Donnerstag, 26. März 2015

PREP & COOK - WEITER GEHT´S

Hallo ihr Lieben,

nachdem mein kaputter Deckel der Prep & Cook von Krups superschnell ersetzt wurde - vielen Dank an den wirklich tollen Service - geht es hier jetzt weiter mit meinen von diesem Gerät unterstützten Kochkünsten. In der Zwischenzeit hatte ich nicht nur genug Zeit um mir zu überlegen, was ich im Testzeitraum noch so alles ausprobieren möchte, sondern auch in welcher Form ich euch meine Erkenntnisse weiter geben will.

Da es sich bei der Prep & Cook ja um eine sehr vielseitige und komplexe Küchenmaschine handelt, scheinen mir tagebuchartige Artikel irgendwie nicht ganz ideal und ich habe mich entschieden, das Ganze etwas zu ordnen und alle paar Tage eine bestimmte Art von Gerichten vorzustellen. Ich glaube, das wird etwas übersichtlicher und erschlägt euch nicht.

Die schlechten Nachrichten immer zuerst ist meine Devise und daher beginne ich mit dem Thema

SALATE

Da war ich ja von vornherein eine Skeptikerin, für mich gehören Salatzutaten und Rohkost gehobelt oder geraspelt - die Prep & Cook hat allerdings keinen Raspelaufsatz oder Ähnliches und kann Karotten, Kohlrabi & Co. nur hacken. Gehackter Salat??? Na ich weiß nicht, ob das meins ist.

Aber man will ja nicht vorurteilen und so wählte ich einen Salat aus, den ich sehr liebe, der aber echt viel Arbeit mach: Weißkrautsalat. Im Rezeptbuch fand ich auch ein genaues Rezept, das ich in dem Fall (ihr werdet noch sehen, dass ich mich selten an Rezepte halte) befolgen wollte. Der Salat bzw. das Kraut wird hier nicht nur vorbereitet, sondern auch gleich mariniert - im Prinzip eine große Arbeitserleichterung.



Ich schnitt also die angegebene Menge von einem großen Krautkopf grob ab, setzte das Universal-Messer ein, dünstete zuerst wie angegeben erst Schinkenwürfel in Öl an und gab dann das Kraut mitsamt Essig, Salz, Zucker und Pfeffer dazu. Nun soll man das Ganze auf Stufe 10 bei 70 Grad 10 Sekunden zerkleinern.

Heraus kam das hier:



Sieht nicht wirklich nach Krautsalat aus ;-) Das Universalmesser steht zwar relativ niedrig, aber nicht tief genug, als dass sich nicht Krautblätter darunter schieben würden und diese werden natürlich nicht gehackt.
Ich zog die ganzen Blätter hervor, verteilte sie ein wenig besser und stellte weitere 5 Sekunden ein, doch sie wurden zum größten Teil wieder nur unter das Messer gezogen, während das bereits gehackte Kraut immer feiner und feiner wurde. Deckel auf, Blätter neu arrangieren, nochmal... es wurde nicht besser...

Letztendlich gab ich auf, bevor ein Teil des Krauts komplett püriert war und leerte das Ergebnis auf einen Teller - die großen Blätter könnte man ja schließlich entfernen, der Rest wäre vielleicht nicht schlecht.



Tja, kommen wir also zum Geschmack: der war einfach grauenhaft! Nicht nur dass die Konsistenz nun natürlich recht matschig war, der "Salat" schmeckte auch unglaublich bitter. Meiner Erfahrung nach muss man das gehobelte Kraut erst einmal brechen, dann stehen lassen und die Flüssigkeit, die sich sammelt abgießen, um die Bitterstoffe zu relativieren - das geschieht hier natürlich nicht und so schmeckte es auch. Ab in den Müll damit.

Natürlich kann man von Krautsalat nun nicht auf alle anderen Salate schließen, Karotten, Gurken, Kohlrabi etc. bestehen ja nicht aus Blättern, sondern werden in Stücken bearbeitet. Allerdings schließe ich vom bereits ausprobierten Zwiebel- und Knoblauchhacken, habe darauf, dass man entweder ungleichmäßige oder sehr klein gehackte Ergebnisse bekommt. Und da mir persönlich diese gehackte Konsistenz für Salate nicht wirklich zusagt, verzichte ich auf weitere Salatexperimente. Bei Zwiebeln und Knoblauch für´s Kochen werde ich noch ein wenig herumschustern, um die richtige Geschwindigkeitsstufe und Zeit für die perfekte Stückchengröße herauszufinden. Was das Thema "Salat" betrifft, kann die Preppie meine Kenwood-Küchenmaschine oder auch nur meinen V-Hobel leider nicht ersetzen und ist bei mir persönlich durchgefallen.

Damit ihr noch seht, wie für mich der perfekte Krautsalat aussehen muss, habe ich einen Teil des restlichen Kohlkopfs durch den Raspelaufsatz der Kenwood gehobelt, mit Hand geknetet und mariniert:



Welchen hättet ihr gerne von mir serviert?

Liebe Grüße
Eure Kerstin

PS: keine Angst, es wird besser, es kommen nicht nur Hiobsbotschaften ;-)