das hinderte mich aber natürlich nicht daran auch daran den HBU3VL-4P auszuprobieren.

Eingesteckt – und zwar völlig egal an welchem Port – leuchtet das rote Licht auf und der Hub wird sofort erkannt. Das funktionierte ja schon mal prächtig, also hängte ich diverse Gerätschaften an das Ufo wie zum Beispiel USB-Stick, Handy, externe Festplatte… alles wird schnellstens und problemlos im Explorer angezeigt. Nicht nur von Stick oder externer Festplatte und zurück kann ich so Dateien verschieben, sondern auch zwischen zwei Sticks oder…
Geht natürlich auch, wenn ich die einzelnen Ports meines Laptops verwende, aber wie gesagt: wenn welche kaputt sind oder ein PC nicht genug davon hat, stellt der HBU3VL-4P eine einwandfreie Erweiterung dar.

Das gleiche Spiel am HP Convertible PC brachte genau das gleiche Ergebnis.
Ein Tablet besitzt mein Jüngster, das hat allerdings nur einen Mini-USB-Port, so dass ich es hier nicht austesten konnte. Ich gehe aber davon aus, dass auch in diesem Fall mit einem Adapter keinerlei Probleme auftreten dürften – warum auch?




SITZT, PASST, WACKELT UND HAT LUFT 

Ein uralter dummer Spruch, der hier nur im ersten Teil zutrifft. Das Einstecken des Kabels geht leicht, aber dann sitzt es wirklich bombenfest und wackelt eben gar nicht, weder am Hub noch am PC.

Mein Uralt-Drucker machte vor ein paar Tagen Sperenzchen: steckte ich ihn an den 2.0-Ports ein, wurde er nicht erkannt im Gegensatz dazu, wenn ich ihn an den 3.0-Ports verkabelte. Ich befürchtete schon, dass die Hälfte der Ports nach so kurzer Zeit kaputt sein könnten, bis ich den HBU3VL-4P dazwischen schaltete: auf einmal funktionierte mein Drucker an jeder Stelle eingesteckt wieder. Es scheint also am Druckerkabel zu liegen, das wohl nach all den Jahren einen „engeren Kontakt“ zum Laptop sucht. Der Hub bietet diesen, was für mich von Vorteil ist, da meine Geräte so arrangiert sind, dass ich mit dem Druckerkabel nicht an die Ports auf der rechten Seite (3.0) heran komme.




DATENÜBERTRAGUNG

„USB 3.0-Superspeed, noch schneller und flexibler. Schnelle Datenübertragung durch USB3.0-Standard, theoretische Transferrate von bis zu 5Gb/s“ – so die Worte des Herstellers.

Mir ist das relativ egal, wie schnell zum Beispiel meine Fotos von der Kamera auf den Laptop übertragen werden, solange ich dabei nicht einschlafe. Ob die Sache nun fünf Sekunden weniger oder zehn Sekunden mehr Zeit braucht… nur keine Hektik ;-)
Um mir zumindest ein ungefähres Bild zu machen, schloss ich meine Kamera an den Laptop an und übertrug ca. 100 Fotos. Danach löschte ich sie wieder von meinem Laptop und übertrug sie erneut, diesmal aber mit dem zwischengeschalteten Hub. Sollte es hier langsamer gehen, ist das so minimal dass es mir nicht auffällt und was nicht negativ auffällt passt.

Für mich. Ich weiß aber, dass es in unserer hektischen Welt Menschen gibt, denen es auf jede Sekunde ankommt und um diese ebenfalls bestens zu informieren überlegte ich mir, einen Speedtest zu machen. Hab ich Technik-Dummie ja noch nie gemacht, googelte und fand heraus, wie´s geht: tja, bei Produkttests lernt man doch immer noch was dazu :-)

Zunächst testete ich einen ganz einfachen USB-Stick von Verbatim und erhielt folgende Ergebnisse:

Direkter Anschluss - Schreibzeit 6,7 Sekunden /1,48 Mbytes/s
                                     Lesezeit 0,54 Sekunden / 18,49 Mbytes/s

Über den Hub -  Schreibzeit 7,5 Sekunden / 1,32 Mbytes/s
                                Lesezeit 0,54 Sekunden / 18,39 Mbytes/s

Hub zusätzlich mit Netzteil – Schreibzeit 7,06 Sekunden / 1,41 Mbytes/s
                                                      Lesezeit 0,53 Sekunden / 18,57 Mbytes/s


Gemessen wurde mit der Einstellung 20 Dateien / 10 MB. Die Werte bleiben sich doch sehr ähnlich, über den Hub ohne angeschlossenes Netzteil geht es zwar etwas langsamer, aber so minimal, dass es keine Rolle spielt. Mit Netzteilunterstützung war die Lesezeit sogar für den Bruchteil einer Sekunde schneller als im direkten Anschluss.

Um die Sache zu verifizieren wiederholte ich den Speedtest mit meiner externen Festplatte:

Direkt: Schreibzeit 2,13 s / 4,68 Mbytes/s
             Lesezeit 0.26 s / 37,4 Mbytes/s

Hub:   Schreibzeit 2,18s / 4,56 Mbytes/s
            Lesezeit 0,27s / 37 Mbytes/s

Mit Netzteil: Schreibzeit 2,18s / 4,58 Mbytes
                        Lesezeit 0,26s / 38,08 Mbytes


Hinsichtlich der Geschwindigkeit bei der Datenübertragung hat man also keinen Nachteil, wenn man über den HBU3VL-4P geht. Man hat aber auch nicht wirklich einen Vorteil, wenn man dabei das Netzteil zusätzlich verwendet. Wofür soll das dann gut sein? Laut Hersteller als „Lösung von Energieversorgungsengpässen bei externen Laufwerken für die meisten Nutzer, externe Versorgung von 2,5“- und 3,5“-Festplatten“. Mag sein, kann ich nicht nachvollziehen, ich habe keine Energieversorgungsengpässe bei meinen beiden externen (ohne Netzteil). Ein sinnloses Feature für mich also? Nein, den ich kam auf eine gloriose Idee, wie ich den Hub inklusive Netzteil sinnvoll verwenden könne:

MULTICHARGER




Kennt ihr Hotels, die an nichts sparen nur an Steckdosen? Ich schon. Da geht man dann mit drei bis vier Personen in den Urlaub und hat folgendes dabei: vier Handys, ein bis zwei Akkucharger für Kameras, ein Tablet, zwei E-Book-Reader, zwei I-Pod… und wie´s der Teufel will brauchen alle Geräte gleichzeitig eine Aufladung. Ich war in Italien schon in Hotelzimmern, in denen es gerade mal zwei Steckdosen gab wobei in einer mangels Minibar schon mein Minikühlschrank fest verankert war.

Aber auch in den eigenen vier Wänden kann ich mir gut vorstellen wie praktisch es sein kann, EINEN Platz zu haben an dem man wann auch immer es nötig ist alle möglichen Gerätschaften an einer Steckdose zu laden.

Klappt das? Ab mit dem Inateck-Hub an eine Steckdose am Sideboard im Wohnzimmer und ran mit I-Pod, Kindle und Handy. Alles lädt sich auf, keine Probleme. Bis zum bitteren bzw. total aufgeladenen Ende habe ich zwar nichts dran gelassen und kann nicht wirklich sagen, ob es etwas länger dauert, wenn mehrere Geräte am gleichen Zapfhahn hängen. Aber das spielt für mich auch keine Rolle, besser alle zugleich etwas länger als eines nach dem anderen.  Das Ufo ist auf jeden Fall im nächsten Urlaub mit dabei. Mit 340g und Maßen von 136 x 120 x 73 mm nimmt es auch im Flugkoffer nicht allzu viel Platz und Gewicht ein. 



WO KAUFEN?

Ihr seht, mich hat der Design-Hub sowohl im Aussehen als auch in der Funktionalität überzeugt. Die Firma Inateck (Markenname) bzw. F&M Technology GmbH (Brünner Straße 10, 04209 Leipzig) vertreibt ihre Produkte ausschließlich über Amazon. Dort bekommt ihr den HBU3VL-4P für 22,99 Euro versandkostenfrei ab einem Einkauf ab 29 Euro oder wenn ihr noch ein Buch dazu bestellt. Ansonsten zahlt man noch 3 Euro Versandkosten, aber selbst für 26 Euro halte ich die Preis-Leistung für diesen Hub wirklich für klasse.

FAZIT

Das ist nun bereits das dritte Inateck-Produkt, das ich testen darf und irgendwie warte ich immer darauf, dass ich etwas zu meckern finde, da ich doch sehr kritisch beim Testen bin. Aber auch diesmal passt alles, die robuste Verarbeitung ist kombiniert mit schönem Design und perfekter Funktionalität. Ich kann nichts abziehen, wo es nichts zu meckern gibt und so bleibt mir nur übrig, euch eine Empfehlung mit allen 5 Sternen auszusprechen

Liebe Grüße
Eure Kerstin