Montag, 5. Dezember 2016

MEINE ADVENTSKALENDER VON FOODIST UND HIRSCHEL - TÜRCHEN 1 - 4

Hallo ihr Lieben,

vor Kurzem hatte ich bei Instagram die beiden Adventskalender gepostet, die ich mir dieses Jahr gekauft habe. Prompt kam die Bitte, ob ich euch nicht zeigen könnte, was da so drin ist. Das mache ich doch gerne und habe daher beschlossen, euch einmal in der Woche den Inhalt der letzten Tage zu zeigen.

Mein Kalender für die Schönheit stammt von Hirschel-Cosmetic. Diesen Kalender gab es in drei Varianten und ich habe mir die Luxusgröße gegönnt: L wie Lichterglanz enthält 24 verschiedene Produkte aus dem Bereich der Naturkosmetik, ausschließlich in Originalgröße und mit einer Extra-Überraschung am 24.12.

Bei Foodist konnte ich ebenfalls nicht widerstehen, man lebt ja nicht von Schönheit, Luft und Liebe allein, sondern braucht auch etwas für den Magen ;-).

OPTISCH

sind beide Kalender einfach toll. Foodist baut auf einen stabilen Kartonrahmen mit perfekt eingepassten Schachteln. Diesen Kalender kann man problemlos im nächsten Jahr individuell selber erneut befüllen - was ich machen werde, für meine Jungs.



Etwas ganz Besonderes ist der Hirschel-Kalender, wie schon die Beauty-Boxen dieses Shops ist auch hier alles handgemacht, liebevoll verpackt und dekoriert - ein echter Hingucker!



Wenn jetzt noch der Inhalt stimmt...


TAG EINS BIS VIER

brachte mir diese Ausbeute hier:



Schauen wir uns das doch mal im Detail an, zunächst Hirschel:

Ein Lipbalm von Benecos - kann man immer brauchen und Benecos ist eine Marke, die mir gut gefällt.

Ein Badestern von Ecoworld, Bio OrangeZimt - ich dusche zwar nur, aber ich lasse ihn jetzt erst einmal im Wohnzimmer liegen, wo er einen traumhaft weihnachtlichen Duft verbreitet und später bekommt ihn dann mein Mann, der stundenlang in der Wanne liegen kann.



Bodycreme von Dr. Taffi, Cashmere Iris - riecht auch ganz wunderbar, hat eine tolle Konsistenz und zieht schnell ein. Gefällt mir :-)



Ein Döschen Nagelhautcreme von Burt´s Bees mit tollem dezenten Limonenduft. Ich habe immer trockene, rissige Nagelhaut, vielleicht ist das hier die Lösung zum Problem :-)



Die ersten vier Tage haben mich hier also begeistert, da ist nichts dabei, das ich nicht mögen würde oder nicht brauchen könnte.

Bei Foodist ist die Begeisterung bisher nicht ganz so groß:

Chabert & Gouillot weißer Nougat mit Mandeln - ich liebe Nougat, der wird mir sicher schmecken.


prente & co Printe - na ja, ich bin kein Printen- und Lebkuchenfan, kann man aber sicher essen.

ndulge Chocolate Brownie - mag ich auch

Jealous Sweets Grizzly Bears vegan & glutenfrei - mit Gummibärchen jeglicher Art kann man mich jagen.








Warum ich trotz immerhin drei von vier Sachen, die mir schon zusagen nicht juble? Ich hatte mir mehr salzige und herzhafte Snacks erhofft, in der Beschreibung wurde es als ausgewogene Mischung dargestellt und ich selber bin jetzt nicht wirklich eine "Süße". Aber es sind ja erst vier Tage, vielleicht wird das ja noch besser. Ich lasse es euch wissen...


Sagt euch der Inhalt der ersten vier Tage zu? Habt ihr auch einen Adventskalender und wenn ja, was für einen?

Liebe Grüße
Eure Kerstin








Donnerstag, 1. Dezember 2016

ARCO - EIN AUSFLUG INS TRENTINER MITTELALTER



Hallo, ihr Lieben,

nachdem meine Bude jetzt blitzsauber gesaugt ist, könnte ich euch doch eigentlich mal wieder mit auf Reisen nehmen, oder? 

Im Auguste waren wir wieder einmal in Limone am Gardasee und wie gewohnt machten wir eine Ausflug - diesmal ging es in den kleinen Ort 

ARCO


„Kleiner Ort“ ist dabei relativ, denn ich dachte zwar immer, Arco sei ein Dorf, tatsächlich aber handelt es sich um ein Städtchen mit immerhin gut 17000 Einwohnern. Fährt man von der Autobahn bei Rovereto runter Richtung Riva, das für mich so etwas wie das „Tor zum Gardasee“ darstellt, kommt man an Arco vorbei. Von Limone aus liegt Arco knapp 30 Fahrminuten entfernt oberhalb von Riva und war damit für uns gut und schnell zu erreichen. 




Ende des 19. Jahrhunderts wurde Arco vom österreichischen Kaiser als Wintersitz erwählt, wodurch weitere Personen mit Geld aus der Monarchie natürlich auch in den Ort gezogen wurden. So wurde Arco mit seinem milden Klima zu einem beliebten Luftkurort, als der es bis heute gilt.

Trotz seiner Lage nicht allzu weit weg vom See – ein kleines Stück Seeufer zwischen Riva und Torbole gehört sogar zum Gemeindegebiet – finden sich in Arco kaum Badeurlauber ein. Touristen gibt es dennoch genug, neben der Anziehungskraft für Tagesausflügler bietet der Ort alles, was der Kletterer oder Mountainbiker sich wünscht, da er sich an einen Steilhang schmiegt, ringsum von Bergen umgeben ist und ein hochmodernes Kletterstadion sein Eigen nennt.

Wir fuhren gemütlich nach dem Frühstück los, fanden problemlos hin und wollten gegen 10 Uhr

PARKEN

Fährt man von Limone aus durch Riva nach Arco hinein, eine sehr lange gerade Straße bis zum Stadtkern hin, befindet sich gleich rechts ein sehr großer Parkplatz. Wirklich sehr groß… und zu dieser Uhrzeit proppenvoll. Wir bogen zwar ab und drehten eine Hoffnungsrunde, aber genau wie drei oder vier Autos vor uns erfolglos. Also drehten wir um und fuhren die Straße wieder zurück, weg von der Altstadt. Sohn meckerte schon, dass wir zurückfahren sollten, bevor jetzt ewig gesucht würde, da entdeckte ich linkerhand einen weiteren kleinen Parkplatz mit Parkuhr, auf dem wir auch einen Platz fanden.
Nach ca. 5 Minuten Fußweg kamen wir nun also doch in die Altstadt und standen flugs auf der

PIAZZA III NOVEMBRE

Auf dem Platz des 3. November fällt einem als Erstes sofort der große Mosesbrunnen ins Auge. Der barocke Brunnen mit dem Wappen der Grafen von Arco liegt genau neben einer Kirche, auf die ich gleich noch näher eingehen möchte.


Ansonsten sieht man hier große Häuser und den ehemaligen Palazzo der Grafen, der heute das Rathaus beherbergt. Kleinere Geschäfte befinden sich ebenfalls rund um den Platz, ich hatte etwas mehr Cafés und Pizzerien an so einem großen Platz erwartet, konnte aber nur ein größeres Café ausmachen, das um diese Uhrzeit jedoch schon stark frequentiert war.

In dem Moment war das für uns auch nicht von Interesse, kamen wir doch gerade erst vom Frühstück und wollten nicht essen, sondern gucken. Gibt es eine Kirche, muss ich rein und so zog es mich (und meine Männer zwangsläufig hinterher) in die

DOM DELLA COLLEGIATA SANTA MARIA ASSUNTA

Zunächst muss ich euch um die Ohren hauen, was ich zu dieser wunderschönen Kirche gegoogelte habe, denn natürlich hatte ich nicht rein durch das Anschauen eine wundersame Eingebung der durchaus interessanten Fakten:
Arco hat mehrere Kirchen (darunter auch eine der wenigen evangelischen im Trentino), die Stiftskirche Santa Maria Assunta ist die größte und wohl älteste, erbaut vermutlich auf den Ruinen eines heidnischen Tempels des Gottes Saturn. Sie ist eines der bedeutendsten Beispiele der Renaissancekirchen der Gegend, wurde 1144 erstmals erwähnt und 1613 eingeebnet und im romanisch-gotischen Stil neu erbaut.
Der letzte Monarch des Königreichs Neapel, Franz II. von Neapel-Sizilien, starb 1894 in Arco und liegt in der Gruft unter der Kirche neben zahlreichen Priestern des Stifts begraben.



Etliche Statuen und Malereien in der Kirche sind wohl von bekannten italienischen Künstlern und somit äußerst wertvoll. Da mir keiner der Namen auch nur im Entferntesten etwas sagt, zähle ich sie hier nicht auf und sage nur: wirklich schön! Besonders fasziniert hat mich die Größe dieser Kirche mit sage und schreibe acht Nebenaltären, die kleine Kapelle, die sich zusätzlich rechts vom Eingang befindet und die wunderschönen zahlreichen Buntglas-Mosaik-Fenster. 


Außerdem mag ich in den Kirchen der südlichen Länder, dass sie eher dunkel sind, was auch hier eine Ruhe ausstrahlt, wie ich sie in deutschen Kirchen noch nie empfunden habe. Ob man nun religiös ist oder nicht, katholisch, evangelisch, buddhistisch oder atheistisch – die Erhabenheit von Santa Maria Assunta ist wirklich beeindruckend.



Und dennoch war diese Stiftskirche nur ein Zufallsfund, denn nach Arco gekommen waren wir wegen einer ganz anderen Sehenswürdigkeit:

DAS CASTELLO DI ARCO

Die Burgruine liegt 278 Meter über dem Meeresspiegel auf einem markanten Felsberg, der von vielen Punkten der Region aus auffällig ins Auge sticht. Sie geht teilweise bereits auf die Goten des 6, Jahrhunderts zurück und war ab dem Jahr 1196 Stammsitz der Grafen von Arco, einem alten Trentiner Adelsgeschlechts. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer, letztendlich gelangte die Burg aber immer wieder an dieses Adelsgeschlecht zurück, bis im Jahre 1982 die Gemeinde Arco die Burg erwarb. Seitdem wurde viel investiert, gesichert und restauriert, so dass man nicht nur zwei oder drei alte Mauern anschauen, sondern wirklich interessante Geschichte erleben kann. Wer sich für die Geschichte der Burg näher interessiert, findet hierzu einen sehr guten Wikipedia-Artikel.



Wir überquerten also nun die Piazza, gingen schmale mediterrane Gassen entlang, der Weg zur Burg ist gut ausgeschildert. Dann standen wir vor einer laaaaangen Treppe und wenn ich das „lang“ so dehne, dann hat das seinen Grund: ich stand davor und dachte mir so „Ach nö, bitte nicht!“ Aber wat mutt, dat mutt und so machten wir uns an den Aufstieg. Irgendwann hören diese Treppen auf und es geht in gemäßigten Serpentinen durch Olivenhaine weiter, was ausgesprochen angenehm ist. Auf geschätzt halber Strecke wird man bereits mit einer kleinen Aussichtsplattform belohnt, von der aus man schon einen schönen Ausblick über den Ort hat – das wird ganz oben natürlich noch besser und motiviert für den weiteren Weg. Das allerletzte Stück vor das Burgtor ist nämlich nochmal richtig heftig steil… fasziniert haben mich diverse Radfahrer, die ihren Drahtesel da nach oben geschoben haben. Und später auch meistens wieder runter, weil sich kaum einer getraut hat, diesen steilen Weg hinab zu fahren.


Echt süß war auch ein älterer, beleibterer Mann, der irgendjemandem kurz vor dem Tor an der Mauer lehnend per Handy erzählte, dass er jetzt schon ziemlich am A… sei, aber es ja gleich geschafft habe. Der Arme wusste noch nicht, wie gut zu Fuß man auch innerhalb der eigentlichen Anlage sein sollte.

Durch das Tor kommt man zum Kassenhäuschen, das Ganze kostet Eintritt: Erwachsene zahlen 3,50 Euro, bis 18 und über 60 Jahre sind es zwei Euro – das kann man verschmerzen.
Nun erschließt sich dem Besucher eine riesige Wiese, der ehemalige Turnierplatz, der zu bestimmten Terminen auch für Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte genutzt wird und auf dem es – juhuuuu! – einen Kiosk mit Getränken, ein paar Gartentischchen und Stühlen und sauberen Toiletten gibt. Nach diesem Aufstieg gönnten wir uns erst einmal etwas Nasses (Muddi ein Gläschen Weißwein zum Wasser *g*) zu moderaten Preisen.



Dann ging es weiter auf den Rundweg durch die einzelnen Örtlichkeiten der Burg. Deutsch spricht hier übrigens kaum ein Angestellter, aber alle waren extrem freundlich und kommunikativ (mit Händen und Füßen), auf den Rundweg schickten uns an verschiedenen Stellen sehr nette Damen in die richtige Richtung.

Als erstes erreicht man den großen Hauptturm und was davon erhalten ist, ist schon einmal recht beeindruckend. Daneben befinden sich Überreste der Zisternen, die zumindest die Größe erahnen lassen.


Weiter geht es zum Schneiderzimmer, in dem Texte und Bilder auf Schautafeln von der Geschichte der Burg erzählen. Im nächsten erhaltenen Raum wurden Fresken freigelegt und restauriert, was ich ebenfalls immer gerne anschaue – es ist unglaublich, über wie viele Jahrhunderte solche Malereien überdauern können.


Über eine neugebaute Treppenkonstruktion geht es nun weiter nach oben, auf dem Weg und den einzelnen „Stationen“ findet man übrigens immer erklärenden Tafeln in drei Sprachen (it. / eng. / dt.).
Am höchsten Punkt befindet sich der Rengheraturm, der Aufstieg in diesen Turm hinein ist etwas kniffelig, man muss schon einen guten Tritt haben und auch über ein paar Steine statt Treppen seinen Weg finden. Von dort aus hat man einen wirklich sagenhaften Blick über das Sarcatal (Arco liegt an dem Fluss Sarca). 



Auf dem weiteren Weg, nun wieder hinunter, kommt man durch ein Steineichenwäldchen zum Torre Laghel – dem Turm, der als Wachturm Richtung der Ortschaft Laghel gedient hat. Als letztes betraten wir das Steingefängnis durch eine extrem schmale und niedrige Öffnung – wer hier verknackt wurde, hatte es sicher nicht angenehm, das kann man sich bildlich vorstellen. 



Nun ging es wieder vollbepackt mit tollen Eindrücken hinunter in den Ort. Für den Aufstieg werden übrigens 20 Minuten angegeben, was durchaus hinkommt, wenn man halbwegs gut zu Fuß ist. Um die Anlage zu besichtigen braucht man laut diverser Hinweise im Netz 30 Minuten… das mag reichen, wenn man einmal schnell durchrennt, aber wenn man sich der Sache wirklich widmet, auch die Schautafeln liest und den Blick über die Landschaft genießt, ist man gut und gerne eine Stunde und mehr unterwegs. Man sollte sich da ruhig Zeit lassen, es lohnt sich.

Muss ich erwähnen, dass dieser Ausflug nicht behindertengerecht ist? Ich denke nicht, das dürfte klar sein.

ZURÜCK IM ARCO

Hatten wir jetzt ordentlich Hunger und Durst. Das Café/die Pizzeria (was auch immer genau es war) am Platz des 3. November war immer noch vollbesetzt, um weitere Gässchen auf der Suche nach einem Restaurant zu durchstreifen hatten wir weder Lust noch Kraft noch Zeit, denn es war bald 14 Uhr (eine Zeit, in der nicht nur in Italien die warme Küche schließt).
Wir liefen also weiter in Richtung Auto und fanden hinter der Kirche, gegenüber eines kleinen hübschen Parks ein (Snack)Restaurant mit einem großen, bestuhlten Platz davor. Dort war es zwar auch ziemlich voll, aber wir fanden noch ein Tischchen für uns. 



Diese Gastronomie hätten wir uns allerdings besser gespart. Ich versuche mich kurz zu fassen: es rannten drei Kellner/innen herum, die alle sehr kompetent wirkten. Wir warteten aber schon ewig, bis mal einer bei uns vorbeikam, um zumindest eine Karte zu bekommen. Getränke wollten wir gleich bestellen, Schwups war er schon wieder weg. Also Karte gucken…
Irgendwann kam er wieder, nachdem nach uns eingetroffene Gäste bereits ihre Getränke schon erhalten hatten. Wir bestellten also alles auf einmal… und warteten. Das neben uns sitzende Schweizer Pärchen, etwas später angekommen, bekam seine Getränke schneller als wir, musste dafür auf die Speisen länger warten. Je näher man am Lokal saß, desto schneller wurde man bedient – wir saßen leider am äußersten Rand. Und bei den italienischen Gästen hatten die Kellner dafür sogar noch Zeit für ein Schwätzchen *g*

Irgendwann kam dann aber das Essen. Mein Mann und ich hatten warme Panini bestellt. Okay, die waren essbar mit ungefähr knappen MacDonalds-Niveau zu doppelten Preisen. Mein Sohn hatte einen Burger bestellt, der war unterirdisch. Aber wer bestellt in Italien auch einen Burger? ;-)
Wie auch immer, sich hier niederzulassen war der berühmte Griff ins Klo.

Von diesem Abschluss ließen wir uns aber nicht die Stimmung vermiesen, lecker gegessen haben wir später wieder in Limone. Zwischen Parkplatzsuche und Abschlussessen hat uns der Ausflug total begeistert, das Castello ist für jeden, der sich auch nur halbwegs für solche Dinge interessiert ein absolutes Muss in dieser Gegend.

Faszinieren euch alte Gemäuer und geschichtsträchtige Städte auch? Oder könnte man euch mit so einem Ausflug jagen? Lasst es mich in der Kommentarspalte wissen ;-)

Liebe Grüße
Eure Kerstin

Donnerstag, 17. November 2016

PHILIPS PERFORMER ULTIMATE - LETZTE DETAILS UND MEIN FAZIT

Hallo ihr Lieben,

seit drei Wochen sauge ich nun wie eine Wilde mit dem Performer Ultimate im Haus herum... na ja, wie eine sehr gesittete Wilde, aber doch mir Elan und Ausdauer, so sauber war meine Bude selten ;-)

Zeit für die letzten Details und mein Fazit. Ich hatte euch ja HIER und HIER bereits von den Highlights des Staubsaugers erzählt, vor allem bei dem wirklich tollen LED-Licht, das mich auch weiterhin begeistert. Kommen wir nun also zum



WEITEREN ZUBEHÖR

Da wäre zunächst die Möbelbürste, besonders praktisch finde ich neben der ordentlichen Aufbewahrung im Korpus des Staubsaugers die Möglichkeit, aus einem Bürstenaufsatz mit langen, relativ festen Borsten eine kleine, flache und schonend reinigende Möbeldüse zu machen. Den Aufsatz mit den Borsten kann man nämlich ganz leicht seitlich wegschieben und so entfernen. Möchte man grober und gründlich absaugen und dabei bürsten, nimmt man das Teil mit dem Borstenaufsatz, für weiche Veloursmöbel zum Beispiel aber nur das glatte Teil mit den Microfaser-Platten im Kunststoff.





Als Testobjekt musste ein beliebter Schlafplatz meiner Stubentiger herhalten. Auf einer langen Bank vor dem Fußende unseres Bettes habe ich Polster liegen und darauf günstige Fleecedecken, da dürfen die Herrschaften drauf und den Tag verschlafen, wenn sie mögen. Man kann sich vorstellen, dass an so einer Fleecedecke Unmengen an Katzenhaaren hängen bleiben, die nicht ganz einfach zu entfernen sind.
Ich verwendete die Möbelbürste mit dem Borstenaufsatz, stellte die Saugstärke auf "Möbel" herunter (die zweitniedrigste Stufe) und saugte die Decke gründlich ab. Mit Borsten deswegen, weil so doch mehr zu entfernen ist und ich bei den billigen Decken nicht großartig darauf achte, dass sie geschont werden. Letztendlich ist nicht absolut jedes Haar nach der Prozedur weg gewesen, aber es dauerte nicht lange und die Decke war wirklich akzeptabel sauber. 


Ohne die Borsten eignet sich diese Düse hervorragend für Möbel mit Veloursbezug, aber auch als Kleiderbürste, ich habe ein Sakko meines Mannes damit abgesaugt - perfekt!



Als nächstes kam die Fugendüse an die Reihe, die ich ebenfalls dem Bauch des Staubsaugers entnahm. Sie erscheint mir auf den ersten Blick vorne etwas breit geöffnet, Fugendüsen früherer Staubsauger in meinem Haushalt waren schmaler. Sollte das ein Manko sein?
Hierzu musste ein Versuch an unserem Sofa Aufklärung bringen. Dieses Sofa ist schick und bequem und wie ich bereits einmal erwähnte, kann man das Fußteil nach oben fahren. Irgendein Designer hatte nun die Idee, im unteren Drittel des Fußteils eine Art Wulst anzubringen und in den Nähten dieser Wulst sammeln sich sämtliche Katzenhaare und Brotkrümel, die auf das Sofa fallen. gar nicht so leicht, diese wieder herauszukriegen.




Gar nicht so leicht? Ich bin einmal in den Ritzen entlanggefahren und schon war alles sauber. So gefällt es mir! Auch in den Ritzen meiner Eckbank entfernt diese Düse sämtliche Katzenhaare und Krümel.



TREPPEN UND STEINBÖDEN

Wir haben ein hohes Treppenhaus über zwei Stockwerke mit offener Treppe aus Granit. Normalerweise kehre ich die Treppenstufen, das geht recht gut. Hin und wieder arbeite ich mit dem Handstaubsauger, wenn es zwischendurch mal genauer sein soll. Im Zuge dieses Tests habe ich natürlich den Performer Ultimate zur Hand genommen.

Ich war skeptisch wegen des Gewichts des Geräts, den Body muss man ja mittragen. In der Tat ist das nicht ganz leicht, aber es geht. Ich habe von oben nach unten gesaugt und konnte in so immer mal wieder eine oder zwei Stufen unter mir abstellen.


Erst habe ich das Saugrohr mit der TriActive-Düse verwendet, das ist etwas unhandlich und ich brauchte eine Weile, bis ich den Bogen raushatte, wie ich das Ganze am besten halte. Ein Nachteil ist auch, dass für Treppenstufe so eine Düse irgendwie zu groß ist und man nicht gut in die Ecken kommt, vor allem bei Stufen, die nicht ganz rechteckig sind. Außerdem sind bei uns die Stufen mit Zwischenteilen aus Metall verbunden, um die kam ich so natürlich überhaupt nicht herum.
Von daher wechselte ich auf die Bürste am Griff, damit geht die Reinigung der Treppenstufen perfekt. Der Aufwand steht dennoch nicht im Verhältnis zum Ergebnis, Steintreppen kann man so sauber abkehren, da würde ich nie mehr den Performer Ultimate nehmen. Wer aber mit Teppich bezogene Treppenstufen säubern muss (hat das heutzutage eigentlich noch jemand?), dem kann ich sagen: es geht und ist auch nicht allzu belastend vom Kraftaufwand her.



Unten angelangt habe ich gleich mit der TriActive-Düse weitergemacht, im Eingangsbereich haben wir den gleichen Granit als Boden, aus dem auch die Treppe ist. Auch auf Steinboden läuft diese Düse bestens und superleicht. Was nun folgte, war das gleiche Drama mit dem LED-Licht wie schon im Wohnbereich: es zeigt einfach zuviel ;-)
Genau unter der Treppe stehen ein höherer Schrank und ein Schuhschrank. In dieser Ecke ist es stockdunkel, dementsprechend sieht man normalerweise nicht, was sich zwischen den beiden Schränken so ansammelt. Mit LED kommt nun alles ans Licht.


Nun denn: TriActive-Düse entfernen, Griffbürste nach vorne schieben und den Zwischenraum saugen ist schnell getan. Und bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Oberseite des Schuhschranks und diverse Möbelkante abgesaugt, so dass wieder alles blitzsauber war.

DECKEN UND WÄNDE

Als wir seinerzeit bauten, fragte uns der Maler, welchen Putz wir im Treppenhaus haben wollten. Vom Tuten und Blasen keine Ahnung entschieden wir uns rein nach der Optik und während wir in der Küche nun einen sehr glatten Putz an der Wand haben, ist der im gesamten Treppenhaus rau und "zipfelig". Sieht zwar gut aus, aber jede Spinnwebe und jedes Katzenhaar, das herunter und/oder dagegen geweht wird, bleibt hängen. Mit einem Staubwedel ist da auch nichts zu entfernen, so dass ich regelmäßig die Wände absaugen muss - eine Mordsarbeit ist das! Zudem haben wir hier auf dem Land sehr viele Spinnen und das Spinnwebenentfernen ist eine neverending story. Sogar quer über und an der Holzdecke ziehen sich bei mir oft Spinnweben, egal wie oft ich sie entferne.



Schon einmal dabei, saugte ich also auch gleich Wände, Treppenkanten und die Holzdecke ab. Dafür steckte ich die Möbelbürste mit Borstenaufsatz an das Saugrohr. Diese Konstruktion ist lang genug, um überall hinzukommen. Allerdings ist sie auch etwas sperrig und unhandlich, so dass ich für Wände und Decken weiterhin lieber meinem Dyson OnTop (Akku-Handstaubsauger mit Saugrohr zum Aufstecken) verwenden werde. Hätte ich den aber nicht, wäre der Philips Performer Ultimate aber durchaus eine Möglichkeit und nicht die schlechteste.

AUTOSTOP

Eine witzige Sache ist der Autostop: legt man die Saugstange beiseite, zum Beispiel weil es an der Haustür geklingelt hat, hört der Sauger von alleine auf zu laufen. Nimmt man die Stange wieder auf, saugt er automatisch weiter. Nachdem man den Staubsauger am Griff so schnell und bequem an- und ausschalten kann, ist das für mich zwar mehr eine Spielerei und nicht unbedingt notwendig, aber durchaus auch praktisch.

AUFBEWAHRUNG

Zuerst hatte ich in im Flur stehen, wo er kein bisschen dekorativ war und ziemlich viel Platz wegnahm, weil der starre Schlauch ziemlich absteht. Dann versuchte ich, ihn in meinem Putzschrank unterzubringen, was zu meinem Erstaunen hervorragend funktioniert:
Nimmt man das Saugrohr ab und legt den Schlauch hinter den Korpus, bleibt er wunderbar dahinter stecken. Saugrohr kommt extra dazu und selbst Besen und Wischer finden noch Platz. Eine ordentliche Sache und meine Skepsis wegen des Platzbedarfs hat sich einfach in Luft aufgelöst :-)



STAUBSAUGERBEUTEL UND FILTER

Ein Argument für Akkusauger sind ja immer die Folgekosten und auch hier muss man sagen, dass Ersatzbeutel nicht ganz billig sind. Drei Stück kosten im Philips-Onlineshop 10,99 Euro. Der Beutel mit dem Namen s-Bag ist allerdings auch von ganz besonderer Qualität. Das mehrschichtige Material - der Beutel ist in der Tat spürbar dicker als andere Beutel - filtert schon mal kleinste Partikel und somit auch Allergene, was den Allergiker freut. Außerdem hat der Beutel mit 5 Litern ein unglaublich großes Fassungsvermögen, es dauert wirklich lange, bis er voll ist.

Ich sauge nun seit drei Wochen alles, aber auch wirklich alles ganz intensiv. Normalerweise kehre ich das Katzenstreu in der Waschküche zusammen, kehre die Treppe, kehre auch in der Küche öfter mal mit dem Besen durch, lasse in bestimmten Räumen den Staubsaugerroboter laufen, sauge Kleinigkeiten mit dem Handsauger weg... im Laufe dieses Tests habe ich all diese Dinge unterlassen und ausschließlich den Performer Ultimate verwendet. Das Ergebnis am heutigen Tage: er ist noch nicht einmal halb voll, was ich eigentlich erwartet hätte. Zudem wird das ganze eingesaugte Material nach außen gedrückt, der Luftstrom zirkuliert dadurch immer bestens und die Saugkraft lässt nicht nach. 



Was ich bei meinem Akkusauger hasse, ist die Entleerung, die immer mit einer Dreckelei verbunden ist. Die Entsorgung des Staubsaugerbeutels beim Perfomer Ultimate ist einfach eine saubere Angelegenheit. Ich habe ihn probehalber entnommen und wieder eingesetzt - man muss ihn nicht in den Korpus reinpfriemeln, sondern entnimmt ganz leicht die Halterung am Griff, trägt den Beutel zum Mülleimer und schmeißt ihn rein (was ich natürlich nicht gemacht habe, der ist ja noch nicht voll), schiebt den neuen Beutel ein und setzt die Halterung zurück in den Korpus. Einfach, sauber, klasse!
Hat man den Beutel herausgenommen, sieht man den Motorfilter. Auch dieser ist mit einem Klick leicht herauszunehmen und wieder einzusetzen, was aber bei normaler Beanspruchung nur einmal in 12 Monaten nötig ist.



Neben dem Motorfilter verfügt der Performer Ultimate über einen zweiten Filter, einen HEPA13-Abluftfilter. Dieser Filter fängt mehr als 99,9% Feinstaub, Pollen und Hausstaubmilben auf und entfernt so die meisten Allergene. Der Zugang zu diesem Filter ist an der Unterseite des Staubsaugers, wiederum einfach zu öffnen und zu schließen. Auch den HEPA13-Abluftfilter muss man nur einmal im Jahr austauschen. Ein komplettes Ersatzset mit beiden Filtern, 4 Staubsaugerbeuteln und vier Beutelchen mit Lufterfrischer kostet im Philips-Shop 36,99 Euro

FAZIT

Dafür fasse ich mal die Vorteile und Minuspunkte zusammen:

Für den FC8955 sprechen folgende Punkte:
-        - LED
-     - LED (hatte ich das schon? *g*) 
      - Gummilamellen an der TriActive-Düse
      - Saugkraft und einzelne Saugstufen
      - Die Bürste am Griff
      - Das extrem lange Kabel
      - Das flexible Gelenk zwischen Griff und Schlauch
      - Die ErgoGrip-Fernbedienung
      - Die Wendigkeit des Korpus
      -  Passt gut in einen Putzschrank

       Neutral stehe ich dem Autostop gegenüber, der eine nette Sache ist, aber nicht unbedingt notwendig.  Das Gewicht empfand ich anfangs als sehr schwer, habe mich aber daran gewöhnt und setze es nun auch zu den "neutralen" Punkten.

       Negativpunkte:
       - der Schlauch ist relativ starr
       - die CarpetClean-Düse mag ich gar nicht, sie ist zu schwergängig

        

       Wenn ich früher gesaugt habe, habe ich mich umgedreht und schon wieder lagen neue Fussel auf dem Boden. Die hatte ich dann wohl übersehen und ein Luftzug hat sie unter der Kommode oder Eckbank hervorgeholt. Die Sauberkeit nach dem Saugen mit dem Philips war viel langanhaltender, dadurch dass man mit dem Licht mehr sieht und gründlicher saugt, liegt nicht sofort wieder etwas herum und zwei/drei Tage lang hatte ich nicht das Bedürfnis, nachzusaugen. Heute ist allerdings wieder Saugen angesagt, ewig bleibt es natürlich auch mit dem Philips staubfrei, aber eben doch länger als mit anderen Saugern. Und das spart natürlich Arbeit, was mich begeistert.

       


       Schaut man sich das alles so an, ist es sicher nicht verwunderlich, wenn ich den Philips FC8955/09 Performer Ultimate als neues Mitglied in meinem Haushalt willkommen heiße und ihn gerne weiterempfehle.

        Wen es interessiert, kann sich gerne auch hier oder direkt bei Youtube mein Video ansehen:

           
       
      Was halten ihr denn nun von dem guten Stück, nachdem ihr meine Berichte gelesen habt? Ist euch ein Staubsauger den doch hohen Preis von 379 Euro UVP wert, wenn die Leistung stimmt wie hier? Habt ihr Hausstauballergiker in der Familie, für die eine blitzsaubere Bude unabdingbar ist? Oder braucht ihr es nicht so clean und habt nur ein paar Quadratmeter Wohnung, für die es auch ein billiger Sauger tut? Lasst es mich in der Kommentarspalte wissen.

      Liebe Grüße
      Eure Kerstin







  


      


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