Freitag, 27. Februar 2015

ALLER GUTEN DÜFTE SIND DREI - RITUALS LUXURY PERFUM COLLECTION


Hallo ihr Lieben,


in meiner Teeniezeit hatte Kosmetik jeweils einen ganz pragmatischen Zweck: Schönes betonen (Kajal), Unschönes verstecken (Pickelabdeckstift) und Pubertätsmief verhindern (Deo und Duschgel).
Je älter ich wurde, desto mehr gewann Kosmetik an Bedeutung, sie ist mit mittlerweile nicht mehr nur durch das Ergebnis wichtig. Nein, schon bei der Anwendung an und für sich möchte ich einen gewissen Mehrwert haben: das Gefühl, mir Zeit für mich selber zu nehmen und einen gewissen Wellnessfaktor zu haben. Ganz wichtig ist dabei der Duft eines Produkts, aus mancher Schönheitspflege werden sogar fast

RITUALE

Zum Beispiel beim Duschen morgens habe ich ein solches entwickelt, bei dem ich mich voll und ganz dem Wasser, dem Mich-Wohlfühlen hingebe und die Welt, Probleme, Überlegungen für ein paar Momente ausschließe. Vor einiger Zeit entdeckte ich in diesem Zusammenhang den Duschschaum von RITUALS, der extrem weiche Cremigkeit mit tollen Düften kombiniert und mich restlos begeistert. Leider handelt es sich hier nicht gerade um die billigste Marke, aber hin und wieder gönne ich mir das.




RITUALS ist eine niederländische Firma mit weltweit fast 870 Geschäften und einem eigenen Online-Shop. Des Weiteren kann man die Produkte der Firma auch in bekannten Parfümerien wie zum Beispiel Douglas erwerben.

Der Gründer Raymond Cloosterman beschreibt die Firmenphilosophie auf der Homepage sehr ansprechend und trifft meine Einstellung damit auf den Punkt:
„Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir unsere täglichen Routinen in bedeutsame Momente verwandeln können, wenn wir den Details etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Das Glück liegt in den kleinen Dingen des Lebens.“ Daraus resultiert das Konzept, mit attraktiven und luxuriösen Produkten die Routine des Alltags in besondere Momente zu verwandeln.

Dieses Konzept spricht mich sehr an, so dass ich mich sehr freute, in meiner Luxury Box N.5 ein ganz anderes RITUALS-Produkt als Duschschaum vorzufinden und so mehr dieser Marke kennenlernen zu können:

LUXURY PERFUME COLLECTION




Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine kleine Sammlung von Parfum, genauer gesagt um drei verschiedene Duftminiaturen mit jeweils 10ml. Die kleinen Fläschchen sind in einer hübschen Pappbox mit Sichtfenster verstaut, die sich ganz einfach aufklappen lässt. Die Collection kostet 25,50 Euro, alle drei Düfte gibt es auch als 50ml-Versionen und als einzelne Minis mit 10ml zu kaufen: 50ml kosten 39,00 Euro, gar nicht mal so teuer. Die Einzelminis lohnen sich dagegen nicht wirklich, mit 9,50 Euro sind sie jeweils 1 Euro teurer als im Set.

Ich mag bei mir unbekannten Düfte solche Miniaturen sehr gerne, man kann eine Weile testen und hat nicht gleich eine große Flasche am Hals, wenn ein Duft nicht wirklich zu einem passt. Manchmal ist ein Flakon ja wunderschön, der Inhalt dagegen hält nicht, was versprochen wird oder ist nicht typgerecht. Wunderschön finde ich bei der Collection auf alle Fälle schon mal die

OPTIK

Das Aussehen der kleinen Fläschchen mit Sprühkopf transportiert in meinen Augen ganz hervorragend den fernöstlichen Gedanken und den Bezug zur Natur, der allen Rituals-Produkten inne wohnt und passt so absolut zur Marke.



Die Flakons sind ganz clean, ohne Schnörkel und Verzierungen geformt und lenken nicht vom Wesentlichen ab. Vorne ist lediglich der Schriftzug „RITUALS…“ silberfarben aufgedruckt, um welchen Duft genau es sich handelt erfährt man lediglich durch den Aufkleber am Boden der Flasche. Die drei unterschiedlichen Duftrichtungen werden dabei durch unterschiedliche Färbungen gekennzeichnet: ein leichtes Rosé, ein sehr helles Grün und ein dunkles Grau, das gegen das Licht gehalten Violett schimmert.

Besonders schön finde ich die Deckel, die ganz schlicht quadratisch aus Holz sind, mit einem eingeprägten „Rituals…“-Schriftzug an der Oberseite. Auch hier wird mit Farben passend zum Glas unterschieden, von ganz hell über mittel- bis dunkelbraun. Normalerweise verschwinden die Deckel bei meinen Parfüms immer sofort, weil mich das Abziehen bei jeder Verwendung nervt – hier bleiben sie drauf, denn das Gesamtbild ist schon Luxus fürs Auge.




Trotzdem: wichtiger als die Optik ist natürlich der Duft. Was versteckt sich denn aber nun hinter den einzelnen Nummern?



NO. 23 MAGNOLIA & PINK PEPPER

Kein klangvoller Phantasiename bezeichnet die Düfte, sondern neben der Zahl nur die Haupt-Duftnoten. Pur und schlicht wie schon die Flakons, da weiß man doch gleich, woran man ist und was man hat.



In dem Fall einen eher blumigen Duft, allerdings mit einer gewissen Würze und nicht süß. „Die saftigen Früchte der Magnolie färben diesen luxuriösen Duft, gewürzt mit einem Hauch von Rosa Pfeffer.“ Sagt der Hersteller. Magnolienfrüchte? Magnolien haben eigentlich verholzte, zapfenartige Früchte und keine saftigen… sei´s drum, blumig passt und ich denke dann doch eher an die Blüte und nicht an Früchte.
Als Basisnote dient ganz subtil Moschus, sehr dezent, weswegen mich dies auch nicht stört, obwohl ich kein Fan von Moschusdüften bin.

Frisch aufgesprüht ist dieser Duft recht stark, fast schon ein bisschen zu stechend. Mein Sohn, dem ich eine halbe Stunde später begegnete meinte dann auch „Mama, du hast heute etwas zu viel Parfüm erwischt“. Nicht mehr als sonst auch mit anderen Düften, aber bei No. 23 muss man eher zurückhaltend agieren und vorsichtig dosieren. Oder eine Stunde lang niemandem unter die Nase kommen, denn dann entwickelt sich so langsam ein wirklich schöner blumiger Duft, der für mich wunderbar ins Frühjahr passt.

Was am Anfang etwas zu stark ist, hat gegen Ende einen großen Vorteil: morgens aufgesprüht rieche ich fast 10 Stunden danach einen ausgesprochen angenehmen Duftakzent, das EdP ist also sehr haltbar, was ich toll finde.




NO. 01 GINGER ESSENCE & WHITE TEA




Hört sich für mich nach einem leichten und würzigen Sommerduft an, Rituals schreibt dazu auf der Produktseite:
„Ein zitroniger, blumiger und subtiler Duft auf der Grundlage von natürlichen Inhaltsstoffen und biologischem Alkohol. Stellen Sie sich die weichen Nuancen des Lichts am frühen Morgen vor. Ihre Haut ist umhüllt von einem erfrischenden, durchscheinenden und aphrodisisch duftenden Nebel. Das pure Wohlbefinden, kreiert aus weißem Tee, der sich mit dem eindringlichen Charakter von Ingwer vereint.“
Ingwerduft mag ich, wenn er nicht zu scharf ist, weißer Tee duftet ja sowieso sehr dezent und frisch. Mit Zitrusduft hätte ich dem Namen nach jetzt nicht wirklich gerechnet, aber in der Tat handelt es sich hier um ein Parfüm mit deutlicher zitrischer Note, im Hintergrund leicht würzig (der Ingwer? Wird es wohl sein).
Dieser Duft im hellgrünen Flakon (wer hätte es geahnt *g*) ist mein absoluter Favorit, ein wahrer Sommerduft für mich Zitrusliebhaberin, der gleich beim Aufsprühen toll riecht und nicht zu streng ist. Im Vergleich zu No. 23 ist er allerdings nicht ganz so haltbar: am Vormittag aufgesprüht bemerke ich bereits am Nachmittag kaum mehr etwas davon, wenn ich schnuppere. Interessant ist allerdings, dass sich die Haltbarkeit durch Nachsprühen anscheinend verstärkt, denn danach duftet mein Handgelenk beim Zubettgehen gegen Mitternacht immer noch.
Einmal aufgetragen als Tagesduft, nachmittags erneuert, dann hat man auch noch abends auf der Grillparty was davon.

NO. 7 WHITE PATCHOULI & CEDAR WOOD



Auch dieser Name lässt kein Rätselraten zu: es handelt sich um einen etwas schwereren Duft mit Holznuancen. Ich sag´s ganz ehrlich, ich dachte „Nee, niemals meins.“ Patchouli ist mir bei den meisten Parfüms zu schwülstig und weckt in mir die Assoziation an Teenagerzeiten mit indischen Hängerkleidchen und Räucherstäbchen.
Großer Irrtum, der Duft ist wirklich interessant und alles andere als zu opulent und unangenehm. Blumige Nuancen sind mit holzigen Akzenten kombiniert, mit dem Patchouligestank meiner Jugend hat das nichts zu tun.

Die Parfümbeschreibung von Rituals gibt meinen Eindruck sehr gut wieder: „Hölzern, blumig = Spritzig. Die Inspiration des Parfümeurs (Catherine Selig) bestand daraus, die Seele der Frau mit der Seele des Waldes zusammenzuführen. Denken Sie ganz einfach an die unschuldige Reinheit von weißem Patschuli und die mysteriösen warmen Noten der Zeder.“ Nur empfinde ich No. 7 nicht als extrem feminin, sondern fast ein wenig „unisex“ – ich könnte mir diesen Duft vielleicht minimal herber auch gut als After Shave vorstellen




No. 7 ist für mich ein Duft für den Abend, der anziehend und auffallend, aber nicht aufdringlich und passend für jede Jahreszeit ist. Etwas schwerer, etwas opulenter, ein bisschen Diva, aber weniger „Dita van Teese“ oder „Sophia Loren“, sondern mehr „Marlene Dietrich“. Und wie singt diese so schön? „Männer umschwirr´n mich wie Motten das Licht“ – was will frau mehr? ;-)



MEIN FAZIT

Ich bin begeistert. Ich konnte drei Damenparfüms ausprobieren, die für mich absolut neu waren. Neu nicht nur im Sinne von "unbekannt", sondern auch hinsichtlich des Gefühls, mal wirklich etwas anderes ohne Déja-Vu-Gedanken zu riechen.
Was dabei wirklich ein Phänomen ist: keiner der Düfte ist für mich ein absolutes No Go, jeder geht für unterschiedliche Gelegenheiten. Selbst wenn einer gar nichts für mich gewesen wäre, bei 10 ml sitzt man nicht ewig auf einem Fehlkauf und verschenkt den auch mal leicht an Freundinnen, zu denen er besser passt.



Mein Favorit ist auf alle Fälle No. 1, erstaunlicherweise gefolgt von No. 7, mit dem ich ausgetretene Pfade verlasse, was ich ganz besonders spannend finde. No. 23 bildet das Schlusslicht, weil ich bei dem wirklich aufpassen muss, nicht zu viel zu erwischen (oder ihn eine Stunde bevor ich unter Menschen komme aufzutragen).

Zu einem wirklich günstigen Preis kann man drei neue Düfte ausprobieren und den Favoriten im Bedarfsfall nachkaufen, wobei dann 39 Euro für 50ml auch nicht horrend sind. Erwerben kann man dieses Set leider nur bei Rituals direkt (in den Shops oder Online), wobei es sehr beliebt zu sein scheint, da es online immer wieder ausverkauft ist. Man muss also öfter man rein schauen und dann bei Gelegenheit schnell zuschlagen.

Ich sehe absolut keinen Minuspunkt und empfehle daher diese Kollektion an alle Duftliebhaberinnen weiter.

Liebe Grüße

Eure Kerstin






Dienstag, 24. Februar 2015

ÜBERRASCHUNG VON MAYBELLINE NEW YORK

Hallo ihr Lieben,

gestern war ich ganz erstaunt, als ich ein Päckchen mit dem Absender "L´Oreal" erhielt - ich hatte doch weder etwas bestellt, noch mich für einen Produkttest beworben.

In der Tat trudelte ein Überraschungspaket von Maybelline New York ins Haus, auf der wirklich hübschen Box stand ganz groß

YOU ARE SENSATIONEL




Bin ich? Oh danke schön :-) Auf dem Begleitschreiben stand, dass ich deshalb drei COLOR SENSATIONAL-Farben der COLOR SENSATIONAL REBEL BOUQUET KOLLEKTION  geschenkt bekomme. Farbe für die Lippen, die neuesten Lippenstifte 2015 von Maybelline.

Ich trage ja nun eher wenig Lippenstift und wenn, dann auch eher dezente Farben, aber ich habe mich trotzdem riesig gefreut und die drei sofort ausprobiert.




Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich schon die Hülsen sensationell finde: durchsichtiger Kunsstoff in dunklen Beerentönen, durch die die innere silberne Hülse metallisch durchscheint.
Der Inhalt sieht genauso klasse aus.




Bei No. 448 Coral Flourish handelt es sich um ein kräftiges Korallenrot, das mir auf den Lippen richtig gut steht und von dem ich von vornherein dachte, dass es etwas für mich sein könnte. Skeptischer war ich bei No. 185 Plushest Pink, den knalliges Pink wirkt auf mich oft barbielike. Irrtum, aufgetragen sieht der auffällig, aber nicht übertrieben, künstlich oder gar billig aus.
Am wenigsten steht mir persönlich das dunklere, bläuliche Violett von No. 365 Plum Passion. Aber mit dem passenden Make-Up kann ich mir sogar diese Farbe auf meinen Lippen vorstellen.


Von Links nach Rechts: Pink, Plum, Coral


GESCHMEIDIG

fühlen sich meine Lippen nach dem Auftragen an, das übrigens sehr einfach und korrekt zu bewerkstelligen ist. Alle drei Stifte decken sehr gut, trocknen die Lippen nicht aus und sind wunderbar haltbar.



Im Moment sind Knallfarben nichts für mich, da sie selbst mit Make-Up meine Winterblässe noch unterstreichen. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, jeden dieser Lippenstifte im Sommer zwar nicht im Alltag, aber zu besonderen Gelegenheiten wie Grillpartys und Sommerfeste zu verwenden. Den Beautys unter euch, die sowieso knallige und kräftige Farben bevorzugen, kann ich die Lippenstifte der REBEL BOUQUET Kollektion auf alle Fälle empfehlen.



Welche Bloggerkollegin hat ebenfalls so ein Überraschungspäckchen erhalten? Was meint ihr zu diesen Lippenstiften? Wären die Farben etwas für euch?

Coral / Pink / Plum (Farben erscheinen hier heller als im Original)


Ein herzliches Dankeschön geht natürlich an L´Oreal / Maybelline, ihr habt mir wirklich eine Freude gemacht.


Liebe Grüße an euch alle
Eure Kerstin


Samstag, 21. Februar 2015

GU-BALANCE DIE DRITTE: IST SPORT MORD?

Ich lebe noch, ihr Lieben ;-)

Tja, eigentlich wollte ich bereits letzte Woche mit dem GU-Balance-Bericht weiter machen und euch an meinen Erkenntnissen zum Sport-Teil teilhaben lassen. Wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, hat mich dann allerdings ein grippaler Infekt flach gelegt und ich war leider weder in der Lage zu schreiben, noch zu sporteln.

Da ich zuvor allerdings fleißig Tag für Tag die mir vorgeschlagenen Übungen absolviert habe und geguckt habe, was ich denn machen sollte wenn ich denn könnte, sobald ich halbwegs wieder in der Lage war einen Blick ins Programm zu werfen, kann ich euch nun etwas verspätet so manches darüber erzählen, über den Block

FIT & AKTIV

Das Sportprogramm bei GU-Balance besteht aus diversen Videos, in denen verschiedene Trainer verschiedene Fitness-Übungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen "vorturnen". Die Trainer werden auf der Fit&Aktiv-Startseite vorgestellt, was genau sie dazu befähigt, als solche zu fungieren wird allerdings nicht genannt. "Fitnesstrainer", "Profitänzerin", "Expertin für" sind die Begriffe, die mir zeigen sollen, dass hier wirklich ausgebildete Leute am Werk sind. Jede(r) Trainer/in ist für einen bestimmten Bereich zuständig, Axel zum Beispiel für Yoga und Pilates, Pascale für Dance, Hannah für Fatburner-Fitness usw.



Im Angebot findet man neben Yoga und Pilates auch Cardio-Workout, Rückentraining, Body-Styling... und Tabata. Letzteres war mir übrigens vor GU überhaupt kein Begriff: dabei handelt es sich um um kurzes (10 Minuten), aber hochintensives Training mit Kniebeugen, Situps und Liegestützen. Ganz klar nichts für mich *lach*

Soviel zur Theorie, nun zur Praxis:

ich kann durchaus sagen, dass mir das Mitmachen bei dem einen oder anderen Video Spaß gemacht hat und ich durchaus motiviert wurde. Für das Training daheim braucht man auf alle Fälle etwas Platz (für Yoga weniger, für Dance schon etwas mehr), den ich gefunden habe. Schön finde ich, dass ich durch GU-Balance Yoga für mich entdeckt habe, ich hatte vorher nie den Eindruck, dass das was für mich wäre und habe es daher nie ausprobiert.




Andererseits finde ich eines nicht so gut: zwar steht unter dem Video steht, für wen es geeignet ist, was man dafür an "Ausrüstung" braucht, und was es bewirkt, auch werden Tipps zum Üben gegeben und es wird bei Manchem darauf hingewiesen, dass Menschen mit bestimmten Problemen (zum Beispiel Rückenproblemen) vorher den Hausarzt fragen sollen. Doch im Video selber gibt es keine Hinweise mehr darauf, dass man sein Tempo nach seinen Fähigkeiten ausrichten kann, es gibt bei längeren Videos keine Pausen, um mal einen Schluck zu trinken - ein absoluter Anfänger mit null Ahnung kann sich da schnell mal überfordern, wenn er meint mithalten zu müssen. Das halte ich für gefährlich.

Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, dass sich in meinem Programm die Videos sehr oft wiederholen und wenn man mal in den diversen Programmen stöbert erkennt man auch schnell, dass die Anzahl der unterschiedlichen Videos doch relativ gering ist. Ich suchte zum Beispiel mehr Yoga-Übungen: es gibt 8 Videos, von denen drei eine Länge von 45 Minuten aufwärts haben, das heißt gerade mal 5 sind für meine Bedürfnisse geeignet. (Pilates: 5 Videos / Dance: 4 Videos / Rückenfit: 3 Videos...)

Ich persönlich mag am liebsten Übungsvideos, die nicht länger als 20 Minuten gehen, diese kann ich einfach am besten in meinen Alltag einbauen.Ich finde, man sollte von vornherein nicht unbedingt sooo lange Videos (50 Minuten) anbieten. 30 Minuten Max reicht und wer mehr machen will, der kann ja zweimal oder zwei verschiedene hintereinander machen.

Wie bei den Rezepten auch gibt es keine Auflistung aller Übungen und keine Suchfunktion, mit der man gezielt bestimmte Videolängen oder Übungsarten suchen könnte. Möchte man also etwas anderes als das für den Tag Vorgeschlagene machen, ist es wieder einmal sehr zeitaufwändig, das Richtige zu finden.



Die inhaltliche Qualität der Übungsvideos ist in meinen Augen auch sehr unterschiedlich. Während mich Axel beim Yoga überzeugt (er bietet zum Beispiel oft Varianten für geschultere und weniger fittere Mitturner an und gestaltet auch längere Videos abwechslungsreich), ließ mich Latin-Dance etwas erstaunt und gefrustet zurück:
ich hab 30 Minuten eines 50-Minuten-Videos durchgezogen und dann aufgehört. Weniger weil nix mehr ging, sondern mehr weil es stinkelangweilig wurde. Immer nur die gleichen Grundschritte, keine Abwechslung, keine Schrittkombinationen oder verschiedene Armbewegungen - wie am Fließband. Ich hab dann ein wenig vor gescrollt, was kam da auf einmal??? 10 Minuten Bauchtraining - was hat das mit Latin Dance zu tun??? Die Vortänzerin kam mir übrigens auch nicht besonders professionell vor, die ist zwar fit, aber ob sie als Trainerin geschult ist? 

Bevor ich mit euch nun noch einen Blick auf das sogenannte "individuelle Programm" werfe, das man nach dem Einführungstest angeboten bekommt, vergebe ich für den Fit & Aktiv-Block drei von 5 Sternen. Der Sportteil ist nicht unbrauchbar, aber mit Vorsicht zu genießen, wenig ausgebaut und daher in meinen Augen eher mittelmäßig, auch wenn er mir persönlich durchaus Spaß gemacht hat.

 

GANZ AUF MICH ZUGESCHNITTEN

so stelle ich mir ein Programm vor, das sich "individuell" nennt. Dass das hier nicht wirklich zutreffen kann, war mir bereits nach dem Eingangstest klar, der einfach zu wenig Fragen enthielt und zu wenig detailliert ist, um mich als Person, meine Voraussetzung und meine Bedürfnisse einschätzen zu können. Meine Erwartungen waren also nicht allzu hoch.

Extrem erstaunt hat mich dann aber der Vorschlag, der mir am dritten Tag in puncto Sport gemacht wurde. Ich hatte im Test lieber zu tief als zu hoch gestapelt und betreffs meiner Fitness auf die Frage "Wie fit fühlst du dich aktuell?" als Antwort "Mich macht schon der Gedanke an Sport müde und schlapp" gewählt - also einen Fitnesslevel von null komma garnix angegeben.
An Tag 3 bekam ich 50 Minuten Dance-Workout vorgesetzt: ernsthaft? Die schlagen einem absoluten Sportmuffel, der sich als total unfit bezeichnet fast eine Stunde pausenlose Powerbewegung vor?  Ausgesprochen individuell, ich glaube, dazu muss ich nichts mehr sagen.

Im Prinzip kann man genauso gut aus den angebotenen Spezialprogrammen wie zum Beispiel "Fit durch den Winter", "Bauch, Beine, Po intensiv", "Bikinifigur in drei Wochen", "Detox-Yoga" etc. etwas aussuchen (diese gehen über unterschiedliche Zeiträume von 2 bis 6 Wochen), die auch nicht weniger individuell sind als das "Individuelle Programm".

Soviel für heute. Der Test läuft noch 14 Tage und sobald ich wieder ganz auf dem Damm bin, werde ich wohl auch mehr oder weniger wieder einsteigen. Nächste Woche möchte ich euch noch etwas über den Entspannungs-Block und über technische Details erzählen und mein Fazit ziehen, bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit

Liebe Grüße
Eure Kerstin