Samstag, 30. August 2014

PENNE ALL´AMATRICIANA MIT DEM PHILIPS AVANCE 2-IN-1 STABMIXER

Hallo ihr Lieben,

schon gespannt auf meinen ersten Versuch mit dem Philips Stabmixer?
Hier wie versprochen das erste Rezept

PENNE ALL´AMATRICIANA

Wir haben in der letzten Woche am Gardasee zwangsläufig nur Italienisch gegessen, aber Italienisch geht schließlich immer. Und diese Nudelvariante habe ich mir nicht bestellt gehabt.
In manchen Regionen in Italien wird das Gericht scharf gekocht, wobei dann einfach eine Chilischote dazu kommt. Am Gardasee habe ich es nur mild bekommen, und da mein Mann scharfes Essen nicht so mag, stelle ich euch auch die milde Version vor.






KRÄUTER HACKEN

In diesem Fall Petersilie aus dem eigenen Garten. Was habe ich nicht schon alles an Choppern und Kräutermühlen ausprobiert, um mir das Schneiden mit der Hand zu ersparen. Entweder wurde alles nur zerrupft und ungleichmäßig oder man bekam ruck zuck Kräutermatsch - das mag vielleicht schön für Pesto sein, aber nicht wenn man gehacktes Grünzeug möchte.

Dementsprechend skeptisch war ich, als ich das Messer in den Chopper setzte, die gewaschene und gut abgetrocknete Petersilie hineingab, mit einem leichten Klick den Stab aufsetzte und los legte.

Ganz vorsichtig - der Pürierstab hat variable Geschwindigkeiten, die nur mit Druck auf die Speed-Touch-Taste je nach Stärke intuitiv bestimmt werden. Das geht erstaunlich gut, man kann wirklich sehr gut bestimmen, wie schnell das Messer rotieren soll, bei Kräutern natürlich eher langsam.

Das Ergebnis hat mich sehr überrascht und erfreut: zum ersten Mal in meinem Köchinnenleben war ich wirklich zurfrieden, hatte nach ein paar wenigen "Drückern" fein gehackte und absolut nicht zermatschte Petersilie. Das werde ich im Laufe des Tests natürlich noch mit anderen Kräutern verifizieren, aber ich muss schon sagen, hier wurde ich überzeugt. Schaut selber:






ZWIEBELN UND KNOBLAUCH

Raus mit der Petersilie, rein mit zwei geschälten und in Achtel geteilten Zwiebeln und einer geschälten Knoblauchzehe. Drei-, viermal auf die Taste gedrückt und schon waren die Zwiebeln fein gehackt und ebenfalls nicht matschig. Die Knoblauchzehe dagegen war leider nur angekratzt, die hätte ich vorher vielleicht auch noch etwas teilen sollen - versuche ich beim nächsten Mal.

Alles vorher

Knoblauch nachher



TOMATEN PÜRIEREN

Normalerweise nehme ich nur passierte Tomaten aus dem Tetrapack, ich hatte allerdings noch ein paar Tomaten aus dem Garten, die schon ziemlich weich waren. Die habe ich ebenfalls im Chopper schnell püriert und dazu gegeben - klappte ebenfalls hervorragend






NUN ZUM REZEPT

250 Gramm gewürfelten Bauchspeck - im Original Panchetta, aber den bekommt man bei uns normalerweise nur in zu dünnen Scheiben - mit einem Eßlöffel Olivenöl in einem Topf bei hoher Hitze gut auslassen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch dazu geben und ein paar Minuten mit andünsten. Mit den passierten Tomaten ablöschen, mit einem Esslöffel getrocknetem Oregano und zwei bis drei Esslöffeln Petersilie sowie Salz und Pfeffer würzen und eine Weile köcheln lassen. Fertig - so einfach und doch sooo lecker.

WIE LECKER?

Nun ja, als die Soße fast fertig war und mein Mann Nudeln abkochte, rief mein Onkel Beni an. Onkel Beni ist 89 und total klasse drauf, wir telefonieren zweimal im Jahr miteinander und wenn er anruft, würge ich ihn für nichts ab, sondern es wird gequatscht. Meine Männer - hungrig wie sie waren - fingen schon mal mit dem Essen an. Und das bevor ich ein Foto machen konnte - seht selber, was dafür nach meinem Telefonat noch übrig war:






Zum Glück für meine Männer hatte ich den Käse - Gran Padano am Stück - bereits zuvor noch mit dem Chopper klein gerieben (oder besser gesagt gehackt). Auch das hat mich begeistert, Schluß mit Verletzungsgefahr für die Finger nach anstrengendem Geraspel auf einer Reibe:



POWER

Mal ganz allgemein: der Philips Avance 2-in-1 Stabmixer hat mit seinen 800 Watt echt Power und schafft problemlos auch den etwas härteren Käse. Dabei kann man in der Tat die Geschwindigkeit des Messers ganz individuell, intuitiv und auf das jeweilige zu zerkleinernde Produkt anpassen. Und er liegt wirklich super und ergonomisch in der Hand, so dass die Verwendung auch absolut nicht anstrengend ist. Der Einstieg ist gelungen, weitere Versuche werden aber natürlich folgen.

Bis dahin immer eine gute Mahlzeit auf dem Tisch wünscht euch
Eure Kerstin

Freitag, 29. August 2014

VOM URLAUB DIREKT INS TESTLABOR

Halli hallo...
 
ja, ich weiß, ich habe mich im August etwas rar gemacht: Familienurlaub, davon eine Woche in Italien - da treten bei mir Internet und Blog ein wenig in den Hintergrund.
Doch kaum zurück vom Gardasee geht es mit dem Testen gleich wieder in die Vollen, drei Produkte habe ich hier liegen und möchte mit diesem anfangen, das ich für die Leckerscouts testen darf: den


AVANCE 2-IN-1 STABMIXER HR 1674/90 VON PHILIPS

Durch den Urlaub etwas verspätet hatte ich ihn heute zum ersten Mal im Einsatz und habe Spaghetti All´Amatriciana gekocht. Ich muss euch aber vertrösten was das Rezept betrifft, das gibt´s morgen - heute ist es schon spät und so schreibe ich quasi einen Quickie und stelle euch "nur" das Gerät vor.



Wie ihr auf diesem Bild hier seht, hat der Stabmixer einen großen Lieferumfang und ist alles andere als ein ganz simpler Stabmixer. Dafür ist der Preis dieses Geräts, das ganz neu auf den Markt kommt (online ist außer im Philips Shop noch nirgendwo zu finden) mit 99,90 Euro (UVP, 89,99 bei Philips direkt) ein wirklich stolzer. Ob er gerechtfertigt ist, werde ich in den nächsten Tagen feststellen.

DER CHOPPER

ist ein Teil, das mich ganz besonders interessiert. Er ist geeignet zum Hacken von Kräutern, Käse und Gemüse und zum Pürieren kleinerer Mengen.



Der Behälter ist relativ groß, da passt schon was rein. Und das Messer fasse ich nicht leichtfertig an, denn das scheint ziemlich scharf zu sein. Wie scharf teste ich auch euch zuliebe nicht mit der Hand ;-)
Es gibt wohl auch eine Variante mit einem kleineren Behälter, aber für mich persönlich ist der XXL genau richtig. 




DER PÜRIERSTAB

besteht aus Edelstahl und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Eigentlich bevorzuge ich Kunststoffköpfe bei Pürierstäben, weil ich denen bei der Verwendung direkt in beschichteten Töpfen mehr traue und bei Edelstahl Angst vor Kratzern habe. Ich werde ihn mal in einem älteren Topf verwenden und dann sehen wir weiter...





 Ansonsten kann man ihn natürlich auch im mitgelieferten hohen Kunsstoff-Mixbecher verwenden, der mit seiner Skala auch als Messbecher taugt. Das titanbeschichtete Messer ist schärfer und sechs Mal härter als ein Edelstahlmesser, so der Hersteller.


 DIE QUIRLE

eignen sich für das Schlagen von Sahne und die Herstellung weicher Teige. Kuchenbacken ist also angesagt ;-)




Etwas schade finde ich, dass nicht auch Knethaken beiliegen oder dazu zu bestellen sind. Bei 800 Watt Power müssten zumindest weichere Hefeteige damit auch gut zu schaffen sein und der alte Handmixer hätte endgültig ausgedient.



So, dies mal vorab - morgen mehr.
Sieht doch aber schon mal gut aus oder was meint ihr?

Liebe Grüße
Eure Kerstin



#leckerscouts #PhilipsStabmixer

Mittwoch, 13. August 2014

ES HAT SICH AUSGEBLITZT - LUMEA COMFORT ABSCHLUSSBERICHT

Hallo meine Lieben,

in den letzten Wochen habt ihr nichts mehr von meinen Erfahrungen mit dem Lumea Comfort gehört. Warum auch - es hat sich nichts verändert seit meinem letzten Post. Oder höchstens minimal, was ich euch heute zum Abschluß noch erzählen möchte.

Ich war schon soweit, den Lumea zurück zu schicken, da wurde der Testzeitraum um einen Monat verlängert. Ich entschloss mich also, dem IPL-Enthaarungssystem noch eine Chance zu geben und in diesen vier Wochen die Intervalle zu erhöhen - ich blitzte Achseln und die Bikinizone nun wöchentlich statt 14-tägig.



Insgesamt habe ich noch vier Mal geblitzt und meine nun, zumindest unter den Armen eine gaaanz leichte Veränderung zu bemerken. Es gibt zwar keine Lücken, aber die Haare sind etwas feiner geworden und ich muss mich nicht mehr alle 2-3 Tage rasieren, um glatte Achseln zu haben sondern nur noch alle 3 – 4 Tage. Reißt euch das vom Hocker? Mich nicht wirklich, zumal die feineren Haare auch einen Nachteil bergen: die Klinge meines Gilette Venus packt die nicht mehr so gut, wenn sie nicht total neu und scharf ist.
In der Bikinizone sprießen die Haare auch nach der Testphasenverlängerung wie eh und je.



BEI MIR WIRKT ES PRAKTISCH NICHT
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und Philips gibt mir dafür leider keine Erklärung. Da die Ausgangssituation bei mir perfekt ist (schwarze Haare, helle Haut) und ich wirklich wie empfohlen und regelmäßig geblitzt habe, frage ich mich schon, warum das Gerät bei mir nicht wirkt. Ich bin durchaus nicht die Einzige, bei der es so ist, es gibt auch einige andere Testerinnen, die überhaupt keine bis nur sehr schwache Erfolge vermelden können. Auf meine Anfrage bzw. meine Bewertung des Lumea auf der Philips-Webseite hin bekam ich von Philips nur die Informationen, die man bereits in der Bedienungsanleitung, in der Beschreibung des Geräts bei Philips und diversen Online-Shops und in den FAQ zum Lumea ebenfalls auf der Philips-Webseite entnehmen kann: dunkle Haare... helle Haut... in den ersten zwei Monaten alle zwei Wochen blitzen... ideale Ergebnisse im Allgemeinen nach 4-5 Behandlungen... verschiedene Wachstumsphasen.

Das alles hatte ich bereits gelesen, hatte ich befolgt, traf bei mir zu, hatte ich abgewartet und trotzdem tat sich nichts. Warum nicht, das weiß ich bis heute nicht. Ich muss also einfach hinnehmen, dass der Lumea Comfort bei mir nichts bewirkt und weiß bis heute nicht, warum das so ist. Weitere Testerinnen berichten von Haarverlusten und langsameren Wachstum, allerdings ist wohl keine nach vier Monaten tatsächlich haarfrei.  

FAZIT

Ich kann es drehen und wenden wie ich will: mich hat der Lumea Comfort enttäuscht. Ich habe keine Wunder erwartet, aber dass praktisch gar nichts passiert ist dann doch eine extrem schwache Leistung. Hätte ich eine Erklärung dafür, warum es bei mir nichts bringt, würde ich das Gerät zumindest noch für andere Personengruppen empfehlen – eine Frau mit blonden Haaren kann ja nicht sagen „Lumea ist schlecht“, denn es wird angegeben, dass IPL bei hellen Haaren nicht oder kaum funktioniert und Lumea ist somit eben nur für sie nicht geeignet. Da es aber keinen beschriebenen Grund gibt, dass meine Haare dem Blitzen energisch stand halten und auch Philips selber dazu nichts zu sagen hat, muss ich leider abraten und schwanke zwischen einem und zwei Sternen.

Reicht die minimale Veränderung unter den Armen dafür aus, einen zweiten Stern zu rechtfertigen? Wenn ich mir den Preis von 249,99 Euro (UVP) ansehe: nein, auf keinen Fall. Philips bietet zwar eine 60-Tage-Geldzurück-Garantie an, aber in dieser Zeit kann man gerade mal 4 Anwendungen durchführen und wie sich gezeigt hat, hat dieser Zeitraum bei den wenigsten Testerinnen etwas gebracht. Im Netz ist der günstigste Preis 229 Euro, wir müssten 150 Euro zahlen.

Ich habe mein Testprodukt zurück geschickt, selbst 150 Euro sind noch zu viel, das Ganze ist zu aufwändig, von Haarfreiheit kann nicht die Rede sein, rasieren muss man trotzdem noch und wird man irgendwann mal nachlässiger und blitzt längere Zeit nicht, dann kommen alle Haare wieder zurück.

Einen ausführlichen Bericht über den gesamten Testzeitraum und das Gerät selber kann man hier nachlesen, wenn man möchte: "AGENT K (ERRY) UND DAS BLITZDINGS"

Liebe Grüße
Eure Kerstin



Donnerstag, 7. August 2014

OMMMM...

...ron. ;-)

Hallo ihr Lieben,



nein, ich bin nicht unter die Buddhisten gegangen oder seit neuestem Hindu, auch wenn diese heilige Silbe durchaus etwas zum Thema dieses Berichtes beitragen kann. Es geht nämlich um den Blutdruck, der bei einem gesunden, relaxten Menschen nicht zu hoch ist. Zu hoher Blutdruck ist ungesund, also: cool bleiben, sich nicht aufregen… ommmm….

Ich durfte für die Blutdruckscouts das Blutdruckmessgerät OMRON M500 testen und möchte euch dieses zum Abschluss nach ein paar Wochen vorstellen. Ich habe mich sehr gefreut, bei diesem Test dabei sein zu dürfen, da unser altes Messgerät so langsam den Geist auf gibt – doch wozu braucht man überhaupt daheim so ein Gerät? Ist das wirklich notwendig? Auf was sollte man achten?

Kompakt verpackt


MEIN BLUT MACHT DRUCK

Und eures hoffentlich auch, denn ohne Blutdruck ist man tot. Bei dauerhaft zu hohem (arterieller Hypertonie) kann man allerdings auch ganz schnell in diesen Zustand geraten, denn er birgt diverse Gefahren für Gefäße und Organe wie Gehirn, Herz, Nieren oder Augen.

Auf dieser Seite hier - KLICK -  habe ich eine gute Erklärung dafür gefunden, was bei Hypertonie passiert, die ich einfach so übernehme – besser kann ich es auch nicht ausdrücken:

„Wenn das Blut dauerhaft mit zu hohem Druck durch den Körper gepresst wird, weiten sich die Gefäße, damit ausreichend Blut im Körper zirkulieren kann. Allerdings fließt das Blut dann nicht mehr gleichmäßig, sondern beginnt, in den Gefäßerweiterungen zu strudeln. Diese Strudel oder Verwirbelungen führen dazu, dass sich an den Gefäßwänden Blutfette ablagern und damit immer größere Fettansammlungen entstehen. Die Folge: Arterienverkalkung (med. Arteriosklerose). Die Gefäße werden durch die Ablagerungen verengt. Dadurch wird der Druck vor den Engstellen immer stärker, während dahinter zu wenig sauerstoffreiches Blut ankommt: Es „staut“ sich.
Die Folgen sind fatal:

Die Durchblutungsstörungen können zu Sauerstoffunterversorgung und massiven Organschädigungen führen. Für den Herzmuskel bedeuten diese Staus eine enorme Anstrengung, denn er muss stärker pumpen um Zellen und Organe mit ausreichend Blut zu versorgen. Durch die Verwirbelungen und den Druck vor der Verengung besteht die Gefahr, dass sich Gerinnsel lösen, die in Richtung Gehirn und Herz geschwemmt werden und einen Infarkt auslösen können.
Zu den gefährlichsten Folgeerkrankungen von Bluthochdruck gehören entsprechend Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall) oder Nierenversagen.“

OMRON M500



WAS GEHT DAS MICH AN?


Eigentlich eher wenig. Ich habe bis heute im Normalfall einen perfekten Blutdruck, mein Vater ist mit seinen 79 Jahren mittlerweile ziemlich klapprig, aber der Blutdruck ist wie bei einem jungen Mann. Als meine Mama und mein Stiefvater Anfang 60 wurden, hatten beide mit hohem Blutdruck zu kämpfen, was mich aber wenig berührte und schon gar nicht zum Kauf eines Messgeräts animierte.

Doch dann erkrankte mein Mann – sportlich, schlank, gesund ernährt – an Diabetes Typ II und verschleppte intelligenterweise vor drei Jahren eine Grippe, was zu einer Herzmuskelentzündung führte. Der eindrückliche Rat des Doktors anschließend war, sich ein Messgerät anzuschaffen und zumindest ein paar Monate lang einmal täglich den Blutdruck zu messen. Das war der Punkt, an dem wir uns ein Blutdruckmessgerät anschafften, zunächst ein Handgelenksmessgerät.


Unser altes Hangelenkgerät - Display hinüber



OMRON M500


Wie gesagt gibt dieses so langsam den Geist auf, das Display funktioniert nicht mehr so richtig und zeigt manche Stricke nicht mehr an. Von vornherein waren darauf sowieso nur die Werte zu sehen, das OMRON hat da einen entscheidenden Vorteil: neben den Werten in Zahlen auf dem Display sieht man nämlich auch links anhand von zwei Lämpchen, ob die Werte okay sind: leuchten sie grün, ist alles bestens, bei rot muss man schauen, in wie weit der Wert zu hoch oder zu niedrig ist.

Der systolische (obere) Wert sollte 139 mmHg nicht übersteigen, der diastolische (untere) nicht über 89 mmHg gehen. Von Bluthochdruck spricht man, wenn auch in Ruhephasen regelmäßig ein systolischer Wert von 140 mmHg, sowie ein diastolischer Wert von 90 mmHg messbar ist. In höherem Alter darf der Blutdruck grundsätzlich etwas höher sein als 120/80 mmHg. Er sollte aber dennoch nicht die Grenzwerte von 140/90 mmHg überschreiten.


Rot = zu hoch



OBERARMMANSCHETTE


Das Omron M500 wird mit einer Oberarmmanschette angelegt. Das war für uns zunächst eine Umstellung, es geht schneller, ein Handgelenksmessgerät anzulegen, unter anderem auch da man keinen Ärmel hochkrempeln muss. Jetzt im Sommer ist das aber kein großer Umstand und im Winter kann man ja morgens oder abends während des Umziehens messen, wenn man es täglich machen muss. Anzulegen ist die Manschette ziemlich leicht, ca. 2cm oberhalb des Ellbogens. Man muss nur darauf achten, dass der abgehenden Luftschlauch nach unten weg geht und nicht nach oben, um dann eine Kurve nach unten zu beschreiben.

Ob Oberarm oder Handgelenk macht nach Aussagen meiner Frauenärztin bei richtiger Verwendung keinen Unterschied in Hinblick auf die Messgenauigkeit. Allerdings ist eine Oberarmmanschette bequemer, da man den Arm locker ablegen kann. Bei Handgelenksgeräten muss man den Arm nämlich anwinkelt halten, um das Gerät auf Höhe des Herzens zu bringen, ansonsten können die Werte ungenau sein. Da ziehe ich nach Verwendung beider Arten nun doch die Oberarmmanschette vor.

Ist die Manschette richtig angelegt, erscheint unterhalb des Displays des OMRON ein grünes „OK“. Das ist schön, kann man sich so doch sicher sein, das Teil richtig angelegt zu haben und so auch korrekte Werte zu erhalten. Allerdings habe ich zur Probe die Manschette einmal bewusst falsch, nämlich genau um den Ellbogen herum gelegt und trotzdem ein „OK“ bekommen. Seither bin ich etwas skeptisch: ist es etwa doch nicht so wichtig, wo genau ich die Manschette platziere oder sagt das Teil einfach immer „ist in Ordnung so?“  Am Unterarm oder bei zu lockerem Anlegen meldet das Display „Error“ und gibt gar keine Werte aus, da weiß man dann sicher, dass man was falsch gemacht hat.

Ich habe sehr dünne Oberarme, von einem Standmessgerät auf einer Verbrauchermesse vor einigen Jahren konnte mein Blutdruck gar nicht gemessen werden, weil Kinderarme dafür zu dünn waren. Mit dem Omron ist das Messen kein Problem, auch bei meinem Mann und meinem Sohn funktioniert es, wobei die beide auch keine dicken Arme haben. Ich denke, dass auch etwas korpulentere Personen mit dickeren Armen die Manschette richtig anlegen können, bei XXXL wird sie aber vermutlich an ihre Grenzen stoßen.

Noch kurz etwas zum Druck der aufgepumpten Manschette: Sohnemann meinte, das wäre ganz schön heftig. Es war allerdings auch das erste Mal, dass er den Blutdruck am Oberarm gemessen hatte – natürlich ist da ein Druck, der nicht superangenehm ist, aber auch absolut nicht schmerzhaft. Wer unter euch schon irgendwann einmal im Krankenhaus oder beim Arzt den Blutdruck gemessen bekommen hat weiß, dass da keine blauen Flecken zurück bleiben und man keine Betäubung braucht, um das auszuhalten ;-) 

Bestens :-)



GESPEICHERT


Zur Inbetriebnahme legt man AA-Batterien ein und steckt den Schlauch der Manschette links am Gerät ein. Von zwei Personen können bis zu 100 gemessene Werte gespeichert werden, um bei Bedarf einen Überblick des Verlaufs zu haben (interessant zum Beispiel, wenn man Tabletten gegen Hochdruck einnimmt und die richtige Dosis einstellen muss). Mit dem Schieber links unten sollte man vor der Messung die gewünschte Person (1 oder 2) wählen. Aus den gespeicherten Daten kann man bei Bedarf auch die morgendlichen und abendlichen wöchentlichen Mittelwerte abrufen. Ich finde das nicht schlecht, so kann man Spitzen, die durch äußere Umstände (eine Fete mit Alkohol, ungewohnter Stress an einem Tag, mehr Kaffee als sonst) auftreten relativieren.

Bei uns haben drei Personen gemessen, mein Sohn musste den Gast spielen. Für Gastmessungen drückt man nicht nur kurz auf die Starttaste, sondern bleibt auf dieser, bis die Uhrzeit ganz oben im Display verschwindet. Die so erhaltenen Werte werden dann nicht gespeichert.

Alles richtig gemacht




PULS


Der Puls ist bei einem Blutdruckmessgerät in Heimverwendung sekundär, wird allerdings auch angezeigt. Ein normaler Ruhepuls sollte beim erwachsenen Menschen zwischen 60 – 80, bei Senioren zwischen 80 – 85 Schlägen pro Minute liegen. Frauen haben meist höhere Pulswerte als Männer, Leistungssportler deutlich niedrigere. Bei über 120 Pulsschlägen wird es gefährlich, hierfür kann es krankhafte Ursachen geben. Bei 150 Pulsschlägen ist der Notarzt zu rufen. Da braucht man dann aber kein Blutdruckmessgerät mehr, das merkt der Betroffene auch so, dass etwas nicht stimmt.

Interessant ist beim OMRON, dass es neben den Pulswerten auch anzeigt, wenn der Puls zu unregelmäßig ist, was man ja nicht unbedingt selber merkt. Bei uns ist diese Warnanzeige zum Glück nie aufgetreten.


Error - nicht korrekt angelegt, nicht messbar



GUT VERSTAUT


Zunächst kam mir das OMRON riesig vor: der Kasten mit dem Display ist schon größer als mein Hangelenkgerät komplett und dazu kommt noch die Manschette mit dem Schlauch. Beides zusammen ist dann aber incl. der Bedienungsanleitung ganz toll in der dazugehörigen Tasche verstaubar und passt so sehr kompakt auf die Ablage unter meinem Wonzimmertisch - immer griffbereit und doch nicht umständlich und im Weg.

Zu Reinigen gibt es nicht viel: das gut ablesbare Display tatscht man ja nicht an, es spiegelt auch nicht so, dass man jeden Fingerabdruck sehen würde, auch nicht auf dem schwarzen Gehäuse und den Tasten bzw. dem Schieber. Ich hab´s noch nie abgewischt und es sieht immer noch aus wie neu und ungebraucht.

Bedienungsanleitung



NICHT VERRÜCKT MACHEN


Meine ganz ehrliche Meinung: kaum jemand braucht ein Blutdruckmessgerät daheim. Junge gesunde Leute sowieso nicht und auch Ü40ger, bei denen keine ungewöhnlichen Gesundheitsprobleme aufgetreten sind, sollten sich nicht daheim mit so einem Teil verrückt machen. Selbst mein Mann, dessen leichter Diabetes nie mehr weg gehen wird und der immer noch eine Tablette für sein Herz täglich nehmen muss, misst vom Arzt abgesegnet nur noch sporadisch seinen Blutdruck.

Wichtig ist vor allem, in sich hinein zu horchen. In meiner ersten Schwangerschaft war eine Bekannte in meinem Vorbereitungskurs, die vor lauter Arzthorror bei jeder Untersuchung einen exorbitant hohen Blutdruck hatte – der Doktor gab ihr dann immer eine blutdrucksenkende Tablette, die sie brav einnahm. Nur um daheim dann einen viel zu niedrigen Blutdruck zu haben, den sie mit einem Glas Sekt wieder hoch pushte. Wie gesund ist das denn, sowohl für sie als auch für das Ungeborene???

Die Mutter meiner Freundin hatte vor einem halben Jahr einen ganz leichten Schlaganfall, von dem sie keine Einschränkungen zurück behalten hat. Sinnvoll ist es da sicher, den Blutdruck im Blick zu behalten. Sie misst nun aber mindestens zehnmal am Tag – das ist nicht mehr sinnvoll, wenn auch vielleicht von der Psyche her verständlich.

Ich selber habe vor einigen Tagen nach dem Staubsaugen gemessen, mich mit meinem Sohn nebenbei unterhalten, gelacht… und rote Lichtlein erhalten – zu hoch. Also habe ich kurz inne gehalten – ommmm… - nochmal gemessen und hatte beste Werte. Dann gleich nochmal: noch niedriger. Nochmal: noch niedriger. Und nochmal…. Wenn man den Arm lange genug abquetscht, hat man am Ende einen zu niedrigen Blutdruck. Alles ist manipulierbar ;-)

Nach diesem Test werde ich nur noch messen, wenn es meinen Kreislauf zerbröselt und mir schwindelig wird. Entweder habe ich dann zu wenig gegessen oder es ist das Wetter oder mein Blutdruck ist zu niedrig: die beste Ausrede, schon am Vormittag ein Gläschen Sekt zu genießen *g*

Wirklich verständliche Beschreibungen



FAZIT


Ich habe euch diesmal viel zum Thema Bluthochdruck und Messung allgemein erzählt und nicht hauptsächlich zum Gerät selber. Die Bedienungsanleitung ist so super aufgebaut und informativ, dass ich da wirklich nicht mehr zur Handhabung sagen muss, außer dass sie echt einfach ist. Und das Thema war mir in Hinblick auf meine eigenen allgemeinen Erfahrungen neben der einfachen Gerätebeschreibung einfach auch sehr wichtig - genau deswegen hatte ich mich auf den Test beworben. Ich hoffe, ihr verzeiht es mir.



Interessanterweise gab mein Handgelenkgerät mit dem halblebigen Display, an dessen Genauigkeit ich deswegen gezweifelt hatte im direkten Vergleich immer die gleichen Werte aus wie das OMRON. Es scheinen also beide genau zu sein, wobei ich mittlerweile Fan der Oberarmmanschette bin, einfach weil man da den Arm locker liegen lassen kann.
Ein großes Plus sehe ich in der Anzeige von Puls (vor allem bei Unregelmäßigkeiten) und überschrittenen Werten.

Im Netz erhält man das OMRON M500 in seriösen Shops wie z.B. der shop-apotheke für ca. 49 Euro (UVP 69,95 €), was ich für gerechtfertigt halte. Da es sich wie immer öfter um einen „Pfand-Test“ handelt (d.h. man bekommt das Testprodukt nicht gratis, sondern hinterlegt ein Pfand ca. in Höhe des halben UVP, das man zurück bekommt, wenn man das Produkt nicht behalten möchte), war für mich natürlich die Frage: behalte ich es? Eindeutig: Ja!

Weitere Infos über das Gerät, das von der Deutschen Hochdruckliga mit dem Prüfsiegel für Messgenauigkeit ausgezeichnet wurde hier bei Omron: KLICK

Im Übrigen kann man das Omron M500 60 Tage lang testen und bei Nichtgefallen zurück schicken und den vollen Kaufpreis zurück erhalten: KLICK

Aufgeräumt



Abschließend meine Bewertung: Wer keinen Bedarf hat, dem ist ein solches Gerät sowieso egal. Wer aber hin und wieder bis hin zu regelmäßig seinen Blutdruck überprüfen will oder muss, dem sei das OMRON M500 mit allen fünf von 5 Sternen empfohlen.

Liebe Grüße
Eure Kerstin