Samstag, 21. Februar 2015

GU-BALANCE DIE DRITTE: IST SPORT MORD?

Ich lebe noch, ihr Lieben ;-)

Tja, eigentlich wollte ich bereits letzte Woche mit dem GU-Balance-Bericht weiter machen und euch an meinen Erkenntnissen zum Sport-Teil teilhaben lassen. Wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, hat mich dann allerdings ein grippaler Infekt flach gelegt und ich war leider weder in der Lage zu schreiben, noch zu sporteln.

Da ich zuvor allerdings fleißig Tag für Tag die mir vorgeschlagenen Übungen absolviert habe und geguckt habe, was ich denn machen sollte wenn ich denn könnte, sobald ich halbwegs wieder in der Lage war einen Blick ins Programm zu werfen, kann ich euch nun etwas verspätet so manches darüber erzählen, über den Block

FIT & AKTIV

Das Sportprogramm bei GU-Balance besteht aus diversen Videos, in denen verschiedene Trainer verschiedene Fitness-Übungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen "vorturnen". Die Trainer werden auf der Fit&Aktiv-Startseite vorgestellt, was genau sie dazu befähigt, als solche zu fungieren wird allerdings nicht genannt. "Fitnesstrainer", "Profitänzerin", "Expertin für" sind die Begriffe, die mir zeigen sollen, dass hier wirklich ausgebildete Leute am Werk sind. Jede(r) Trainer/in ist für einen bestimmten Bereich zuständig, Axel zum Beispiel für Yoga und Pilates, Pascale für Dance, Hannah für Fatburner-Fitness usw.



Im Angebot findet man neben Yoga und Pilates auch Cardio-Workout, Rückentraining, Body-Styling... und Tabata. Letzteres war mir übrigens vor GU überhaupt kein Begriff: dabei handelt es sich um um kurzes (10 Minuten), aber hochintensives Training mit Kniebeugen, Situps und Liegestützen. Ganz klar nichts für mich *lach*

Soviel zur Theorie, nun zur Praxis:

ich kann durchaus sagen, dass mir das Mitmachen bei dem einen oder anderen Video Spaß gemacht hat und ich durchaus motiviert wurde. Für das Training daheim braucht man auf alle Fälle etwas Platz (für Yoga weniger, für Dance schon etwas mehr), den ich gefunden habe. Schön finde ich, dass ich durch GU-Balance Yoga für mich entdeckt habe, ich hatte vorher nie den Eindruck, dass das was für mich wäre und habe es daher nie ausprobiert.




Andererseits finde ich eines nicht so gut: zwar steht unter dem Video steht, für wen es geeignet ist, was man dafür an "Ausrüstung" braucht, und was es bewirkt, auch werden Tipps zum Üben gegeben und es wird bei Manchem darauf hingewiesen, dass Menschen mit bestimmten Problemen (zum Beispiel Rückenproblemen) vorher den Hausarzt fragen sollen. Doch im Video selber gibt es keine Hinweise mehr darauf, dass man sein Tempo nach seinen Fähigkeiten ausrichten kann, es gibt bei längeren Videos keine Pausen, um mal einen Schluck zu trinken - ein absoluter Anfänger mit null Ahnung kann sich da schnell mal überfordern, wenn er meint mithalten zu müssen. Das halte ich für gefährlich.

Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, dass sich in meinem Programm die Videos sehr oft wiederholen und wenn man mal in den diversen Programmen stöbert erkennt man auch schnell, dass die Anzahl der unterschiedlichen Videos doch relativ gering ist. Ich suchte zum Beispiel mehr Yoga-Übungen: es gibt 8 Videos, von denen drei eine Länge von 45 Minuten aufwärts haben, das heißt gerade mal 5 sind für meine Bedürfnisse geeignet. (Pilates: 5 Videos / Dance: 4 Videos / Rückenfit: 3 Videos...)

Ich persönlich mag am liebsten Übungsvideos, die nicht länger als 20 Minuten gehen, diese kann ich einfach am besten in meinen Alltag einbauen.Ich finde, man sollte von vornherein nicht unbedingt sooo lange Videos (50 Minuten) anbieten. 30 Minuten Max reicht und wer mehr machen will, der kann ja zweimal oder zwei verschiedene hintereinander machen.

Wie bei den Rezepten auch gibt es keine Auflistung aller Übungen und keine Suchfunktion, mit der man gezielt bestimmte Videolängen oder Übungsarten suchen könnte. Möchte man also etwas anderes als das für den Tag Vorgeschlagene machen, ist es wieder einmal sehr zeitaufwändig, das Richtige zu finden.



Die inhaltliche Qualität der Übungsvideos ist in meinen Augen auch sehr unterschiedlich. Während mich Axel beim Yoga überzeugt (er bietet zum Beispiel oft Varianten für geschultere und weniger fittere Mitturner an und gestaltet auch längere Videos abwechslungsreich), ließ mich Latin-Dance etwas erstaunt und gefrustet zurück:
ich hab 30 Minuten eines 50-Minuten-Videos durchgezogen und dann aufgehört. Weniger weil nix mehr ging, sondern mehr weil es stinkelangweilig wurde. Immer nur die gleichen Grundschritte, keine Abwechslung, keine Schrittkombinationen oder verschiedene Armbewegungen - wie am Fließband. Ich hab dann ein wenig vor gescrollt, was kam da auf einmal??? 10 Minuten Bauchtraining - was hat das mit Latin Dance zu tun??? Die Vortänzerin kam mir übrigens auch nicht besonders professionell vor, die ist zwar fit, aber ob sie als Trainerin geschult ist? 

Bevor ich mit euch nun noch einen Blick auf das sogenannte "individuelle Programm" werfe, das man nach dem Einführungstest angeboten bekommt, vergebe ich für den Fit & Aktiv-Block drei von 5 Sternen. Der Sportteil ist nicht unbrauchbar, aber mit Vorsicht zu genießen, wenig ausgebaut und daher in meinen Augen eher mittelmäßig, auch wenn er mir persönlich durchaus Spaß gemacht hat.

 

GANZ AUF MICH ZUGESCHNITTEN

so stelle ich mir ein Programm vor, das sich "individuell" nennt. Dass das hier nicht wirklich zutreffen kann, war mir bereits nach dem Eingangstest klar, der einfach zu wenig Fragen enthielt und zu wenig detailliert ist, um mich als Person, meine Voraussetzung und meine Bedürfnisse einschätzen zu können. Meine Erwartungen waren also nicht allzu hoch.

Extrem erstaunt hat mich dann aber der Vorschlag, der mir am dritten Tag in puncto Sport gemacht wurde. Ich hatte im Test lieber zu tief als zu hoch gestapelt und betreffs meiner Fitness auf die Frage "Wie fit fühlst du dich aktuell?" als Antwort "Mich macht schon der Gedanke an Sport müde und schlapp" gewählt - also einen Fitnesslevel von null komma garnix angegeben.
An Tag 3 bekam ich 50 Minuten Dance-Workout vorgesetzt: ernsthaft? Die schlagen einem absoluten Sportmuffel, der sich als total unfit bezeichnet fast eine Stunde pausenlose Powerbewegung vor?  Ausgesprochen individuell, ich glaube, dazu muss ich nichts mehr sagen.

Im Prinzip kann man genauso gut aus den angebotenen Spezialprogrammen wie zum Beispiel "Fit durch den Winter", "Bauch, Beine, Po intensiv", "Bikinifigur in drei Wochen", "Detox-Yoga" etc. etwas aussuchen (diese gehen über unterschiedliche Zeiträume von 2 bis 6 Wochen), die auch nicht weniger individuell sind als das "Individuelle Programm".

Soviel für heute. Der Test läuft noch 14 Tage und sobald ich wieder ganz auf dem Damm bin, werde ich wohl auch mehr oder weniger wieder einsteigen. Nächste Woche möchte ich euch noch etwas über den Entspannungs-Block und über technische Details erzählen und mein Fazit ziehen, bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit

Liebe Grüße
Eure Kerstin