Mittwoch, 22. November 2017

SOUS VIDE - SANFT GEGART MIT DEM DEEPDIVE VON KLARSTEIN

Hallo ihr Lieben,

Sous Vide ist in den letzten Jahren immer bekannter geworden und in aller Munde. Bisher hatte ich mich noch nicht so richtig ran getraut, weil ich mir das sehr kompliziert vorgestellt hatte. Nun habe ich seit einer Weile den Sous Vide Garer "Deepdive" von Klarstein und bin dieser Garmethode näher gekommen - es ist überhaupt nicht kompliziert und begeistert mich.

Der Deepdive mit allem Zubehör


Beim Sous-Vide-Garen verschweißt man zartes Fleisch oder auch Gemüse (oder beides zusammen) unter Vakuum und gart dieses bei niedriger Temperatur über eine längere Zeit. Aromen bleiben intensiver und Nährstoffe erhalten, da ja nichts "nach Außen" abgegeben wird. Fleisch bleibt zart und trocknet nicht aus, Gemüse bleibt knackig, selbst wenn man mal nicht aufpasst und die Garzeit überschreitet. 

Garen im Vakuum


Natürlich funktioniert diese Garmethode theoretisch auch im Topf, mit dem Deepdive ist es aber sehr viel leichter, weil der Garer die Temperatur gleichmäßig hält und man nicht aufpassen muss. 

OPTIK

Der Deepdive ist quasi ein silberner Kasten aus Edelstahl mit schwarzen Kunststoffelementen, der zwar nicht gerade das schönste Dekoelement in meiner Küche darstellt, aber doch edel und hochwertig aussieht. 



Mit seinen Gerätemaßen von 45 X 26,5 X 29,5 cm braucht er nicht allzu viel Platz, bietet aber dennoch ein sehr großes Fassungsvermögen. Ca. 4 Kg wiegt er und kann daher auch schnell ohne Kraftaufwand in meinen Küchenschrank weggeräumt werden, wenn ich mehr Platz auf meiner Arbeitsfläche brauche.

Das Display an der Vorderseite bietet nur wenige Tasten, mehr braucht man aber auch nicht und der Deepdive ist nahezu intuitiv zu bedienen. Doch wie denn nun genau?

SOUS VIDE

Wie gesagt muss man vor dem Sous-Vide-Garen das Gargut in geeignete Tüten vakuumverpacken. Dann füllt man Wasser in den Garer und zwar so viel, dass das Gargut bedeckt sein wird, aber die Max-Markierung nicht überschritten wird. Nun schaltet man den Deepdive mit der Powertaste ein (vorher muss natürlich das Kabel in die Steckdose), wählt mit der Temp/Timetaste und den beiden Pfeiltasten zunächst die Zeit (1-24 Stunden) und dann die gewünschte Temperatur an und startet mit der Start/Cancel-Taste. 

Moderne Kunst? Nein, Wasserdampf am Deckel ;-) 


Der Deepdive beginnt, das Wasser aufzuheizen, den Fortschritt sieht man wunderbar am Display. Ist die gewählte Temperatur erreicht, piept es, die Tüte kann baden gehen und der Timer im Display beginnt, rückwärts zu laufen. Nach Ablauf der Zeit piept es erneut - fertig!


Sieht da noch nicht so schön aus, wird aber :-) 

BEISPIELE

Für meinen ersten Versuch wählte ich ein Rezept aus der Bedienungsanleitung und machte gefüllte, mit Speck umwickelte Hähnchenbrustfilets. Diese garen ca. eine Stunde, wobei ich bei Hähnchen etwas vorsichtig bin, was den Garpunkt betrifft - ich hatte zwei Pakete, das erste prüfte ich nach einer Stunde. Es war zwar durch, das zweite ließ ich aber noch 20 Minuten länger drin, hier gefiel mir der Garpunkt dann doch etwas besser.



Um auch beim Sous-Vide-Garen Röstaromen und eine schöne Fleischfarbe zu erhalten, brät man das fertige Fleisch in einer Pfanne noch rundum an. Die Hähnchenbrüste sahen danach ausgesprochen appetitlich aus, das Fleisch innen war so zart, wie es mir beim normalen Braten nie gelungen war.



Dadurch stiegt die Motivation natürlich nochmal um ein Vielfaches und ich wagte mich an eine Kalbsnuss. Diese hatte ich mit Kräutern und Pfeffer vakuumiert, nach dem Garen und anschließenden Anbraten bereitete ich mit dem Bratensatz, Gemüse und Fleischbrühe eine Sauce zu, dazu gab es Minikartoffelknödel - was für ein Genuß. 



Einen Teil des superzarten Kalbfleischs schnitt ich mir in dünnen Scheiben ab, um damit am Tag danach Vitello Tonnato zum ersten Mal selber zuzubereiten. Wenn ich darauf jetzt auch noch im Detail eingehe, komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus...



AUS EINS MACH ZWEI

Was mir am Deepdive ebenfalls sehr gut gefällt, ist die 2-in1-Funktion, die ihn noch vielseitiger als einen reinen Sous-Vide-Garer macht: man kann ihn nämlich ebenso gut als Schongarer bzw. Slow Cooker für Schmorgerichte verwenden. Dazu drückt man nach dem Einschalten auf Menü und wechselt damit auf die Anzeige Slow Cook.



Die Zutaten gibt man in den mitgelieferten Gareinsatz, füllt Wasser bis zur entsprechenden Markierung ein, legt den ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Gitterrost in das Gerät und stellt den Gareinsatz darauf. Nun wird noch die Zeit eingestellt (4-16 Stunden), der Deckel draufgelegt und Start gedrückt, schon kochen leckere Eintöpfe ohne Anbrennen ganz alleine vor sich hin. 



Ausprobiert habe ich das Ganze zum Einen mit einem Gulaschtopf mit viel Gemüse und Rindfleisch, zum Anderen mit unserem heißgeliebten Jambalaya, bei dem Hähnchen, Brühe, Gemüse gegart werden und später sogar der Reis direkt mit im Eintopf gekocht wird. Beide Gerichte überzeugten nicht nur mich, sondern auch meinen Mann und die Söhne. 



Solltet ihr Interesse an Rezepten haben: bitte in die Kommentare schreiben, dann mache ich dazu einen eigenen Blogpost - hier wird´s leider sonst zu lang. 

ALLES ROSAROT?

Auch wenn ich wirklich begeistert bin, komme ich nicht umhin, eine kleine Macke zu erwähnen. Laut Bedienungsanleitung kann man im Modus Schongaren drei Stufen einstellen, nämlich high, low und Automatik. Das funktioniert definitiv nicht, zumindest nicht bei meinem Gerät und auch nicht bei dem Ersatzgerät, das ich vom übrigens sehr netten und schnellen Support erhalten habe. Meine Schmortöpfe mache ich daher auf der hohen Stufe bei ca. 80-90 Grad. Da ich bei dieser Temperatur nur 2 Stunden Kochzeit benötige, ist es auch nicht so ganz praktisch, dass die niedrigste einstellbare Zeit im Schongarmodus 4 Stunden beträgt. Ich muss also schon ein wenig auf die Uhr schauen, aber wenn so ein Schmortopf mal ein paar Minuten länger köchelt, ist es ja auch kein Drama.

Jambalaya


Mich persönlich stört das nicht sonderlich, liegt mein Hauptaugenmerk bei diesem Gerät ja auf dem Sous Vide und für Schmortöpfe würde ich sowieso zu 99 % die höhere Temperatur wählen. Doch was angepriesen wird, sollte natürlich auch funktionieren - Klarstein ist dran an der Sache, prüft den Fehler an weiteren Geräten und lässt mich wissen, wenn ein Ergebnis zu vermelden ist. Und ich lasse es euch dann wissen...

FAZIT

Sous-Vide-Garen ist eine feine Sache und der Deepdive hat es mir wirklich angetan. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, also meine Frage an euch: Kocht ihr Sous Vide? Würde euch das reizen? Und welche Rezepte könnt ihr euch vorstellen?

Liebe Grüße
Eure Kerstin






Sonntag, 19. November 2017

HEISSES WASSER MIT DEM KLARSTEIN AQUAVITA CHALET WASSERKOCHER

Hallo ihr Lieben,

warum lese ich eigentlich immer "Aquavit" statt "Aquavita"? Ich mag das Zeug nicht einmal, da ergibt ein Freud´scher Versprecher überhaupt keinen Sinn. Wie dem auch sei, im AquavitA! Chalet Wasserkocher macht man keinen Schnaps heiß, sondern Wasser und ausschließlich Wasser. Wie schnell das geht und ob das Gerät eine Zierde für meine Küche ist, erfahrt ihr jetzt ;-)

DIE OPTIK

Wer Retrodesign mag, wird diesen Wasserkocher lieben. Mir gefällt die Form ausgesprochen gut, das Schwarz in Kombination mit silberfarbenen Elementen sieht elegant aus und passt in meine Küche. Ebenso neutral und schick sind Creme, Weiß, Champagner und silber, Farbtupfer bringen dagegen Rot, Orange und Grün in den Raum. Da ist für jeden etwas dabei.



Der Kocher steht kabellos und 360 Grad drehbar auf einem schwarzen Heizelement, dieses verfügt über ein Kabel in ausreichender Länge. Ein passendes Plätzchen für das Schätzchen inklusive einer Steckdose zu finden, ist also kein Problem.

DA GEHT WAS REIN

Nämlich 1,7 Liter, weswegen der Aquavita Chalet natürlich auch von den Maßen her (17 X 17 X 25,5cm) kein Minikocher sein kann. Die Stellfläche ist aber nicht so groß, dass man auf der Arbeitsfläche sehr viel Platz benötigen würde, der Kocher geht eher in die Höhe als in die Breite.

Füllt man ihn bis zum Max-Strich, dauert das Aufheizen des Wassers bis zur automatischen Abschaltung ca. 5 1/2 Minuten. Das ist ganz schön lang, ich hätte gedacht, dass es mit 2200 Watt Power doch schneller geht... aber wann braucht man schon mal 1,7 Liter heißes Wasser? Für Tee reicht es zudem, ca. 80 Grad zu erreichen und hier kommt die analoge Temperaturanzeige ins Spiel, die ich super finde: Die analoge Anzeige vorne am Kocher lässt mich wissen, wie viel Grad genau das Wasser aktuelle hat. So kann ich dann auch vorzeitig abschalten, wenn mir die Temperatur reicht und damit Energie sparen.



HEISSE SACHE

Wer kleinere Kinder im Haus hat, hat eventuell ein Problem mit diesem Wasserkocher, denn auch wenn der Cool-Touch-Griff wunderbar kalt bleibt, wird der Rest des Kochers sehr heiß. Nun sollte man kleine Kinder zwar sowieso nicht mit Wasserkochern & Co. alleine lassen, aber... na ja, ihr versteht, was ich meine?

In unserem Erwachsenenhaushalt stellt dies allerdings kein Problem dar, da ist es gravierender, dass der Deckel sich zwar gut aufklicken lässt und dann superfest hält (also auch beim Ausschenken nicht herunterfallen kann), sich aber nur schwer wieder abnehmen lässt, vor allem, wenn der Kocher gerade genutzt wurde und der Deckel ebenfalls heiß ist. Ich merke aber, dass mit längerer Nutzungshäufigkeit der Deckel etwas leichter abzunehmen ist als Anfangs, so ist das auch wieder nur Meckern auf hohem Niveau.



Meinem Mann fiel noch ein, dass ihm eine Wasserstandsanzeige außen fehlt... mir nicht, auf eine solche habe ich bei unseren früheren Kochern sowieso nie geachtet. Es sei aber erwähnt, denn der eine oder die andere unter meinen Lesern/innen könnte auf so etwas ja durchaus wert legen.



FAZIT

Sowohl optisch als auch von der Funktionalität und Handhabung her kann mich der Aquavita Chalet Wasserkocher absolut überzeugen (könnt ihr euch hier "KLICK" auch nochmal im Shop anschauen), die Langlebigkeit muss sich im Laufe der Zeit (ich hoffe Jahre) noch herausstellen. An diesem Punkt spreche ich aber gerne eine Empfehlung aus.

Liebe Grüße
Eure Kerstin


(Werbung)





Donnerstag, 16. November 2017

EIN SCHLÜCKCHEN IN EHREN... VOM "CLUB OF WINE" ONLINESHOP

Hallo ihr Lieben,

bei den Konsumgöttinnen nehme ich derzeit an einem Shoptest teil, der mir leckere Weine beschert hat, bestellt beim Club of Wine der Weingesellschaft Ruyter & Ast.



So manch einer zweifelt, ob man Wein online bestellen kann, wenn man doch gar nicht weiß, ob einem der eine oder andere Tropfen überhaupt schmeckt. Daher möchte ich zuerst diese Frage beantworten:

DIE KATZE IM SACK?

Interessant finde ich, dass ich schon oft gehört habe, Weine könne man genau deswegen nicht online kaufen. Die selben Leute nehmen sich aber auch im Supermarkt die eine oder andere Flasche auf Verdacht zum Probieren mit, das ist im Prinzip nichts anderes. Nur selten bekommt man die Gelegenheit zu einer Weinprobe, lädt mein örtlicher Weinhändler dazu ein, nehme ich immer gerne teil, aber zwischendurch kaufe ich eben auch online ein.

Hilfreich ist dabei natürlich zu wissen, in welche Richtung es gehen soll, damit der eigene Geschmack getroffen wird. In Onlineshops – so auch hier – gibt es immer Beschreibungen und Kategorien, an denen man sich orientieren kann. Mit der Zeit ist es aber nützlich, wenn man sich aus den gemachten Erfahrungen heraus merkt, welche Rebsorte man bevorzugt, in welchem Bereich sich Gesamtsäure und Restzucker bewegen sollten und welche Anbaugebiete einem am meisten „Treffer“ versprechen. Letztendlich ist man irgendwann so geschult, dass man nur sehr selten einen Flop bei der Blindauswahl erwischen wird.

Da ich mittlerweile ziemlich genau weiß, was ich will und was mir schmeckt, ging ich völlig locker an die Bestellung heran.

DER ERSTE EINDRUCK VOM SHOP

Die Webseite ist schön und übersichtlich gestaltet. In der oberen Leiste unter dem Logo und der Suchleiste befinden sich die wichtigsten Buttons „Start“, „Weine“, „Probierpakete“, „Prickelnd & Hochprozentig“, „Angebote & Aktionen“, dazu Informationen über „Winzerwelten“ (verschiedene Weingüter) und das „Rezept des Monats“

Darunter werden verschiedene aktuelle Angebote angezeigt, man kann sich prämierte Weine anzeigen lassen oder über die Schnellsuche mit verschiedenen Filtern gezielt nach seinem bestimmten Lieblingswein nach Land, Rebsorte, Region, Farbe und Preis stöbern. Weitere Infos zu Weingütern, Weinen aus der aktuellen Werbung und über den Shop an und für sich schließen sich an, am Fuß der Seite findet man die üblichen Hinweise zu Impressum, AGB, Datenschutz, Lieferung, Zahlungsarten, Kontaktdaten etc.



Bemerkenswert finde ich, dass die Lieferung bereits ab 12 Flaschen versandkostenfrei ist. In den Shops, in denen ich normalerweise bestelle sind es entweder 24 Flaschen oder es gibt einen relativen hohen Bestellwert als Voraussetzung für eine kostenfreie Lieferung.
Bei Abnahme von 6 Flaschen eines Weins gibt es zudem Rabatt, man kann aber problemlos Einzelflaschen bestellen, wenn man erst probieren möchte.

DIE (SCHNELL)SUCHE

Obwohl es auch eine ansprechende Auswahl an Weiß- und Roséweinen gibt, mache ich mich auf die Suche nach Rotweinen, die meinem Geschmack entsprechen. Zum einen habe ich derzeit noch genug Weißwein und Rosé im Keller, zum anderen trinke ich gerade im Herbst und Winter lieber Rotwein.

Über die Schnellsuche auf der Startseite lasse ich mir Weine anzeigen, die folgenden Filtern entsprechen: Land Südafrika, Farbe Rot, Rebsorte Cabernet Sauvignon und Preis 5,00 – 9,99 Euro. Die Region ist mir egal. Angezeigt werden mir 9 Weine, die ich nun noch neben der Region nach Unterkategorien wie „mit Kundenbewertung“, Prämierungen, Jahrgängen und Erzeugern einschränken könnte. Auf die gleiche Auswahl komme ich, wenn ich über den Button „Weine“ in der oberen Leiste gehe und anschließend die Filter links wiederum wähle. Oder ich gebe ganz oben in der Suchleiste „Cabernet Sauvignon Südafrika“ ein und verfeinere anschließend wieder links nach Preis etc.
Viele Wege führen zum Ziel… eine Suchleiste würde meiner Ansicht nach ausreichen, aber wer wird meckern, wenn es zu viele statt zu wenig Möglichkeiten gibt? Zumal alles schnell und intuitiv zu handhaben ist.



Schön wäre, wenn man innerhalb der Filter kombinieren könnte, was leider nicht geht. Möchte ich zum Beispiel unter allen Weinen aus Übersee stöbern, kann ich mir nicht Südafrika, USA, Argentinien und Chile gleichzeitig anzeigen lassen, sondern muss jedes Land einzeln durchforsten, was einen Vergleich zwischen Weinen verschiedener Länder umständlich macht. Bei den Preisen kann ich auch nur die jeweiligen Preisspannen anschauen, möchte ich mich über die Weine von z.B. 0,00 bis 20,00 Euro informieren, muss ich ganze 4 Kategorien einzeln durchstöbern, wobei mir in der letzten dann auch Weine über 20 Euro (bis 30 Euro) angezeigt werden.

Von 507 Rotweinen insgesamt fallen für mich die 10 süßen (feinherb, mild, lieblich, süß) von vornherein weg. Übrig bleiben 6 halbtrockene und 481 trockene Weine. Wenn das Halbtrockene nicht allzu sehr ins Süße geht, mag ich das, ansonsten bevorzuge ich trockene Weine, die aber samtig-weich sein müssen, die Tannine dürfen nicht zu stark herauskommen. Trocken ist eben nicht gleich trocken.

Wenn ich einen Wein nicht kenne oder vorab probieren kann, gehe ich nach der Rebsorte: Merlot ist zu 99% nicht meine, mit Cabernet Sauvignon lande ich ebenfalls zu 99% einen Geschmackstreffer.
In einem anderen von mir genutzten Wein-Onlineshop werden die Weine mit drei Schlagwort-Kombinationen gekennzeichnet, beim Roten sind das „charakterstark & kräftig“, „samtig & weich“ und „charmant & fein“. Eine solche Kennzeichnung ist durchaus hilfreich und würde mir hier auch gefallen, so muss ich selbst nach Auswahl der Rebsorte Wein für Wein anklicken und zur Beschreibung die Infos über Restzucker, Alkoholgehalt und Gesamtsäure checken.
Die Beschreibungen bei den einzelnen Weinen sind ausführlich und anschaulich, so dass man sich hier doch ein gutes Bild machen kann, ob der jeweilige Tropfen den persönlichen Geschmack treffen könnte oder nicht.

FÜR MEINE BESTELLUNG

habe ich nun zuerst Südafrika durchforstet und 5 verschiedene Cabernet Sauvignon sowie einen Pinotage
in den Warenkorb gelegt. Hinzu kamen zwei Cabernet Sauvignon aus Chile, einer aus Argentinien, ein halbtrockener argentinischer Malbec-Cuvée, ein kalifornischer Zinfandel (ich liebe Zinfandel und zu 8,95 Euro einen zu bekommen ist ein Schnäppchen) und ein australischer Shiraz-Cabernet. Um nicht nur die Roten zu testen, entschied ich mich noch für einen im Preis reduzierten südafrikanischen Rosé.



Etwas unpraktisch finde ich, dass auch Weine angezeigt werden, die nicht verfügbar sind, das kenne ich von anderen Shops her zwar auch so, aber nicht in diesem Umfang. Ich weiß nicht, warum man einen vergriffenen Jahrgang nicht aus der Liste löscht. Natürlich nicht von Jetzt auf Gleich und beim Club of Wine sind es verhältnismäßig viele, was dann doch auf mangelnde Aktualität hinweist.

Der Gang zur Kasse ist schnell erledigt, ich habe für diese erste Bestellung kein Konto angelegt, sondern als Gast bestellt. Das wird heutzutage nicht mehr oft angeboten, ich finde es sehr gut, dass man dem Käufer hier die Wahl lässt. Sollte erneut bestellen, werde ich mich registrieren, da das natürlich Vorteile bringt (Ansicht alter Bestellungen, Adressdaten müssen nicht jedes Mal eingegeben werden).

Unter den vier angebotenen Zahlungsarten Kreditkarte, Sofortüberweisung, Paypal und Rechnung habe ich Paypal ausgesucht, eine Trusted-Shop-Versicherung ist für den Käufer kostenfrei wählbar. Der Rabatt-Gutschein von den Konsumgöttinnen wurde problemlos angenommen, eine Flasche, die ich nachträglich noch in den Warenkorb legte, wurde aber nicht mehr berücksichtigt – die habe ich wieder gelöscht.
Bei einer Bestellung ohne Gutschein kann man sich übrigens Cashback holen, wenn man sich über shoop.de oder andasa.de einloggt, bei beiden Cashbackportalen ist der Club of Wine Mitglied.

2-5 Tage werden als Lieferzeit angeben, genau in diesem Zeitraum traf auch mein Paket ein. 

ERSTE VERKOSTUNG

Per Zufallsprinzip habe ich die erste Flasche meiner Bestellung zum Verkosten ausgewählt: einen ANDERRA Cabernet Sauvignon Baron Rothschild aus dem Central Valley in Chile, Kostenpunkt 7,95 Euro. "Sein Bukett ist kraftvoll und intensiv mit Aromen von schwarzer Johannisbeere sowie gerösteter Haselnuss und etwas Mokka. Am Gaumen zeigt er sich elegant und frisch mit feiner Tanninstruktur sowie Noten von Kirschen und Brombeeren." So war die Beschreibung und die kommt hin. Ein weicher Wein mit ausgewogenen, nicht zu hervorstechenden Tanninen und einer Geschmacksnuance im Abgang, die mir neu war... ich schätze, das ist diese Nuss-Mokka-Note. Sehr interessant und ganz mein Geschmack!



Auch der zweite probierte Wein konnte uns überzeugen. Beschrieben war der argentinische Finca Las Moras als elegant, kraftvoll und harmonisch mit Anklängen von Vanille und Pflaume und intensiven Noten von roten Früchten. Besonders zur Bestellung verleitet hat mich die Aussagen "weiche Tanninen". Was soll ich sagen, auch hier stimmt die Beschreibung auf den Punkt und der Wein mit seiner wunderschönen dunklen Farbe schmeckt weich und fruchtig.



Ich habe noch nicht alle Weine aus der Bestellung probiert und habe auch nicht vor, euch zu jedem einzelnen einen Vortrag zu halten. Des Pudels Kern ist hier aber, dass die ausführlichen und allgemeinverständlichen Beschreibungen, die Ruyter & Ast im Shop zu den Weinen gibt, bei allen mittlerweile vier probierten Flaschen ziemlich genau hinkommen. Man kann darauf vertrauen, was die Auswahl der „Katze im Sack“ erheblich erleichtert.

Wer sich trotzdem nicht traut, selber auszuwählen, der kann es sich auch einfacher machen und klickt den Reiter

PROBIERPAKETE

Probierpakete sind super, um Neues kennenzulernen, keine Frage. Zumal sie auch meist günstiger angeboten werden als die Flaschen im Einzelkauf kosten würden. So gibt es zum Beispiel unter dem Titel „Der Zauber Süditaliens“ 12 Flaschen Rotwein zu 69 Euro statt 103 Euro. Oder weitere 14 Pakete unterschiedlichster Art… Moment, von denen vier nicht verfügbar sind (hatten wir schon mal, nicht wahr?).
Diese Pakete gelten auch bezüglich der Versandkostenfreiheit übrigens nicht als 1 Posten, sondern bei einem 6er-Paket zum Beispiel als 6 Flaschen. Mit zwei 6-er Paketen oder einem 12er-Paket bestellt man also bereits versandkostenfrei.

Mein Problem mit solchen Paketen ist aber oft, dass ich schon sehe, dass ein Teil nicht mein Geschmack wäre. Bei Rotweinpaketen also zum Beispiel ein Merlot dabei ist, mit Merlot habe ich es nicht so, da gibt es selten einen, der mir schmeckt. In den meisten Paketen sind es auch je zwei, wenn nicht sogar je drei Flaschen einer Sorte. Eine aufmachen, schmeckt nicht… zwei hat man noch. Zum Verschenken, geht ja auch ;-)
Trotz der immensen Geldersparnis stelle ich mir daher aber lieber mein eigenes "Probierpaket" zusammen. Denn beim Club of Wine muss man nicht jeweils 6 Flaschen einer Sorte kaufen, sondern kann auch einzelne Flaschen bestellen. Hat man seinen Lieblingswein dann gefunden und bestellt 6 davon, gibt´s Rabatt, zwar nicht viel, aber immerhin 5% (außer bei bereits reduzierten Weinen)



MERKZETTEL

Eines habe ich entdeckt oder besser eben nicht entdeckt, das mir definitiv fehlt: ein Merkzettel!
In den beiden anderen Weinshops, in denen ich normalerweise bestelle, gibt es einen solchen, ich kann Weine, die mir besonders gut geschmeckt haben, dort draufsetzen.
Hier nicht, ich habe zuerst bei den Weinen gesucht, ob es da einen entsprechenden Button gibt und habe keinen gefunden. Um sicher zu gehen, dass ich ihn nicht übersehen habe, habe ich mich nun doch vor meiner nächsten Bestellung registriert und dann in meinem Konto nachgeschaut, aber da gibt es auch keinen Reiter "Merkzettel".

Wenn ich wie momentan 12 Weine ausprobiere, merke ich mir ja nicht jeden Namen und dazu, wie er mir geschmeckt hat. Ich müsste es mir nun irgendwo aufschreiben, das ist mir zu umständlich. Eine andere Möglichkeit, einen solchen Wein wieder zu finden wäre, ihn als registrierter Kunde zu bewerten, in meiner alten Bestellung die Weine anzuschauen und dann zu suchen und hier nun nachzuschauen, wie ich ihn bewertet habe. Aber auch das ist reichlich umständlich - ein Merkzettel muss her, liebes Weinhaus Ruyter & Ast!



ZUSAMMENFASSEND

kann ich sage, dass mich der „Club of Wine“ durchaus überzeugen konnte. Der Aufbau des Shops ist ansprechend und übersichtlich, das Angebot in jeglicher Preisklasse groß und gut, die Beschreibungen und die Such/Filterfunktion führen zu Treffern, der Bestellvorgang ist einfach, die Lieferung erfolgt schnell und sicher verpackt. Wünschenswert wäre eine weitere Filterung der doch vielen als „trocken“ eingestuften Weine und ein Merkzettel. Toll wiederum ist, dass der „Club of Wine“ an Cashbackprogrammen teilnimmt und eine Trusted-Shop-Garantie bietet.

Bei meinen zukünftigen Weinbestellungen werde ich ab sofort den „Club of Wine“ durchaus in Betracht ziehen. Ausschlaggebend wird dabei dann wohl sein, ob ich einen ganz bestimmten Wein möchte oder nicht, welche Angebote es gerade gibt oder ob ich einen Rabattgutschein habe… mit der Post kam nach meiner ersten Bestellung ein Willkommensschreiben mit einem 10-Euro-Gutschein, in der gleichen Post aber auch ein 20-Euro-Gutschein vom Konkurrenten. Tja, das ist Pech ;-)
Nächsten Samstag gehe ich sowieso zur Weinprobe bei meinem Händler vor Ort… meine Empfehlung für den „Club of Wine“ gibt es aber hier an dieser Stelle.

Trinkt ihr gerne Wein? 

Liebe Grüße
Eure Kerstin








Sonntag, 12. November 2017

OSTERIA DA LIVIO - GAUMENSCHMAUS AM GARDASEE

Hallo ihr Lieben,

ist bei euch das Wetter auch so scheußlich? Was haltet ihr davon, dem zu entfliehen und an einem warmen Augustabend in Limone am Gardasee lecker essen zu gehen? Ich nehme euch mit in die

OSTERIA DA LIVIO

Die Osteria liegt abseits des Touristenrummels im Gebiet des Tesöl, des Geburtshauses von Daniel Comboni, in dem sich heute ein Institut der Comboni-Missionare und ein Museum befinden. Auf dem Weg zum Comboni-Haus war uns früher schon aufgefallen, dass sich hier wohl ein Restaurant befindet, aber es sah nicht besonders einladend aus, der Garten vor dem Haus war verwildert, es hing keine Speisekarte aus und man wusste nicht so genau, ob das nun leer steht oder betrieben wird, wie die Öffnungszeiten sind, Betrieb herrschte keiner. Von daher zog es uns nie dort hin.

Nach dem Aufstieg Belohnung in Sicht ;-) 


Vor jedem Limone-Urlaub recherchiere ich im Netz nach uns noch unbekannten Ausflugszielen und Restaurants und diesmal fiel mir dabei die Osteria auf. Auch auf eine Webseite dieses Restaurants stieß ich, die wohl ziemlich neu ist. In Limone schickte ich daher meinen Mann, der gerne mal eine Runde dreht (eine Runde mehr als ich *g*) nach „oben“, um nachzuschauen, ob das jetzt besser aussieht als in den vergangenen Jahren. Als er zurückkam, berichtete er, dass da anscheinend durchaus was los sei und es nicht mehr so verratzt aussehen würde – wir entschlossen uns, die Osteria an einem Abend auszuprobieren.

Eröffnet wurde die Osteria bereits 1974 von Livio Martinelli aus Limone und der Dänin Lonnie Niebuhr. Heute wird sie von Livios Kindern Francesco und Jenny geführt. Die Inhaber bezeichnen die Osteria als perfekte Kombination aus „Bella Italia“ und der warmen Gemütlichkeit Dänemarks… wir waren gespannt.

DAS AMBIENTE

Ich musste meinem Mann Recht geben: es sah dort in der Tat sehr viel einladender aus als früher. Über einen breiten Hofeingang kommt man auf einen von Olivenbäumen umgebenen Platz mit zahlreichen Tischen, Bänken und Gartenstühlen. Das Haus erscheint relativ neu renoviert… vielleicht sah es früher auch nicht schlechter aus, man sah das nur nicht wegen des verwilderten Eingangsbereichs. Wie dem auch sein, wir hatten das Gefühl, hier könne man durchaus gut essen.



Erstaunt stellten wir fest, dass es trotz der zahlreichen Tische im Gartenbereich dort nicht einen freien Platz gab. Für Urlauber gehen wir nämlich mit zwischen 18 Uhr und 18 Uhr 30 sehr früh essen und hatten in keiner der Wirtschaften jemals Probleme, ein Auswahl an Sitzplätzen zu haben (ausgenommen im Al Rio Se, wo wir es noch nie geschaffte haben, vorne am Terrassengeländer zum See zu sitzen), geschweige denn überhaupt einen Tisch zu bekommen. Hier hatten wir Glück, dass wir wenigstens auf der Veranda vor dem Gebäude noch einen Tisch bekamen, nach uns Ankommende wurden abgewiesen. Im Innenraum gibt es zwar auch noch Tische, die aber bei schönem Wetter nicht vergeben werden, weil das die Kapazität der Küche sprengen würde – dazu später mehr. Hätten wir keinen Platz bekommen, wären wir eben die paar Meter zurück zu unserem Hotel Coste (mit ausgesprochen leckerer Küche), zum nicht weit entfernten Mela d´Oro (sehr empfehlenswert) oder zum Buffalo Grill (wo wir aber bereits geschmaust hatten) gegangen. Kommt man aber von ganz unten vom See herauf, ist es schon ärgerlich, wenn man unverrichteter Dinge wieder abziehen muss, eine Reservierung ist daher ratsam.

Das ganze Ambiente ist gemütlich-rustikal, der Seeblick eingeschränkt gegeben, von der Veranda aus nicht wirklich vorhanden. Dennoch: wir saßen bequem und fühlten uns wohl.



Für uns uninteressant, aber für Familien mit Kindern sicher erwähnenswert: im Garten gibt es einen kleinen aber feinen Kinderspielplatz. Mit den Treppen zur Veranda hinauf ist die Osteria eher wenig behindertengerecht, zumal der Boden im Garten recht uneben und der Weg zwischen den Tischen ist nicht gepflastert, sondern mit Kies aufgeschüttet.

DIE SPEISEKARTE

überraschte uns. Denn was ist denn eigentlich eine „Osteria“? Laut Wikipedia eine kleine Gaststätte, in der Wein und kleine Speisen serviert werden und auch in meiner Vorstellung etwas wie ein Bistro oder eine Taverne. Ich erwartete also nicht viel, ein paar einfache Pastagerichte, vielleicht auch ein paar Pizzavariationen oder auch nur Bruschette und sah vor meinem inneren Auge schon den Sohn meckern, weil es nichts „Richtiges“ zu essen gab.

Rosé della casa gibt es nicht überall - hier schon :-) 


Weit gefehlt: in der Tat gibt es eine große Auswahl an unterschiedlich belegten Bruschette, aber auch Pizza, Pasta und vor allem ausgesprochen interessante Fleisch- bzw. Grillgerichte. Da kommt keiner zu kurz und niemand muss hungern. Ich hatte ein Problem, mich zwischen Ibericoschwein, Hamburgern, gemischten Grillplatten etc. zu entscheiden.


Mein Mann und ich wählten letztendlich Hähnchenbrustspieße mit Kartoffelspalten und einen gemischten Salat, mein Sohn ein Steak mit einer riesigen Ofenkartoffel, alles war sehr schmackhaft. Dazu Bier, Cola oder wie bei mir einen schönen Rosé des Hauses – perfekt!



Die Preise? Tja, da haben wir es, die extra aufgehobenen Rechnung ist natürlich mittlerweile verschollen. Aber ich habe die Speisekarte zum Teil fotografiert und kann euch ein paar Beispiele nennen:

Ein Glas Wein: zwischen 3 Euro und 3,50 Euro
Vitello Tonnato: 8,50 Euro
Bruschette (wirklich große Brotscheiben) je nach Belag zwischen 5 und 7 Euro
Spaghetti Aglio Olio 8,50 Euro
Lammkoteletts vom Grill 20 Euro
Grillplatte mit dreierlei (500g Entrecote, 2 Lammkoteletts und Würstchen – reicht locker für 2): 28 Euro




Alles also nicht ganz billig, aber akzeptabel und die Qualität stimmte. Es hat uns ausgesprochen gut geschmeckt, die Spieße waren durchgebraten, wie es bei Geflügel sein muss, aber nicht trocken, Sohnemanns Steak war auf den Punkt medium, die Kartoffeln waren perfekt und der Salat frisch und knackig.

DER SERVICE

war supernett, da gab´s nichts zu meckern. Ein älterer Herr kam auf uns zu, als wir etwas zaghaft die Treppe zur Veranda hoch stiegen und führte uns zu einem passenden Tisch. Die Speisekarten wurden sofort gebracht, die Getränkebestellung schnell aufgenommen und ebenso schnell waren die Getränke auch da. Die junge Frau hinter der Theke wies mir ebenso freundlich den Weg zur kleinen, aber sauberen Toilette. Zwei weitere junge Männer wuselten zwischen Küche, Bar, Garten und Terrasse herum, für die Anzahl der Gäste ist das absolut ausreichend an Bedienungen.


Innenraum, bei gutem Wetter nicht genutzt


Daran kann es also nicht liegen, dass wir sehr lange auf unser Essen warten mussten, ich weiß nicht, wie die Küche besetzt ist, vermute aber, dass man hier etwas überfordert ist. Von unserer schnell aufgegebenen Bestellung bis zum Servieren dauerte es nämlich eine gute dreiviertel Stunde. Ich bin im Urlaub immer sehr entspannt und daher geduldig, eine halbe Stunde auf eine frisch gekochte Mahlzeit zu warten, macht mir nichts aus. Aber da knurrte uns schon langsam der Magen, das war definitiv eine zu lange Wartezeit.

Zum Abschluss gab es noch einen Limoncello aufs Haus, was mittlerweile am Gardasee bei weitem nicht mehr in allen Restaurants üblich und eher eine Seltenheit ist.

ZUSAMMENFASSEND

kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, dass wir dort noch einmal zum Essen gehen werden. Bestnoten gibt es zwar für die Qualität der Speisen und Getränke, die Größe der Portionen und die Freundlichkeit der Servicekräfte. Die Preise sind für den Gardasee üblich, für die Lage und der Einfachheit einer Osteria meiner Meinung etwas teuer, aber dafür, was man serviert bekommt wiederum akzeptabel.





Die Wartezeit von der Bestellung bis zum Servieren der Gerichte ist für mich trotz aller Geduld, die ich im Urlaub habe, indiskutabel, zudem mag ich im Urlaub nicht reservieren, sondern spontan entscheiden, wann ich wo zum Essen gehe und auch wenn es von unserem Hotel aus auch nicht weit ist, geht es doch steil den Berg hinauf – oben anzukommen und keinen Platz zu kriegen würde mich schon ein wenig ärgern. Von anderen Hotels weiter unten aus muss man sich überlegen, ob man nicht besser mit dem Auto hochfährt, wenn man nicht ganz so gut zu Fuß ist, Parkplätze sind ausreichend vor der Osteria vorhanden.

Trotz der Einschränkung muss ich mich aber nicht schämen, euch dorthin mitgenommen zu haben... hat´s Spaß gemacht? ;-) 

Liebe Grüße
Eure Kerstin

Freitag, 3. November 2017

UND WEIL´S SO SCHÖN WAR NOCHMAL KÜRBIS & REZEPTE

Hallo ihr Lieben,

ich bin zwar etwas krank, aber eine Erkältung hindert mich nicht daran, euch die letzten Kürbisrezepte vorzustellen, zumal das auch nicht mehr so viele sind. Die Auswahl von Descena (KLICK zum Shop) ist nun komplett verarbeitet und ich habe Favoriten gefunden, die ich sicher immer mal wieder in unseren Speiseplan einbauen werde.

Nach Kürbiscremesuppe, Kürbis-Kartoffelbrei, Sherryhähnchen mit Kürbis (Rezept hier: KLICK) und dem Spaghettikürbis als Beilage zu Lendchen widmete ich mich dem Nachtisch und backte

KÜRBISMUFFINS



So wirklich süß sind die nicht, eher wie ein fluffiges Brandteiggebäck mit einer leicht süßlichen Note. Sehr lecker, ihr glaubt gar nicht, wie schnell die weg waren. Auch am anderen Tag schmecken sie noch frisch und saftig, mir kam die Idee, dass ich schon immer mal Clotted Cream probieren wollte und das sicher dazu passen würde. Also habe ich mit ein Glas bestellt und zwei Muffins eingefroren, damit mir meine Söhne überhaupt noch einen für diesen Versuch übrig lassen.



Was soll ich sagen: mit Clotted Cream und selbstgemachter Marmelade waren die Muffins noch mal so gut. Und sie sind superleicht zu backen, hier das Rezept:

200g Kürbis
1 EL Zitronensaft
250g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1 Prise Muskat
1 Prise Salz
2 Eier
80ml neutrales Öl
3 EL Agavendicksaft (oder Honig)
150g Naturjoghurt
50ml Milch

Kürbisfleisch von Kernen und Fasern befreien und grob raspeln. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verrühren. In Muffinsförmchen füllen und bei 180 Grad 20 - 25 Minuten backen.

Etwas für mich ganz alleine war an einem weiteren Abend der

MIKROWELLENKÜRBIS

der tatsächlich so heißt, weil er ganz einfach in der Mikrowelle zubereitet werden kann. Man schneidet den Deckel ab, stellt den kleinen Kerl in die Mikrowelle und kocht ihn dort 5 Minuten auf höchster Stufe. Anschließend kann man ihn füllen und noch einmal 1 Minute lang in der Mikrowelle brutzeln lassen - fertig!



Mit einem Löffel isst man das Kürbisfleisch und die Füllung direkt aus der Schale. Die Füllung kann zum Beispiel aus Hackfleisch bestehen, das man vorher anbrät. Ich habe mein Exemplar mit Schinkenspeckwürfelchen, Röstzwiebeln und einem guten Esslöffel Frischkäse gefüllt und oben drauf noch Emmentaler gestreut... ja okay, immer dieses "superlecker" ist langweilig, aber wenn es doch so schmeckt?



Der Mikrowellenkürbis eignet sich auch für Gäste, zum Beispiel als Vorspeise (wobei ich nach einem Kürbis satt war) und selbstverständlich kann man ihn auch im Ofen zubereiten, wenn man keine Mikrowelle hat, dann dauert es eben ein bisschen länger.

Zwei Kürbisse waren nun noch übrig, die ich mittlerweile mit sehr viel weniger Scheu verkocht habe, zunächst den

GRÜNEN MINIHOKKAIDO

Dieser hat im Gegensatz zu seinem großen Bruder eine grüne Schale, ist innen aber genauso orange. Der Geschmack ähnelt dem orangefarbenen Hokkaido, wie bei diesem muss auch die Schale nicht entfernt werden und kann mitgekocht und -gegessen werden. Ich habe ihn ganz simpel in ein Rindergulasch mit verschiedenem Gemüse geschnippelt, dazu passte er ganz hervorragend.


Last not least war nun noch einer übrig:

WEISSER EICHELKÜRBIS

Hört sich irgendwie nach Wildsaufutter an, aber ihn an Wildschweine zu verfüttern wäre Perlen vor die Säue geworfen. Den Namen hat er von seiner eichelähnlichen Form.

Ich verwertete ihn für ein Kürbis-Ratatouille. Da das Fruchtfleisch sehr fest zu sein schien, dämpfte ich die Würfel (ohne Schale) etwas eher an als das restliche Gemüse - ein kleiner Fehler, da der Eichelkürbis doch relativ schnell weich wird. So hatte ich am Ende keine Stücke vom Kürbis mehr drin, der war ziemlich zerfallen, aber dennoch gab er einen exquisiten Geschmack zum Gericht ab und fungierte zusammen mit den gestückelten Tomaten als schmackhafte Sauce. Beim nächsten Mal haue ich aber alles zusammen in den Schmortopf ;-)




FAZIT

50 Jahre habe ich gut gelebt, ohne Kürbis zu essen, aber die nächsten 50 werden Kürbisse definitiv nun immer wieder mal auf meinem Speisezettel erscheinen. Meine Favoriten sind neben dem bekannten Hokkaido der Delicata mit seinem fein-nussigem Geschmack und der Mikrowellenkürbis, der so schnell zu einem leckeren Abendessen zubereitet werden kann. Und auch Püree mit Butternut habe ich nicht zum letzten Mal gekocht.

Grüner Minihokkaido und Weisser Eichelkürbis


Wie ist das bei euch, kocht ihr mit Kürbissen? Auch mit ausgefalleneren Sorten? Wäre eines der Rezepte (oder auch mehrere) etwas für euch?

Liebe Grüße
Eure Kerstin

Freitag, 27. Oktober 2017

LECKERE KÜRBISREZEPTE MIT DER AUSWAHL VON DESCENA

Hallo ihr Lieben,

wie versprochen berichte ich euch heute von meinen Kocherlebnissen mit den verschiedenen Kürbissen. Eine spannende Herausforderung war das, hatte ich Kürbisse in der Küche bisher kaum auf dem Schirm, schon gar nicht mit solchen vielfältigen Sorten, wie sie mir die Gärtnerei Descena zur Verfügung gestellt hatte.

Zunächst machte ich es mir einfach und kochte eine ganz einfache

KÜRBISCREMESUPPE AUS HOKKAIDO

Kürbiscremesuppe einfach

Der Hokkaido dürfte der bekannteste Vertreter seiner Art sein, er hat den Vorteil, dass man die Schale dran lassen kann. Ich würfelte mein Exemplar also einfach, gab die Kürbisstücke mit Karotten, einer Zwiebel und Brühe in einen Topf, lies das Ganze eine Weile köcheln und pürierte es dann mit Creme Fraîche, Pfeffer und etwas Salz. Das ist jetzt kein Megarezept, aber die Art, wie es einem meiner Söhne und meinem Mann auch schmeckt und für den Einstieg gut geeignet.

Nicht wirklich komplizierter, aber für und doch etwas ganz Neues war der

KARTOFFEL-KÜRBIS-BREI AUS BUTTERNUT-KÜRBIS

Der Butternut ist wie der Hokkaido einer der bekanntesten Kürbisse und durchaus auch mal im Supermarkt zu haben. Ich persönlich hatte allerdings noch keine Begegnung mit dem länglichen cremefarbenen Gesellen. Mit seinem buttrigen Geschmack eignet er ganz hervorragend für Pürrees. Zubereitet habe ich das Kartoffel-Kürbispürree ganz normal wie ich auch einfaches Kartoffelpüree koche, nur habe ich eben gut die Hälfte der Kartoffeln mit Kürbisfleisch ersetzt. Beim Butternut kann man die Schale übrigens nicht mitverwenden.

Butternut-Kartoffelpüree mit klassischer Roulade

Ein Rezept werde ich hier nicht posten, jeder kann sein ganz persönliches Kartoffelpüree-Rezept dafür nehmen. Mein Mann und meine Söhne waren ja skeptisch, was das Thema "Kürbis auf dem Teller" betrifft, aber das Püree begeisterte jeden und so werde ich das ab jetzt öfter so machen. Ist auch mal eine Abwechslung.

Butternut aufgeschnitten (Quelle: Pixabay)


Nun wurde es dann etwas spannender: Kürbis als Gemüsebeilage bzw. in einem Geschnetzelten war der nächste Plan, der umgesetzt wurde in einem

SHERRY-HÄHNCHEN MAROKKANISCHE ART MIT RONDINI-KÜRBIS

Der kleine, grüne, kugelförmige Rondini stammt aus Südafrika muss vor dem Verzehr immer gekocht werden. Man kann ihn im Ganzen kochen, ich habe das Fruchtfleisch ausgelöst, gewürfelt und für das genannte Hähnchenrezept verwendet, das ich euch hier gerne poste:

Marokkanisches Sherryhähnchen mit Rondini und Ras el Hanout

Zutaten:
4 Hähnchenbrustfilets – in Streifen schneiden
250 g Kürbiswürfel (Rondini)
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stange Lauch
200ml Sherry
200 ml Wasser
2 TL Creme Fraîche
2-3 TL Ras el Hanout (Gewürzmischung)
1 TL Paprikapulver
1 Prise Ingwer
1 TL Curry
Salz
Pfeffer
Olivenöl
1,5 Tassen Reis (mit etwas Salz und Currypulver gekocht)
Soßenbinder

Zubereitung:

Einen Schuß Olivenöl in einer hohen Schmorpfanne oder einem Wok erhitzen, die Hähnchenstreifen scharf darin anbraten, herausnehmen.
Nochmals etwas Olivenöl in die Pfanne geben, die Kürbiswürfel anbraten. Gehackte Zwiebel und Knoblauch mit dem in Ringe geschnittenen Lauch dazu geben, andünsten. Die Hähnchenstreifen wieder dazu geben.
Mit Ras el Hanout, Paprikapulver, Curry, Pfeffer, Ingwer und Salz würzen, mit dem Sherry ablöschen, etwas einkochen lassen.

Wasser und Creme Fraîche verrühren, in die Sauce rühren. Aufkochen, mit Soßenbinder verdicken. Den Reis unterrühren, eventuell nochmals mit etwas Ras el Hanout und Salz abschmecken. 

Man kann natürlich auch anderes Gemüse statt des Kürbis nehmen, aber so schmeckte es wirklich sehr lecker, der Rondini passt perfekt zu diesem Rezept.

Rondini (von der Descena-Webseite)


Viel einfacher ist die Zubereitung eines anderen Kürbis, dem

SPAGHETTIKÜRBIS

Diesen schneidet man einfach längs in zwei Hälften, legt ihn mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech, bestreicht die Schnittflächen mit etwas Öl, streut nach Geschmack Thymian oder andere getrocknete Kräuter darüber und lässt ihn bei ca. 180 Grad je nach Größe ca. 45 - 60 Minuten backen.

Spaghettikürbis in der Schale mit Parmesan


Das Fruchtfleisch kann dann mit einem Löffel herausgeschabt werden, wobei sich faserige Stränge bilden, die an Spaghetti erinnern sollen (daher der Name) - uns erinnert es eher an feines Sauerkraut und so gab es das "Kürbiskraut" (das natürlich nicht sauer ist) als Beilage zu Schweinelendchen.

Spaghettikürbis zu Schweinelendchen

Unser Urteil: kann man essen, muss man nicht. Der Spaghettikürbis ist angenehm im Biss, aber relativ geschmacklos und wirkte bei diesem Gericht lediglich durch die Würzung und mit der Soße. 
Aber die Geschmäcker sind ja verschieden, ich persönlich habe einen ganz anderen Favoriten für mich entdeckt...

...zu dem ich nächste Woche komme. Der Blogpost wird bei so vielen Varianten sonst einfach zu lang, ich bitte euch also um etwas Geduld, die dann aber auch mit einem leckeren "Nachtisch" belohnt werden wird ;-)

Bis dahin ganz liebe Grüße
Eure Kerstin

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Mittwoch, 25. Oktober 2017

BLUMFELDT MODENA SONNENLIEGE - DER NÄCHSTE SOMMER KOMMT BESTIMMT

Hallo ihr Lieben,

der Sommer neigte sich dem Ende zu... nein, ehrlich gesagt hatte der Herbst bereits ordentlich Einzug gehalten, als mich ein Testprodukt erreichte, das ich liebend gerne schon früher gehabt hätte und von dem ich euch erzählen möchte, bevor ich zu den letztes Mal versprochenen Kürbisrezepten komme:

DIE SONNENLIEGE "MODENA" VON BLUMFELDT



Zum Glück gab es ja bis vor Kurzem noch ein paar Sonnentage, die ich nutze, um auf dieser Liege ein Päuschen im Garten zu machen und ein wenig Sonne zu tanken.

Die Gartenliege besteht aus einem Stahl- und Aluminiumrahmen, die Liegefläche aus einem robusten Polyestergewebe.
Ich bin zwar nicht übermäßig breit, aber dafür mit meinen 1,80m sehr lang, auf der Liegefläche von 50 X 1,70m finde ich bequem Platz.

Lange Beine auf langer Liegefläche ;-) 

Ich hatte mal eine Liege, bei der sich irgendwie ein Teil des Gestells mittig in den Rücken drückte - hier ist das nicht der Fall, man liegt wirklich bequem. Doch vor dem Faulenzen kommt

DER AUFBAU

Der gestaltet sich denkbar einfach: die Liege ist quasi dreigeteilt in ein Kopfteil und zwei Hälften Liegefläche, bei der sich mittig ein Gelenk befindet. Man zieht Kopf- und Unterteil auseinander, klappt die Standfüße herunter und schon kann man sich dem wohligen Nichtstun hingeben.
Genauso schnell ist sie aber auch wieder zusammengeklappt. Dabei muss man nur aufpassen, dass man bei dem mittigen Gelenk... wie erkläre ich das nun? Dieses Gelenke kann man sowohl vorne als auch hinten abknicken, knickt man nun an einer Seite vorne und an der anderen hinten, hängt die untere Hälfte schief. Nun ja, kapiert das jemand? Egal, man muss parallel klappen und so schwer ist das nicht.

Platzsparend zusammengeklappt


Zusammengeklappt ist die Liege sehr kompakt und so auch gut zu verstauen. Da sie mit 6,2kg zudem recht leicht ist, lässt sie sich auch problemlos transportieren oder an einen anderen Platz im Garten stellen, ob nun geöffnet oder zusammengeklappt.

LESEN ODER RELAXEN?

Das Kopfteil ist siebenfach verstellbar, von ziemlich aufrecht bis sehr tief unten (nicht komplett waagerecht). So hat man die Wahl, ob man sich zum Lesen lieber in sitzender Position anlehnen möchte oder liegend ein Schläfchen halten... meditieren möchte.

Aufrechte Position


Tiefste Liegeposition


Kritikpunkte? Wenn überhaupt, dann der, dass die Liege sehr tief steht. Je älter man wird, desto schwerer wird es, sich aus einer bequemen Lage tief unten wieder hoch zu hieven. Noch geht es ja bei mir und auch im nächsten Sommer wird man keinen Kran mieten müssen, um mich aus der "Modena" zu holen. Zudem ist klar, dass die Standfüße nicht sehr hoch sein können, möchte man so eine Liege möglichst klein zusammenklappen können. Einen Tod muss man sterben...


AUFRÄUMEN

muss man "Modena" nicht ständig, den das witterungsbeständige, luftdurchlässige Material trocknet auch nach Regengüssen schnell wieder ab und die Metallteile rosten dank Pulverbeschichtung nicht.
So ist die Liege übrigens auch für den Rand am Swimmingpool und nicht nur für einen kleinen Garten wie den unseren geeignet.

FAZIT

Die Sonnenliege "Modena" wird mir sicher die nächsten Jahre gute Dienste leisten, denn sie ist robust verbaut und superbequem. Mittlerweile steht sie kompakt und gut verstaut in einer Ecke des Flurs im Dachgeschoss, wo sie auf den nächsten Sommer wartet.

Bei Amazon findet ihr weitere Herstellerdetails, ich persönlich gebe gerne eine Empfehlung ab unter Berücksichtigung, dass es sich um eine ziemlich tiefliegende Gartenliege handelt und Personen, die sich mit dem Aufstehen von niedrigen Möbeln aus schwer tun, nicht wirklich geeignet ist.

Auf was faulenzt ihr im Sommer am Liebsten? Im Gartenstuhl, auf so einer Liege oder etwas ganz anderem?

Liebe Grüße
Eure Kerstin

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