Donnerstag, 31. Oktober 2013

Guter Wein, aber nicht überragend



Bei dem zweiten von mir verkosteten Wein aus dem Für-Sie-Testerpaket handelt es sich um einen Sauvignon Blanc, eine Rebsorte, die ich sehr gerne mag, weswegen ich mich auf diesen Wein besonders freute.
                              
Der La Tulipe de la Garde Premium Sauvignon Blanc 2012 (90% Sauvignon Blanc, 10% Sémillon) lachte mich wie auch der Bordeaux bereits farblich aus dem Glas an, nicht zu blass, ein sehr schönes helles Strohgelb – so soll ein Sauvignon Blanc aussehen. Vom Duft her konnte ich dagegen keine besonderen Aromen ausmachen. Das finde ich etwas schade, denn zum Weingenuss gehört für mich auch, dass ein angenehmer Duft in die Nase steigt. Aber was soll´s, auf den Geschmack kommt es an.

Dieser ist okay, aber leider nur okay: ich schmeckte zwar fruchtige Apfelaromen, dazu eine leicht zitrische Note, die Säure ist annehmbar und frisch, aber bei diesem Sauvignon finde ich nichts, das ich nicht schon hundertmal bei anderen Weinen geschmeckt hätte und das ihn zu einer Besonderheit erheben würde. 



Nun interessierte mich natürlich auch der Preis und ich suchte ihn bei weinvorteil.de. Nur leider fand ich ihn dort nicht, auch nicht in der Variation eines anderen Jahrgangs. Auch meine weitere Suche im Netz brachte keine Bezugsquellen zu Tage. Ich kann euch also nicht sagen, was dieser gute, aber nicht überragende Weißwein kostet, auf der Homepage des Weinguts fand ich dann auch diese Mitteilung: „Exclusively available to restaurants.“  Ehrlich gesagt frage ich mich, warum wir einen Wein verkosten, den man bei Gefallen dann gar nicht nachkaufen kann, sondern höchstens zufällig mal in einem Restaurant findet. Weinvorteil.de macht sich mit dieser Testflasche jedenfalls keine Werbung, da wäre es doch sinnvoller einen Wein zur Probe zu stellen, den man dort dann auch kaufen kann. Da ich diesen Sauvignon nun aber sowieso nicht nachkaufen würde, ist es im Prinzip aber auch egal – eine Empfehlung kann ich dadurch allerdings nur bedingt und ohne Kenntnis des Preises auch nur unter Vorbehalt aussprechen.

Freitag, 25. Oktober 2013

Ein Gläschen in Ehren...





Bei den FürSie-Testern darf ich eines meiner liebsten Produkte im Bereich Lebensmittel/Getränke testen: leckeren Wein J Drei verschiedene Sorten werden hierfür von weinvorteil.de zur Verfügung gestellt, die ich euch nach und nach vorstellen möchte. 



Den Anfang macht ein Rotwein, der



CHATEAU LA TULIPE DE LA GARDE – BORDEAUX SUPERIEUR

Beim Bordeaux handelt es sich nicht um eine spezielle Traubensorte, sondern um ein Weingebiet, dessen Weine typischerweise Cuvées, also Weine aus zwei oder mehr Rebsorten sind. Chateau-Weine stammen aus Trauben eines einzigen Weinguts. Ein Bordeaux Superieur AOC ist qualitatv hochwertiger und lagerfähiger als ein Bordeaux AOC, der eher jung zu trinken ist.

Ich persönlich bin kein großer Fan von Bordeaux-Weinen, da der größte Anteil im Normalfall aus Merlot-Trauben besteht. Ich mag trockene Weine, Merlot ist mir allerdings meistens etwas zu stark und auch nicht so weich wie zum Beispiel ein Cabernet Sauvignon. Außerdem sind wirklich gute Bordeaux-Weine üblicherweise nicht ganz billig, da lagerfähige Sorten erst nach zwei bis drei Jahren Kellerreife erst wirklich rund, weich und elegant werden. Günstiger Bordeaux – zumindest die, die ich bisher probiert habe – sind mir dagegen zu rauh. Ich war also sehr gespannt…



DER ERSTE EINDRUCK

Den Bordeaux Chateau La Tulipe testete ich zusammen mit meinem Vater, der wie ich ein großer Weinliebhaber ist, im Gegensatz zu mir Merlot- und Bordeauxweine aber favorisiert. Sollte mir dieser also nicht schmecken, hätte ich einen Abnehmer. Dazu sollte es nicht kommen, soviel sei jetzt schon gesagt.

Die Flasche entkorkte ich mit der idealen Temperatur von ca. 17 Grad und goss einen guten Schluck für mich und ein volles Glas für meinen Vater ein. „Was für eine wundervolle Farbe“, war mein erster Gedanke. Sehr dunkel, auberginefarben schimmernd machte der Wein rein optisch einen sehr samtigen Eindruck. Genauso beeindruckend war der Duft, fruchtig, rund, sehr angenehm. Doch Optik, Duft und Geschmack müssen sich ja nicht unbedingt gleichen, also setzte ich das Glas an… und war begeistert: was für ein vollmundiger und dennoch feiner und weicher Tropfen. Ich behaupte nicht, exakte und alle Aromen eines Weins zu erkennen (und ich denke, das können die wenigsten von den Weintrinkern, die es behaupten), habe aber im Normalfall so meine Assoziationen: dieser Bordeaux erinnert mich an Schokolade, eventuell mit einer leichten Vanillenote. Das Fruchtige im Duft spiegelt sich dabei ebenfalls wieder und lässt es meine Geschmacksnerven mit Kirschen verbinden.

Nach dem Gesichtsausdruck meines Vaters zu schließen, war dieser genauso positiv beeindruckt und in der Tat meinte er, er würde den Rest der Flasche nach Hause mitnehmen, wenn ich ihn nicht mögen  würde. „Kannst du vergessen,“ so meine Antwort. Einen so genussreichen Tropfen teile ich gerne beim gemeinsamen Trinken, gebe ihn aber nicht weg und habe dann selber nichts mehr davon.





NACHGESCHAUT

Ganz bewusst hatte ich mich zuvor nicht über Einzelheiten informiert, auch die Flasche hatte ich mir nicht genauer angeschaut, da ich ganz unvoreingenommen an die Probe herangehen wollte. Nun waren wir aber neugierig und studierten zunächst einmal das Etikett:

Wie angenommen besteht der Bordeaux La Tulipe hauptsächlich aus Merlot-Trauben (85%), dazu kommen 10 % Cabernet Franc (eine Rebsorte mit wenig Tanninen, damit sehr mild) und 5% Cabernet Sauvignon (meinem Lieblingsrotwein). Bei 13 % Alkoholgehalt ist auch erklärt, warum der Wein so vollmundig ist.

Billig kann so ein Wein nicht sein, darin waren wir uns einig. Der Laptop musste also her und ich recherchierte bei weinvorteil.de den Preis. Wie befürchtet übersteigt dieser meine Schmerzgrenze – ich bin zwar davon überzeugt und habe die Erfahrung gemacht, dass ein Wein unter 5 Euro nicht wirklich schmecken kann, die übliche Preisspanne, die zumindest für meinen „Alltagswein“ gilt liegt zwischen 5 und 10 Euro, die ich selten übersteige. In der Tat und wie befürchtet kostet der Bordeaux La Tulipe de la Garde Superieur AOC mehr, nämlich 14,99 Euro für 0,75 Liter. Da er mich aber so begeistert und überzeugt hat und ich für besondere Anlässe auch mal ein Auge zudrücke und meine mir selbst gesetzte Grenze überschreite, werde ich ihn nicht aus meinem Gedächtnis streichen.



DAS WEINGUT

Bevor ich zu meinem abschließend Fazit komme, möchte ich euch noch ein paar Informationen über das Weingut geben, die ich bei weinvorteil.de gefunden habe.

Die Weine vom Château La Tulipe de la Garde gehören zu den besten Weinen der Bordeaux Region. Das Château liegt in der Nähe von Saint-Émilion, inmitten seiner 15 ha Weingärten auf besten Böden. Der Eigentümer Ilja Gort hat es  1994 gekauft und ist Winzer aus Leidenschaft. Zusammen mit Michel Rolland, einem der besten Önologen der Weinszene, fertigt er absolute TOP-Weine durch eine sorgfältige Lese per Hand und Einhaltung höchster Qualitätsnormen. Viele seiner Weine sind wie auch der getestete Bordeaux mehrfach prämiert.

Die Rebflächen des Château verteilen sich auf 30 Parzellen, deren Trauben separat vinifiziert werden, und sind zu 80% mit Merlot bestockt, zu 15% mit Cabernet Sauvignon und zu 5% mit Cabernet Franc.
Robert Parker, der tonangebende amerikanische 'Wein-Advokat', beschreibt das Château de la Garde als 'umwerfend gut' und als 'das beste seiner Klasse'. (Entnommen der Webseite http://www.tulipe.de/)


SCHADE

Leider ist das Gute eben oft nicht billig. Dieser Bordeaux ist seinen Preis aber sicher wert und nicht nur, weil er die Silbermedaille beim Concours Macon 2012, die Silbermedaille bei der International Wine & Spirit Competition 2012, Goldmedaille beim Concours de Bordeaux 2012 gewonnen, sondern weil er einfach ausgesprochen gut schmeckt – ein wahrer Genuss!

Ein Problem gibt es aber leider, was mir eine Bestellung schwer macht: ich würde mir zu dem Preis eben mal zwei oder allenfalls drei Fläschchen gönnen.  Im Gegensatz zu anderen Weinversendern kann man bei weinvorteil.de allerdings keine Einzelflaschen, sondern nur ganze Kartons bestellen. Das heißt beim Jahrgang 2008 6 Flaschen oder gar nichts, beim 2010er geht es sogar nur ab 12 Flaschen. Der Jahrgang 2011, den ich zum Testen da hatte, ist im Shop gar nicht vorhanden, sollte er nächstes Jahr zur Verfügung stehen, gibt es ihn sicher auch nur in Zwölferschritten. Das ist schade, denn 90 bzw. 180 Euro auf einen Schlag für ein paar Flaschen Wein der gleichen Sorte auszugeben ist mir dann doch etwas zu heftig. Trotzdem reizt mich dieser Wein schon sehr und ich bin schwer am Überlegen, ab 130 Euro ist der Versand kostenfrei und ich habe ja noch zwei Weine zum Testen da. Außerdem ist der 2008er Jahrgang zwar jetzt trinkreif, aber lagerfähig bis 2020. Da kann ich mir mit viel Selbstbeherrschung ein Fläschchen im Jahr gönnen und er ist trotzdem bis dahin weg. Man wird sehen…

Unabhängig davon empfehle ich ihn allen die gerne Bordeaux trinken und Liebhabern trockener und halbtrockener Rotweine  im Allgemeinen.  Zu Lamm, Rind, Wild oder würzigem Käse, aber auch ganz einfach pur zum Genuss kann man damit absolut nichts falsch machen. Auch Weintrinkern, die normalerweise eher weiße Weine bevorzugen kann ich den Bordeaux ans Herz legen, gerade zu der kommenden Jahreszeit passt so ein samtiger Tropfen mit Vanille- und Schokoladearomen doch hervorragend. 5 von 5 Sternen!



Donnerstag, 17. Oktober 2013

Abschließendes Fazit zum Dolce-Gusto-Produkttest

Der Produkttest "Dolce Gusto Circolo Automatic" neigt sich nun den Ende zu: ich möchte mich beim Team von www.insider.eu bedanken, dass ich teilnehmen durfte. Dieses Projekt hat mir ausgesprochen viel Spaß gemacht, interessant war dabei auch der Austausch mit anderen Teilnehmerinnen und die Reaktionen von Lesern meiner Berichte. Danke auch an euch.

Manche Aspekte wurden kontrovers diskutiert und das ist auch gut und richtig so: nicht jeder hat die gleichen Ansichten und vor allem Bedürfnisse. Auf ein paar Dinge möchte ich zum Abschluss noch einmal eingehen:
Dass das Müllaufkommen relativ hoch und nicht ganz so toll ist war ein Punkt, über den sich nahezu alle einig waren. Einen Unterschied merkte man aber darin, wie stark dieser Aspekt gewichtet wurde: Kaffee-Vieltrinker haben damit (wie auch mit den relativ hohen Preisen für die Kapseln) ein größeres Problem als Leute wie ich, die nur zwei bis vier Tässchen täglich in der Familie konsumieren. Manche bemängelten auch die Verwendung von Aluminium, von dem ein kleiner Kreis unten in der Kapsel angebracht ist. Das sehe ich nicht als allzu problematisch an, da es sich um einen sehr kleinen Anteil handelt - da ist um Schokolade, bei gemahlenem Kaffee, bei Grillschalen und Alufolie in der Küche zum Einpacken etc. viel mehr davon in umweltschädlichem Umlauf. Der Rest der Kapseln (anders als bei den Alukapseln von Nespresso) ist aus recycelbarem Kunststoff.

Eine Frage, die bis jetzt nicht wirklich klar beantwortet wurde und bei der unterschiedliche Meinungen herrschen ist die nach den Entsorgung: Gelber Sack oder Restmüll? Nach Anfrage bei unserer örtlichen Gesellschaft für Abfallentsorgung kann ich definitiv sagen, dass die Kapseln (auch die mit Kaffeepulver) in den gelben Sack bzw. die gelbe Tonne gehören.

Manche bemängelten, dass der Tank hinten an der Maschine ist und zum Befüllen entnommen werden muss. Ich denke, das ist auch eine Frage des Stellplatzes, ich persönlich finde es so praktisch, da der Tank leichter zu befüllen ist, wenn ich ihn abnehme als wenn ich direkt an der Maschine einfüllen müsste.
Einig war man sich aber auch im Positiven: die Optik der Maschine ist toll (wenn auch für manche etwas zu groß), die Getränkevielfalt klasse und die Sorten schmecken super. Ebenso überzeugte die einfache Bedienbarkeit und die leichte Reinigung die allermeisten von uns.

Schön wäre, wenn De Longhi und Nescafé einige Anregungen aufnehmen und umsetzen würden, die von uns Testerinnen kamen. So wäre es zum Beispiel praktisch, wenn man die Deckel von den Kapseln abziehen könnte, um die Restflüssigkeit einfacher auszuleeren. Manche Testerinnen würden sich einen XXL-Tank wünschen, was ich aber nicht ganz nachvollziehen kann, da mit über einem Liter richtig viel in den Tank passt.

Viele von uns würden sich über mehr ungesüßte Getränkevarianten freuen, sei es um die Spezialitäten zuckerfrei zu genießen, sei es um selber nach Gusto zu süßen. Da ist leider (noch) nicht viel im Angebot, vor allem auch bei Tee- und Kakaosorten wäre das in Hinblick auf Kinder, die ja nicht unbedingt zu viel Zucker konsumieren sollten wünschenswert.

Alles in allem kam die Dolce Gusto Circolo bei diesem Produkttest sehr positiv weg, wenn ich mich so im Forum umschaue, schickt kaum eine Testerin ihr Gerät zurück. Bei denen, die es sich noch überlegen handelt es sich meist um Kaffee-Vieltrinkerinnen, da ist es absolut verständlich, dass die Circolo deren Bedürfnisse nicht so ganz erfüllt.

Auch in meinem privaten Umfeld waren Gäste, die Kaffee aus meiner Maschine genießen durften durchweg positiv überrascht. Mein Fazit zum Projektende lautet über die Maschine also: ein hervorragend funktionierendes, schick aussehendes Gerät mit minimalen Minuspunkten, das für die Bedürfnisse von Leuten wie mir auf keinen Fall ein Fehlkauf ist. Wenn überhaupt eine Kapselmaschine in Frage kommt, dann empfehle ich diese.

Samstag, 5. Oktober 2013

Müllaufkommen bei der Dolce Gusto - ein Diskussionspunkt

Bei Google+ bekam ich zu meinem Dolce Gusto Foto einen kritischen Kommentar über das Müllaufkommen, den ich euch hier nicht vorenthalten möchte:
Die Kapseln verursachen wahnsinnig viel Muell. Um Aluminium herzustellen muessen Regenwaelder abgeholzt werden Auch das recyceln der Kapseln stellt ein Problem da, denn in den gelben Sack gehoeren sie auch nicht wirklich rein. Meine Begeisterung haelt sich fuer die Kapselmaschimen in Grenzen! 

Dieser ist sicher nicht ganz unberechtigt, allerdings auch nicht ganz korrekt. Meine Antwort dazu:


Nach Aussage des Herstellers und auch nach der unseres Müllunternehmens gehören die Kapseln durchaus in den Gelben Sack. Wenn ich mir den Inhalt eines vollen Sacks ansehe, nehmen die Kapseln den kleinsten Raum ein, da machen andere Dinge erheblich mehr Verpackungsmüll. Alu ist lediglich am Boden der Kapsel in ganz kleiner Menge enthalten - Fertiggerichte in Aluschalen, Grillschalen oder auch wenn man zum Grillen Alufolie nutzt, Aluminium-Spraydosen sind da viel üblere Müllverursacher in diesem Bericht. Der gesamte Kunsstoffkorpus der Kapsel ist absolut recycelbar.
Ich will das Müllaufkommen einer Kapselmaschine nicht verharmlosen und habe auch schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich eine Kapselmaschine für eine mehrköpfige Familie von Vielkaffeetrinkern nicht empfehlen würde. Aber bei unseren paar wenigen Tassen am Tag muss ich sicher kein schlechtes Gewissen haben, zumal wir insgesamt sehr umweltbewußt leben.

Freitag, 4. Oktober 2013

Dolce Gusto Fotospaß

Ich bin so begeistert von meiner Dolce Gusto Circolo, dass sie mich sogar dazu animiert, sie als Motiv für Fotobasteleien zu verwenden.
Mit meiner Dolce Gusto geht die Sonne auf :-)






Außerdem ist diese Maschine "traumhaft" - aber real und verschwindet nicht, wenn die Seifenblasen platzen 


Silk´n Sonic Clean Plus - nicht nur sauber, sondern rein

In den letzten Monaten habe ich immer wieder von diversen elektrischen Gesichtsreingungsbürsten gehört. Neugierig war ich ja schon, ob die tatsächlich so gut sind wie angepriesen und da ich mit keiner Art des Abschminkens bisher ganz zufrieden war, hätte mich so ein Gerät schon interessiert. Nur war ich auch skeptisch, ob das was für mich ist und die Geräte demnach zu teuer, falls dann doch nicht. Ich mag nämlich keine Gesichtspeelings und in diese Richtung geht so eine Bürste ja auch.
Manchmal hat man Glück und so stieß ich auf ein Testprojekt von hagelshop.de, einem Online-Shop für Haarprodukte, Styling und Beauty. Und nicht nur das, auch meine Bewerbung für den Test der Silk´n Sonic Clean Plus Schall-Gesichtsbürste wurde akzeptiert. So begann letzte Woche die große Tiefenreinigung.




WAS VERSPRICHT EIGENTLICH DER HERSTELLER?
Oder anders gesagt: was soll so eine Bürste eigentlich bewirken?
Zunächst einmal soll sie 6-mal besser reinigen als zum Beispiel ein Wattepad mit Make-Up-Remover oder Reinigungslotionen. In kürzester Zeit ist die höchstmöglichste Reinigung vollbracht. Außerdem soll die Sonic Clean Plus Porenbildung reduzieren, was ich so verstehe, dass Poren verfeinert werden. Die Haut fühlt sich angeblich weicher an und sieht frischer und strahlender aus, dabei entstehen keine Verletzungen an den gereinigten Stellen und die Bürste ist für alle Hauttypen geeignet. Sie beugt öligen Hautflächen, trockenen Hautstellen und Rötungen vor.
Das Gerät eignet sich für die Reinigung der Stirn, der Wangen, der Nase und des Kinns. Es verfügt über vier Einstellungen, die man mit dem mehrfachen Drücken der On/Off-Taste anwählt. Einstellung 1 vibriert leicht für eine sanfte Reinigung, 2 vibriert fester für Tiefenreinigung und effektives Peeling, 3 und 4 pulsieren leicht und fester für eine Gesichtsmassage zur Verbesserung der Elastizität der Haut und zur Öffnung der Poren & Tiefenreinigung.
Die kreisförmige Bürste fühlt sich auf der Hand angenehm weich an, es sind zwei Bürsten im Lieferumfang dabei. Die Bürste wird mit leichtem Druck aufgeklickt und mit etwas festerem Zug (ich hatte keine Probleme beim Abziehen) zum Reinigen entfernt – man spült sie einfach unter Wasser ab.
Das Gerät selber ist wasserresistent und kann unter der Dusche verwendet werden. Man sollte es aber nicht komplett in Wasser, zum Beispiel in ein gefülltes Waschbecken legen, das könnte die Elektronik im Inneren beschädigen. Die Ladeschale und das Gerät selber werden mit einem feuchten Lappen zur Reinigung abgewischt. Die Ladeschale ist nicht wasserbeständig und sollte nicht auf eine nasse Oberfläche gestellt werden.
Vor der ersten Anwendung musste ich die Bürste erst 16 Stunden aufladen. Dann kann es los gehen, das Gerät muss auch nicht immer in einer eingesteckten Ladestation aufbewahrt werden, sondern behält seine Akkuleistung bei hoher Leistung für 2 Stunden, bei niedriger für 2,5 Stunden. Wenn man überlegt, dass eine Anwendung empfohlene 60 Sekunden beträgt, kann man sich ausrechnen, dass man nicht allzu oft aufladen muss. Wer einen geeigneten Dauerstandplatz hat und nicht auf´s Energiesparen achten will, der kann die Bürste auch in der eingesteckten Ladestation aufbewahren, dies schadet dem Akku nicht.
Die Bedienungsanleitung ist sehr übersichtlich und verständlich geschrieben. Allerdings gibt es einen Punkt, der bei mir zu einem Missverständnis geführt hat. Es wird nämlich gesagt, dass die empfohlene Anwendungszeit pro Gesichtspartie – und nun werden in Klammer 5 Stück, nämlich Kinn, Nase, Stirn und beide Wangen – 30 Sekunden beträgt. Wenn mich meine Deutsch- und Mathematikkenntnisse nicht täuschen, sind das insgesamt 2 Minuten 30, was mir etwas lang vor kam. Aber als Gesichtsbürstenneuling glaubte ich mal, was da stand…
MEINE ERFAHRUNGEN
Für tatsächlich 2,5 Minuten fehlte mir aber zum Glück die Zeit. Ich war sehr überrascht, als sich das Gerät auf einmal von selber ausschaltete. Ich schaltete erneut ein und bearbeitete noch kurz die Stirn, die ich bis dahin noch nicht in der Mangel hatte. Gewählt hatte ich vorsichtshalber die leichte erste Stufe, ohne Reinigungscreme nur mit Wasser, da ich kein Make-Up getragen hatte. Das Ergebnis: die Bürste sah nicht wirklich verschmutzt aus, als hätte sie viel Dreck aus meinem Gesicht entfernt, dafür hatte ich Wangen als hätte das Rotbäckchen-Kind zu viel von seinem Saft getrunken. Es brannte auch leicht, angenehm war das jedenfalls nicht.
Ich frage auf der Facebookseite von Hagelshop nach, was es mit dem Ausschalten nach 60 Sekunden auf sich hätte, da in der Bedinungsanleitung dazu nichts zu finden war. Antwort bekam ich von einer Mittesterin, die mir erzählte, dass das ein 60-Sekunden-Timer wäre. In diversen Shops, die die Sonic Clean Plus vertreiben habe ich nun auch etwas zu diesem Timer gefunden und weiß nun auch, dass 60 Sekunden Anwendungszeit insgesamt angeraten sind, also nicht 30 Sekunden pro Gesichtspartie, sonder pro Gesichtshälfte. Sehr schön, dann mal weiter im Test.





ZWEITER VERSUCH
Am nächsten Tag war ich mit BB-Cream geschminkt und verwendete die Gesichtsreinigungsbürste zum Abschminken. Dazu nutzte ich nicht nur die angefeuchtete Bürste, sondern auch eine Reinigungscreme von Avène. Mit kreisenden Bewegungen der Sonic Clean Plus entfernte ich das Make Up, was tatsächlich sehr schnell und gründlich ging. Dabei verwendete ich erneut die sanfteste Stufe und drückte die Bürste nicht so fest wie am ersten Tag auf, um das Brennen der Wangen zu vermeiden. Anschließend kam eine reichhaltige Nachtcreme zum Einsatz.
Mit dem Abschminken war ich sehr zufrieden, den nun doch sehr verfärbten Bürstenaufsatz nahm ich ab und reinigte ihn unter fließendem Wasser. Natürlich bekommt man ihn nicht mehr rein weiß hin, aber doch sehr schnell und einfach sehr sauber. Leider spannten mir auch diesmal die Wangen ca. 20 Minuten lang, waren aber nicht mehr ganz so rot.

NACH EINER WOCHE
bin ich mit der Sonic Clean Plus teilweise zufrieden, aber nicht hundertprozentig überzeugt. Zum Abschminken finde ich die Bürste wirklich toll, da kann ich nicht meckern, auch wenn die Haut auf meinen Wangen jedesmal eine kurze Zeit lang spannt. Das muss nicht bei jeder Anwenderin so sein, ich persönlich möchte die Bürste dennoch nicht täglich anwenden, da ich denke, dass meine Haut damit zu sehr beansprucht wird. Ich muss dazu auch sagen, dass ich mit Peelings jeglicher Art bisher Probleme hatte und dieser Effekt bei mir nicht unbedingt allgemeingültig ist. Hin und wieder beim Abschminken gleichzeitig abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen und die Blutzirkulation anzuregen tut aber sicher auch meiner Gesichtshaut gut. Vor allem auf der Stirn, die bei mir dazu neigt, etwas ölig zu sein, bemerke ich eine Verbesserung – sie wirkt reiner und matter. Insgesamt gesehen kann ich nicht behaupten, dass mein Gesicht frischer und strahlender aussieht, allerdings ist das wohl auch ein Effekt, der wenn dann eher langfristig eintritt.
Auf der Nase habe ich ziemlich große Poren, die sind nach einer Woche in keinster Weise verfeinert. Zudem neigen unterhalb der Nase rote, feine Äderchen dazu, durchzuscheinen, was dann wie gerötete Stellen aussieht. Hier habe ich das Gefühl, dass das derzeit mit der Anwendung der Bürste stärker geworden ist. Die Ausage „Für alle Hauttypen“ kann ich damit nur bedingt unterschreiben, Frauen mit Couperose sollten die Silk´n Clean vielleicht besser nicht anwenden.
Die pulsierenden Stufen empfinde ich für eine Gesichtsmassage als sehr angenehm. Die Schalltechnologie kannte ich bisher nur von Zahnbürsten, durch die höhere Frequenz sollen diese ja gründlicher reinigen, was ich bestätigen kann. Die Technologie ist hier wohl die gleiche und soll auch das Gleiche bewirken und selbst hartnäckige Verschmutzungen entfernen. Wobei ich sagen muss, dass mein Gesicht selten extrem hartnäckig verschmutzt ist, die Frage ist also, wie nötig so eine Technologie in Bezug auf das Gesicht ist.





FAZIT

Ich kann die Sonic Clean Plus durchaus empfehlen, allerdings mit Einschränkungen. Als Wellness-Gerät zur Gesichtsmassage und zum Entfernen von Make-Up finde ich sie ausgesprochen toll und absolut geeignet. Für die tägliche Anwendung ist sie aber für meinen Geschmack und auf meiner Haut zu heftig, ich bezweifle dass es der Haut meinen Wangen gut tut, wenn sie Abend für Abend eine Weile spannt. Außerdem muss ich mit der Anwendung unterhalb der Nase vorsichtig sein, möchte ich die Rötungen dort nicht verstärken.